Finanzen


ONE besteht aus zwei eigenständigen gemeinnützigen Organisationen.

  • ONE Campaign ist eine überparteiliche 501(c)(3) Organisation (NGO), die die Öffentlichkeit über die Krise der extremen Armut aufklärt und das Bewusstsein schafft, das durch lebensrettende Programme Fortschritte im Kampf gegen die extreme Armut gemacht werden. (RED) ist ein Organ der ONE Campaign und Partner mit einigen der weltweit bekanntesten Marken wie Apple, Bank of America, Beats von Dre und Belvedere, die dazu beitragen bis zu 50% der Gewinne von (RED)-beworbenen Waren und Dienstleistungen zum Globalen Fonds beizusteuern.
  • ONE Action ist eine überparteiliche Organisation, die die Gesetzgeber dazu auffordert, intelligente, wirksame politische Inhalte und Programme zu untützen, die Leben retten, Kinder bilden und denen helfen, die in den ärmsten Ländern der Welt leben, aus ihrer Armut herauszukommen.

Jedes Jahr fertigt ONE ein Dokument 990 (siehe unten) für ONE Campaign und ONE Action an. Es ist die jährliche Berichterstattung, welche steuerbefreite Organisationen beim US Internal Revenue Service abgeben müssen. Die Berichterstattung informiert über die Mission, die Programme und die Finanzen. Das letzte Dokument ist 2015. Weil das Dokument 990 sehr komplex ist, haben wir zusätzliche Analysen zur Verfügung gestellt.

Formular 990 für The ONE Campaign herunterladen (PDF)

Formular 990 für ONE Action herunterladen (PDF)

Finanzbericht für 2016: The ONE Campaign

Die Ausgaben von The ONE Campaign beliefen sich im Jahr 2016 auf $35,9 Millionen. Die Finanzdaten von The ONE Campaign werden jedes Jahr geprüft. Das nachstehende Diagramm zeigt, auf welche Aktivitäten sich unsere Ausgaben verteilen:

81,9 % für die Programmarbeit von The ONE Campaign

82 % seines Budgets gab The ONE Campaign dafür aus, die Öffentlichkeit für das Thema Armutsbekämpfung zu sensibilisieren und die politischen Entscheidungsträger*innen dabei zu unterstützen, intelligente und wirksame politische Inhalte und Programme zu fördern, die das Leben von Millionen von Menschen in den ärmsten Teilen der Welt retten. Wir versuchen, so viel wie möglich von unserem Budget in diese Arbeit zu investieren, mit der wir direkten Einfluss ausüben.

15,0 % Management- und Verwaltungskosten

Bei einer weltweit agierenden Organisation mit sieben Büros in sechs Ländern fällt auch Management- und Verwaltungsarbeit an. ONE ist jedoch bestrebt, diese Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Sie umfassen die Gehälter für unsere Mitarbeiter*innen, Rechts-, Buchhaltungs- und Bankkosten, anteilige Fixkosten wie Büromiete sowie IT-, Telefon- und Website-Kosten.

3,1 % Fundraising-Kosten

The ONE Campaign wird gefördert von einer Kombination aus Stiftungen, einzelnen Philanthrop*innen und Unternehmen. Dank der Großzügigkeit unserer Spender*innen benötigt ONE keine Finanzmittel von der breiten Öffentlichkeit und kann seine Fundraising-Kosten niedrig halten. Die Kosten hierfür umfassen die Verwaltung von Förderanträgen und die Entwicklung und Pflege von Beziehungen zu Spender*innen.

Programmkosten: The ONE Campaign

Das nachstehende Diagramm zeigt die Aufteilung der Programmkosten von The ONE Campaign im Jahr 2016:

Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit in den USA: $9.089.479 (mit Zuschüssen in Höhe von $2.399.059)

The ONE Campaign setzte ihre Arbeit fort, um die Öffentlichkeit, die Medien und die politischen Entscheidungsträger*innen in den USA und Kanada über die Bedeutung der öffentlichen Entwicklungshilfe und der internationalen Programme zur Bekämpfung von Krankheiten wie HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria sowie Hunger und Hungersnot in Entwicklungsländern aufzuklären und zu sensibilisieren. Auf der im September abgehaltenen Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds sagten die Geber*innen dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria $13 Milliarden zu. Das ist die größte multilaterale Zusage für die Weltgesundheit in der Geschichte und entspricht einem Zuwachs von fast $1 Milliarde gegenüber dem vorherigen Zyklus. Zu diesem Erfolg trugen viele Partner*innen in aller Welt bei. ONE war Teil eines kleinen Teams – zusammen mit der Gates Foundation, der kanadischen Regierung sowie dem Globalen Fonds selbst –, das für die Strategie und die Lobbyarbeit verantwortlich zeichnete.

