Armut ist sexistisch: Warum Bildung für alle Mädchen gut für alle ist.

Armut ist sexistisch: Warum Bildung für alle Mädchen gut für alle ist.

In den ärmsten Ländern der Welt ist das Leben für fast alle Menschen hart, aber Frauen und Mädchen haben es am schwersten. Im Vergleich zu ihren Brüdern wird ihnen häufiger der Zugang zu Bildung verwehrt, sie haben schlechtere Aussichten am Arbeitsmarkt und eine geringere Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Doch obwohl die Geschlechterkluft fest verwurzelt und unüberwindbar scheint, gibt es eine Maßnahme, die dazu beitragen könnte, diese Ungerechtigkeit zu überwinden – vorausgesetzt, es gibt den politischen Willen.

Bildung ist eine der mächtigsten und wirkungsvollsten Waffen im Kampf gegen extreme Armut. Sie ist zentral, um die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen. Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass die Bevölkerung eines Landes bei gleichmäßigem Zugang zu Bildung ein gesünderes, wohlhabenderes und sichereres Leben führt und das hochwertige Bildung für alle eines der besten Gegenmittel gegen Armut ist. Kurz gesagt: wir werden extreme Armut nicht besiegen, wenn wir Bildung – insbesondere für Mädchen – nicht zu unserer Priorität machen.

ONE’s „Armut ist sexistisch“-Bericht soll Aufmerksamkeit für die aktuelle Ungleichheit in Bildungschancen für Mädchen schaffen und die Chancen aufzeigen, die durch kluge Investitionen in Bildung für Mädchen entstehen. Der Bericht zeigt, dass Bildung für ein Mädchen pro Tag weniger als ein Laib Brot oder eine Tageszeitung kostet. Und dabei ist es trotzdem eine der besten Investitionen in die Zukunft: Würden alle Mädchen in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara die Sekundarstufe abschließen, würde dies dazu beitragen, das Leben von 1,2 Millionen Kindern zu retten. Erhielten Mädchen denselben Bildungszugang wie Jungen, könnte das den Entwicklungsländern jährlich mindestens 112 Milliarden US-Dollar bringen. Bildung trägt außerdem zur Stabilisierung von Gesellschaften bei, die anfällig für Extremismus sind. Solche wirksamen und gleichzeitig kosteneffektiven Investitionen nicht zu tätigen hat zu einer Krise geführt, die wir nicht länger ignorieren können.

Der Bericht ruft Regierungen, die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft dazu auf, auf diese Krise mit einem mutigen Plan zu reagieren und die Chancen zu ergreifen und allen Mädchen Bildung zu ermöglichen.

Den Bericht herunterladen (PDF)