Black History Month – mehr als ein Monat

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Jedes Jahr feiern Schwarze Communities weltweit den Black History Month. Während Großbritannien dies im Oktober tut, hat sich Deutschland mit der Wahl des Februars den USA und vielen weiteren Ländern angeschlossen. Der Black History Month gibt uns allen die Möglichkeit, unseren Fokus auf Schwarze Geschichte zu richten und auf Biografien aufmerksam zu machen, die in der Mehrheitsgesellschaft oft marginalisiert oder vergessen werden, um dann dieses Wissen mit ins ganze restliche Jahr zu tragen.

Wir von ONE wollen zum Abschluss des Black History Months die Initiativen hervorheben, die sich hierzulande das ganze Jahr über für die Verbesserung der Lebensrealitäten Schwarzer Menschen einsetzen und für mehr Sichtbarkeit Schwarzer Geschichte in der Gesamtgesellschaft sorgen.

Ursprung in den USA

Seinen Ursprung hat der Black History Month in den USA. Im Jahr 1926 initiierte der Historiker Carter G. Woodson erstmals eine Woche, in der die Leistungen von Afroamerikaner*innen in den Mittelpunkt gestellt wurden. Dabei wählte Woodson bewusst den Februar, denn so fällt der Black History Month mit den Geburtstagen wichtiger Schlüsselfiguren der afroamerikanischen Geschichte zusammen: Abraham Lincoln, Frederick Douglas und Langston Hughes. Ein halbes Jahrhundert später, 1976, wurde die jährlich wiederkehrende Wochenfeier auf den ganzen Monat Februar ausgeweitet. Seitdem wird der Black History Month jedes Jahr begangen und fand in den 1990er Jahren auch in Deutschland Einzug.

Wie steht es um den Black History Month in Deutschland?

Ein Blick in Kulturinstitutionen zeigt: Die Sichtbarkeit und Biografien Schwarzer Menschen ist weiterhin auch hierzulande sehr gering. Trotz Familiengeschichten Schwarzer Deutsche*r, die bis zum Kaiserreich zurückreichen,  jahrzehntelanger Arbeit von Aktivist*innen hierzulande, wie May Ayim in den 80ern oder Natasha Kelly heutzutage, und weitreichender Aufklärungsarbeit diverser Organisationen. Wenn im Februar im Deutschen öffentlichen Diskurs also an die  Schwarze Geschichte und die Errungenschaften Schwarzer Menschen gedacht wird, dann ist dies ein wichtiger aber auch nur ein kleiner Schritt, um marginalisierten Lebensrealitäten den verdienten Raum zu geben. 28 Tage sind ein Anfang, um Sichtbarkeit zu schaffen, Communitites zu empowern und starken Schwarze Stimmen im Diskurs hervorzuheben.

Du willst dich über den Black History Month hinaus engagieren? Folgende Initiativen gehen mit gutem Beispiel voran.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V.

Der Arbeit von May Ayim und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Black History Month seit den 90ern auch in Deutschland zelebriert wird. Der Verein vertritt die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland, unterstützt die Schwarze Community und setzt sich gegen Rassismus ein. Dabei verwirklichte der ISD bereits Projekt wie „Homestory Deutschland“ – eine Ausstellung, die Schwarze Biografien in der Geschichte und der Gegenwart in den Mittelpunkt stellte.

Center for Intersectional Justice

Das Center for Intersectional Justice macht auf Mehrfachdiskriminierung aufmerksam und setzt sich dafür ein, die Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitik inklusiver zu gestalten und strukturelle Ungleichheiten in Europa effektiver zu bekämpfen. Aus dem Black History Month machen sie dieses Jahr den „Black Theirstory Month“ und stellen dafür Schwarze Frauen, Schwarze Mitglieder der LGBTQ*-Community und Schwarze Frauen* mit Behinderung vor, welche die Bewegung für soziale Gerechtigkeit weltweit vorangetrieben haben. Es lohnt sich also insbesondere im Februar ein Blick auf ihre Social Media-Kanäle zu werfen.

Each One Teach One (EOTO) e.V.

Each One Teach One sitzt in Berlin und sieht sich als Community-basiertes Bildungs- und Empowermentprojekt für die Schwarze Community. Durch verschiedene Projekte und Veranstaltungen unterstützen sie insbesondere junge Schwarze Menschen in der Hauptstadt. Mit ihrer Bibliothek zu afrodiasporischer Literatur, Philosophie und Kultur tragen sie zudem dazu bei, Schwarze Geschichte sichtbarer zu machen. Veranstaltung von EOTO e.V. und Partnerinitiativen im Rahmen des Black History Months 2021 findest du hier.

AfricAvenir International

AfricAvenir wurde in Kamerun gegründet und arbeitet seit 2000 auch in Deutschland. Die Nichtregierungsorganisation hat es sich zum Auftrag gemacht, politische Bildung und Wissensproduktion und -verbreitung aus afrikanischer Perspektive voranzutreiben. Dabei arbeiten sie in Europa sowohl auch in Afrika. Ihnen ist es wichtig, das Bild eines selbstbewussten Afrikas in einer gerechten Weltordnung zu vermitteln und einen (selbst-)kritische Aufarbeitung der afrikanisch-europäischen Geschichte voranzutreiben.

Berlin Postkolonial e.V.

Berlin Postkolonial e.V. wurde 2007 ins Leben gerufen. Die Initiative setzt sich seitdem mit der kritischen Aufarbeitung der regionalen Kolonialgeschichte in ihrer globalen Dimension auseinander. Dabei sollen auch postkoloniale und rassistische Denk- und Gesellschaftsstrukturen der Gegenwart aufgedeckt werden. Gleichzeitig möchte der Verein, die Bundesregierung zu einem Bekenntnis zur historisch-politischen Verantwortung für die Verbrechen der deutschen Kolonialzeit bewegen. Hierfür arbeitet der Verein mit gleichgesinnten Initiative zusammen.

TANG e.V. – The African Network of Germany

TANG e.V. ist der Dachverband von etwa 800 afrikanischen Vereinen und Einzelpersonen in Deutschland. Ihr Ziel: Die Teilhabe und Sichtbarkeit von Menschen mit afrikanischer Herkunft. Ob Wohnungssuche oder Bewerbungsgespräch: Viele Afrodeutsche Menschen erleben tagtäglich Alltagsrassismus und Diskriminierung. Die Anerkennung solcher Erfahrungen und die Illegalisierungen solcher Handlungen möchte TANG e.V. voranbringen. Konkret bedeutet das für die Arbeit von TANG e.V., dass sie die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland in Fachkommissionen, Foren und Arbeitsgruppen auf Bundesebene vertreten.

Und was passiert im Rest des Jahres?

Schwarze Geschichte findet nicht nur im Februar statt, sondern das ganze Jahr über. Die Initiativen, die wir hier aufgelistet haben, repräsentieren nur einen Bruchteil der Arbeit, die Schwarze Menschen weltweit tagtäglich tun, um für mehr Sichtbarkeit zu sorgen, die Interessen Schwarzer Menschen nach vorne zu bringen und gegen strukturelle Diskriminierung zu kämpfen. Wir wollen diese in ihrer Arbeit unterstützen und ihnen deswegen eine Plattform geben.

 

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