In Kanada führten wir erfolgreich eine Öffentlichkeitskampagne für die Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds, bauten ein neues landesweites Aktivistennetzwerk auf und legten die Grundlagen dafür, dass Premierminister Trudeau 2017 umfangreiche Zusagen machte. Die Zahl der kanadischen Unterstützer*innen von ONE wuchs 2016 um mehr als 30 %. Grund dafür war vor allem die ausführliche Berichterstattung in den Medien und das beispielhafte Engagement der Mitglieder.

Im Bestreben, Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger*innen für die Bedeutung des Entwicklungshilfehaushalts der USA unter dem neu gewählten Präsidenten Trump zu sensibilisieren, startete ONE 2016 sein auf Angehörige von Glaubensgemeinschaften ausgerichtetes Programm. Im Rahmen dessen zeigten wir starke Präsenz auf religiösen Veranstaltungen wie z. B. Together 2016 (mehr als 150.000 Besucher*innen). Zudem traten wir bei Events in Andachtsstätten im ganzen Land auf und kooperierten mit Seacoast, einer bekannten Großkirche im Süden. Wir erstellten Material, um unsere im Glauben verankerten Unterstützer*innen in Bezug auf den Schutz des Entwicklungshilfehaushalts zu schulen und zu sensibilisieren und erarbeiteten ein Strategiepapier zur Bedeutung der Glaubensgemeinschaften in den USA.

Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Europa: $7.074.481 (mit Zuschüssen in Höhe von $521.364)

Auch in Europa, insbesondere in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Italien, Schweden und den Institutionen der Europäischen Union, vertiefte The ONE Campaign das öffentliche Bewusstsein und Engagement für die Bekämpfung der extremen Armut und tödlicher Krankheiten. Zudem führte ONE Sensibilisierungskampagnen und öffentliche Mobilisierungsbemühungen in Irland und Australien durch.

Zu Beginn des Jahres mehrten sich beunruhigende Anzeichen dafür, dass viele europäische Regierungen planen, die Kosten für die an ihren Grenzen eintreffenden Flüchtlinge aus dem Entwicklungshilfehaushalt abzuzweigen. In Reaktion darauf starteten wir gemeinsam mit mehreren NROs wie Global Citizen, Oxfam und Save the Children eine – von mehr als 115.000 Menschen unterstützte – Kampagne, in der wir den Staats- und Regierungsverantwortlichen der europäischen Staaten klarmachten, dass sich der Bedarf der Flüchtlinge im eigenen Land auch decken lässt, ohne dafür die langfristige Entwicklung für die Ärmsten der Welt zu opfern. Die gemeinsame Kampagne schuf in ganz Europa Bewusstsein für diese Frage. Einer der Erfolge der Kampagne war, dass Schweden den Anteil des Entwicklungshilfehaushalts reduzierte, der für die Deckung der Inlandsflüchtlingskosten verwendet werden sollte.

Im Vorfeld des Londoner Anti-Korruptionsgipfels im Mai 2016 machten wir uns mit Kampagnen auf drei Kontinenten für unsere Transparenzziele stark – mit Fokus auf einem fünf Punkte umfassenden Fair Play Standard. Auf dem Gipfel kündigte Frankreich die Einrichtung neuer öffentlicher Register für Unternehmen und Stiftungen an. Die britische Regierung machte neue politische Zusagen, die einen Teil unserer Forderungen aufgriffen. Dazu gehörte die Einführung eines öffentlichen Registers zur Erfassung der wirtschaftlich Begünstigten von Liegenschaften im Vereinigten Königreich. Mehr als 55.000 Unterstützer*innen von ONE beteiligten sich an den Aktionen der Kampagne. Darüber hinaus leisteten wir Beiträge für den Weltgipfel „Open Government Partnership“ in Paris.

