{"id":33844,"date":"2017-05-23T14:12:03","date_gmt":"2017-05-23T14:12:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.one.org\/de\/?post_type=one_press&#038;p=33844"},"modified":"2024-01-03T13:57:05","modified_gmt":"2024-01-03T13:57:05","slug":"one-afrika-zu-ignorieren-ware-ein-fataler-fehler-der-g7","status":"publish","type":"one_press","link":"https:\/\/www.one.org\/de\/press\/one-afrika-zu-ignorieren-ware-ein-fataler-fehler-der-g7\/","title":{"rendered":"ONE:\u00a0 Afrika zu ignorieren, w\u00e4re ein fataler Fehler der G7"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 23. Mai 2017. Vor dem G7-Gipfel in Taormina, dem Treffen der sieben gr\u00f6\u00dften Industriestaaten, ruft die entwicklungspolitische Kampagnenorganisation ONE die Staats- und Regierungsoberh\u00e4upter zur Zusammenarbeit mit Afrika auf. Afrika ist ein Kontinent, der gro\u00dfe Chancen birgt, aber mit den aktuellen Hunger- und Migrationskrisen, extremer Armut, bewaffneten Konflikten und dem Klimawandel auch Herausforderungen gegen\u00fcbersteht, die er nur zusammen mit der G7 l\u00f6sen kann. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Friederike R\u00f6der, G7-Sprecherin von ONE, sagt:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eNoch nie waren die G7 Staats- und Regierungsoberh\u00e4upter Afrika so nah wie in Taormina. Und trotzdem scheint es, als k\u00f6nne ihnen der afrikanische Nachbarkontinent nicht ferner sein. Afrika zu ignorieren, w\u00e4re ein fataler Fehler. Die G7 m\u00fcssen sich entscheiden: Entweder nutzen sie die Chancen eines jungen aufstrebenden Kontinents oder sie sind ein unbeteiligter Zuschauer, der die wachsenden Herausforderungen lediglich observiert.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWenn sich die G7 nicht zu den Verpflichtungen der UN-Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung bis 2030 bekennen und Antworten auf die aktuellen Hungerkrisen finden, k\u00f6nnen diese Herausforderungen nicht bew\u00e4ltigt werden. Die italienische G7-Pr\u00e4sidentschaft wollte einige dieser Themen in einer ehrgeizigen Agenda angehen. Nun droht der Gipfel durch den Versuch der US-Administration, diese zu torpedieren, ein kompletter Reinfall zu werden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Mangel an Gestaltungswillen eines Regierungschefs sollte den Rest der G7 nicht blind werden lassen f\u00fcr die gro\u00dfen Chancen und dr\u00e4ngenden Probleme Afrikas. Jetzt ist die Zeit f\u00fcr eine neue Partnerschaft mit Afrika. Sich f\u00fcr \u201aSplendid Isolation\u2018 zu entscheiden, w\u00e4re ein Fehler, den die f\u00fchrenden Staats- und Regierungsoberh\u00e4upter eine ganze Generation lang bereuen w\u00fcrden.\u201c<\/p>\n<p><strong>ONEs Forderungen an die G7:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ern\u00e4hrungssicherheit: <\/strong>ONE fordert die G7 auf sich zu dem Versprechen zu bekennen, dass 2015 beim deutschen G7-Gipfel auf Schloss Elmau gemacht wurden: 500 Millionen Menschen sollen bis 2030 von Hunger und Mangelern\u00e4hrung befreit werden \u2013 zusammen mit Ma\u00dfnahmen zur Erreichung des zweiten UN-Ziels f\u00fcr nachhaltige Entwicklung. Die G7 sollen zudem finanzielle Zusagen machen, um einerseits langfristige Programme zur landwirtschaftlichen Entwicklung, Ern\u00e4hrungssicherheit und zu dem Kampf gegen Mangelern\u00e4hrung zu f\u00f6rdern und andererseits kurzfristige humanit\u00e4re Hilfe zu leisten, um die aktuellen Nahrungsmittelkrisen, insbesondere die Hungersnot in S\u00fcd-Sudan und die bedrohliche Situation in Somalia, Nordost-Nigeria und Jemen, zu bew\u00e4ltigen.<\/li>\n<li><strong>Migration: <\/strong>ONE fordert die G7 auf, anzuerkennen, dass Migration ein Ph\u00e4nomen ist, dass haupts\u00e4chlich Entwicklungsl\u00e4nder betrifft. Dort befinden sich 95 Prozent aller Fl\u00fcchtlinge weltweit. Die G7 stehen in der Verantwortung, Afrika durch Investitionen in Herkunfts-, Transit- und Ziell\u00e4nder, zu unterst\u00fctzen, um grundlegende soziale Bed\u00fcrfnisse zu garantieren, inklusives Wachstum voranzutreiben und wirtschaftliche Perspektiven und Stabilit\u00e4t zu f\u00f6rdern. Zugleich sollen die Staats- und Regierungschefs der G7 ihr Bekenntnis zu dem Ziel erneuern, 0,7 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung f\u00fcr Entwicklungshilfe aufzuwenden, insbesondere f\u00fcr die am wenigsten entwickelten L\u00e4nder (LDCs \u2013 <strong>L<\/strong>east <strong>D<\/strong>eveloped <strong>C<\/strong>ountries).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>ONE ist vor Ort in Taormina. Friederike R\u00f6der steht f\u00fcr Einsch\u00e4tzungen und Interviews <\/strong>(auf Deutsch, Englisch und Franz\u00f6sisch)<strong> bereit. <\/strong><\/p>\n<p><strong>ONE <\/strong>ist eine entwicklungspolitische Lobby- und Kampagnenorganisation zur Bek\u00e4mpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten, insbesondere in Afrika. Im Dialog mit der \u00d6ffentlichkeit und politischen Entscheidern setzt sich ONE f\u00fcr kluge und effektive Politikans\u00e4tze und Programme ein, um Aids und vermeidbare Krankheiten zu bek\u00e4mpfen, Investitionen in Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung zu erh\u00f6hen und mehr Transparenz in Armutsbek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen zu schaffen. Rund 8 Millionen Menschen unterst\u00fctzen die \u00fcberparteiliche Arbeit von ONE mit ihrer Stimme.<\/p>\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annabel Hervieu <\/strong>(durchgehend vor Ort; auf Englisch): + 33 6 31 22 89 68; <a href=\"mailto:annabel.hervieu@one.org\">annabel.hervieu@one.org<\/a><\/p>\n<p><strong>Karoline Lerche\u00a0<\/strong>: 030\/319 891 576\u00a0; 0173\/249 00 94, <a href=\"mailto:karoline.lerche@one.org\">karoline.lerche@one.org<\/a><\/p>\n<p><strong>Scherwin Saedi: <\/strong>030\/319 891 578, 0152\/0377 14 29; <a href=\"mailto:scherwin.saedi@one.org\">scherwin.saedi@one.org<\/a><\/p>\n<div class=\"buffer\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor dem G7-Gipfel in Taormina, dem Treffen der sieben gr\u00f6\u00dften Industriestaaten, ruft die entwicklungspolitische Kampagnenorganisation ONE die Staats- und Regierungsoberh\u00e4upter zur Zusammenarbeit mit Afrika auf. 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