Im Rahmen unserer sich über ganz Europa erstreckenden „Armut ist sexistisch“-Kampagne übergaben wir dem deutschen Bundestag unseren „Armut ist sexistisch“-Bericht. Zudem organisierten wir eine Podiumsveranstaltung auf dem Women of the World Festival in London und starteten in Paris eine Kampagne mit Jugendbotschafter*innen, Prominenten und dem Entwicklungsminister André Vallini.

2016 weiteten wir unser Jugendbotschafter*innen-Programm aus, indem wir mehr als 300 ehrenamtliche Aktivist*innen aus sieben europäischen Ländern gewannen. Auf dem ONE-Gipfel in Paris organisierten wir ein Treffen dieser Jugendbotschafter*innen, an dem auch ONE-Aktivist*innen aus Nigeria teilnahmen. Im Verlauf des Jahres trugen sie dazu bei, die Ziele für den Globalen Fonds höher zu stecken. Dazu trafen sie u. a. Bill Gates bei einem Empfang von ONE und (RED) in Rom im Vorfeld der Wiederauffüllungskonferenz. Zudem kämpften sie gegen Streichungen in den Entwicklungshilfehaushalten von Frankreich und der EU.

(RED): $5.912.812

2016 erwirtschaftete (RED) über Partnerschaften mit privatwirtschaftlichen Unternehmen wie Apple, Bank of America, The Coca-Cola Company, Beats by Dr. Dre, Belvedere und vielen mehr insgesamt $108 Millionen für den Globalen Fonds für die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (der „Globale Fonds“).

Im Verlauf des Jahres stießen sieben neue Partner-Unternehmen aus dem privaten Sektor zur (RED)-Initiative: Salesforce, NetJets, Piaggio, Lokai, Billecart-Salmon, Ergo Depot und S’well.

Im Juni 2016 forderte (RED) die kulinarische Welt zum dritten Mal in Folge auf, im Rahmen der Kampagne EAT (RED) SAVE LIVES einen Beitrag zur Aids-Bekämpfung zu leisten. Mit Starkoch Mario Batali als Schirmherr startete die Kampagne mit einer (RED)-Abendveranstaltung für 600 Gäste, die von zehn renommierten Köch*innen wie Anthony Bourdain, Tom Douglass und Nancy Silverton bekocht wurden. Während des gesamten Monats boten Restaurants und Bars in aller Welt ihren Gästen im Rahmen von Sonderveranstaltungen die Chance, einen Beitrag für den Kampf gegen Aids zu leisten.

In Unterstützung des Welt-Aids-Tages bot der zweite jährliche (RED) Shopathon jede Menge Shopping-Spektakel für die Vorweihnachtszeit. So setzte (RED) beispielsweise als Gewinn eine Reihe von Erlebnissen mit einigen der begehrtesten Starts auf Omaze aus und bot die Möglichkeit, mehr als 200 Produkte zu kaufen, die etwas „zurückzahlen“. Die Kampagne erwirtschaftete $69 Millionen für den Globalen Fonds. Inbegriffen darin sind mehrere Beiträge der Bill & Melinda Gates Foundation, mit denen die Stiftung die eingenommenen Beträge verdoppelte. Zudem erzeugte der (RED) Shopathon ein neues Bewusstsein für das Thema Aids. Zu den Höhepunkten zählten die Jimmy Kimmel Show, die sich zum Start der Kampagne ganz in (RED) zeigte, ein spezielles (RED)-„Infomercial“ mit der Hollywood-Schauspielerin Robin Wright und zehn gewinnbare Erlebnisse auf Omaze.com mit Starts wie U2, DJ Khaled, James Corden, Julia Roberts und Neil Patrick Harris.

Politische Forschung und Analysen zur Verwendung von Hilfsgeldern, Landwirtschaft, Aids, Transparenz und den Millennium-Entwicklungszielen: $3.682.027

The ONE Campaign veröffentlichte 2016 vier Berichte, beginnend mit dem zweiten „Armut ist sexistisch“-Bericht. Drei Berichte wurden im Rahmen unserer „DATA Bericht“-Reihe veröffentlicht. Thema dieser Berichte war die Notwendigkeit einer umfassenderen und besseren Hilfe zur Bekämpfung der extremen Armut: Im ersten Bericht „Stabilität finanzieren“ forderten wir eine Ausweitung der humanitären Hilfe. Im zweiten Bericht, dem DATA Bericht für Afrika, ging es um die Gesundheitsausgaben in Afrika. Der dritte Bericht war unser traditioneller DATA Bericht, in dem wir die Umsetzung der ODA-Zusagen der Geberländer analysieren. Zudem gaben wir einen Bericht mit dem Titel „Stuck in Neutral“ heraus, in dem wir die Antwort der Weltgemeinschaft auf HIV/Aids untersuchten, um herauszufinden, welche Fortschritte es im Kampf HIV gibt.

Ferner beteiligten wir uns an politischen Debatten rund um die Zunahme der Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent und erarbeiteten Analysen zur Frage, wie Sicherheit und Entwicklung im Verbund zum Kampf gegen Armut beitragen können.

ONE auf dem afrikanischen Kontinent: $3.651.775 (einschließlich Zuschüsse in Höhe von $2.623.324)

The ONE Campaign unterhält ihr Afrika-Büro in Johannesburg, Südafrika. Dort erhöhte sie ihre Personalstärke und baute die Beziehungen zu wichtigen afrikanischen und internationalen Zivilgesellschaftspartner*innen, politischen Entscheidungsträger*innen und einflussreichen Personen aus, um die extreme Armut zu bekämpfen. Im Mittelpunkt der Arbeit von The ONE Campaign in 2016 standen eine Gesundheitskampagne in Nigeria, eine Landwirtschaftskampagne im französischsprachigen Afrika und die Einbeziehung der Afrikanischen Union zur Umsetzung unserer zentralen Themen: Aufstockung der Investitionen in Gesundheit und Landwirtschaft sowie Transparenz- und Rechenschaftspflichtsysteme und -prozesse für den staatlichen Haushalts- und Auftragsvergabeprozess.

Nigeria

Im Januar 2016 starteten wir in Abuja mit Erfolg das Nigeria Champions-Programm. Wir warben insgesamt 23 „Champions“ an, die wir für die Teilhabe am politischen Leben in Nigeria schulten. Das Champions-Programm bildete einen Teil unserer Mitglieder*innen-Einbeziehungsstrategie und die Champions spielten eine zentrale Rolle bei der Unterstützung unserer Kampagnen auf bundesstaatlicher und Landesebene. Im April starteten wir unsere Gesundheitskampagne „Make Naija Stronger“ (MNS). Zur Ausweitung der Kampagne in Kooperation mit der Dangote Foundation reisten wir in die Stadt Maiduguri im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias, wo wir Lager für Binnenvertriebene besuchten. Bei hochrangigen Treffen mit dem nigerianischen Vizepräsidenten, Professor Yemi Osinbajo, und dem Stabschef des Präsidenten, Abba Kyari, leisteten wir Aufklärungsarbeit auf höchster staatlicher Ebene.

In Kooperation mit 76 CSOs im Gesundheitssektor beteiligte sich ONE an der Erarbeitung eines Schatten-Gesundheitshaushalts und einer mittelfristigen Strategie für den Gesundheitssektor. Diese dienten dann als Grundlage für eine Erklärung, die von allen Mitgliedern des Bündnisses unterzeichnet wurde. Die Erklärung wurde allen relevanten staatlichen Stellen in Nigeria vorgestellt. Im Rahmen der MNS-Kampagne entstanden zwei kreative Materialien für die Kampagnenarbeit: ein Spot mit dem Titel „I am In… To Make Naija Stronger“ und ein kurzer Dokumentarfilm zur Gesundheitslage in Nigeria. Für den Spot konnten wir acht bekannte nigerianische Künstler*innen gewinnen: Waje, Toolz, Hon. Desmond Elliot, Falz, Yemi Alade, Basketmouth, Kate Henshaw und Ali Nuhu. Zudem nutzten wir eine Reihe wichtiger Veranstaltungen für die Mitglieder*innenwerbung.

Landwirtschaft im französischsprachigen Afrika

Die französischsprachigen Vertreter*innen von ONE gründeten die Continental Non State Actors Coalition (CNC) zur Überwachung des Comprehensive African Agriculture Development Plan (CAADP). Seit die Afrikanische Union im März 2015 auf dem 11. CAADP Partners Platform Meeting in Johannesburg den CAADP verabschiedete, beteiligt sich das Bündnis auf nationaler, regionaler und kontinentaler Ebene aktiv am CAADP-Umsetzungsprozess. CNC ist eine Plattform, die nichtstaatliche Akteur*innen (Bäuer*innen-, Viehzüchter*innen- und Fischereiverbände sowie Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Kleinbäuer*innen, Jugendliche, Medien, den privaten Sektor und Wissenschaftsverbände) aus ganz Afrika zusammenbringt. ONE nahm an den Treffen und zweiwöchentlichen Aufrufen des CNC teil, Möglichkeiten der Beteiligung an CNC-Initiativen zu sondieren. ONE förderte die Veröffentlichung der Analyse der Umsetzung des Comprehensive Africa Agricultural Development Programme (CAADP) im Senegal. Inzwischen wird sie als wichtigstes Instrument für die Überwachung des Fortschritts der Agrarreform im Senegal und in ganz Afrika genutzt. Diese Publikation ist die erste Analyse, die von CSOs zum Thema CAADP durchgeführt wurde. Das machte die ONE Campaign zur führenden Kraft bei der Schaffung der Voraussetzung für die datengestützte CSO-Lobbyarbeit in Bezug auf CAADP.

Einbeziehung der Afrikanischen Union (AU)

In Kooperation mit der AU ergriff ONE die sich auf den verschiedenen technischen und hochrangigen AU-Foren bietende Chance, die afrikanischen Staaten aufzurufen, das richtungsweisende Framework zur Beendigung von Aids, Tuberkulose und Malaria in Afrika bis 2030 zu übernehmen. Das schloss einen an die afrikanischen Staaten gerichteten Aufruf zur Unterstützung des Globalen Fonds ein. Auf dem im Juli in Kigali abgehaltenen Gipfel der Afrikanischen Union wurden all unsere Empfehlungen im Framework ohne Änderungen übernommen. Darüber hinaus nahm ONE an einer hochrangigen AU-Veranstaltung teil, die unter dem Motto „Ending AIDS by 2030“ auf der International AIDS Conference (IAC) stattfand. Dort wurde das Framework diskutiert und ONE rief die afrikanische Politik auf, ihre finanziellen Zusagen für den Kampf gegen HIV/Aids aufzustocken und die Vereinbarung von Abuja umzusetzen.

Finanzbericht für 2016: ONE Action

Die Ausgaben von ONE Action beliefen sich im Jahr 2016 auf $3,77 Millionen. Die Finanzdaten von ONE Action werden jedes Jahr geprüft. Das nachstehende Diagramm zeigt, auf welche Aktivitäten sich unsere Ausgaben verteilen:

Lobbyarbeit in den USA und Europa: $3.161.148

Die Lobby-Arbeit von ONE Action hat großen Anteil daran, die Politik davon zu überzeugen, die Mittel für einige der Kernanliegen von ONE Action nicht zu kürzen oder sogar aufzustocken. Unterstützer*innen von ONE Action sind hochengagierte Aktivist*innen, die bei den großen Kampagnen von ONE Action wertvolle Unterstützung leisteten.

USA

Lobbyarbeit: Die Lobbyarbeit von ONE ist weiterhin entscheidend dafür, die US-Legislative davon zu überzeugen, die Mittel für einige unserer Kernanliegen nicht zu kürzen oder sogar aufzustocken. In den USA hatten wir 2016 große Erfolge zu verzeichnen, darunter die Verabschiedung vier wichtiger Gesetze: das Gesetz zur Förderung der Elektrifizierung Afrikas (Electrify Africa Act), Artikel 1504 des Dodd-Frank-Gesetzes, das Gesetz über die weltweite Ernährungssicherung (Global Food and Security Act) und das Gesetz über Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Auslandshilfe (Foreign Aid Transparency and Accountability Act).

Im Februar kam unsere mehrjährige Kampagne für den Electrify Africa Act zu einem erfolgreichen Abschluss, als Präsident Obama das Gesetz unterzeichnete, das dafür sorgen soll, dass 50 Millionen Menschen in afrikanischen Ländern südlich der Sahara erstmalig Zugang zu elektrischem Strom haben. ONE-Unterstützer verfassten tausende von Briefe und Tweets, riefen Politiker an, unterzeichneten Petitionen und trafen sich hundertfach mit ihren Vertreter*innen im Kongress.

Im Juni verabschiedete die SEC eine endgültige Regelung zur Umsetzung von Artikel 1504 des Dodd-Frank Acts. Zusammen mit hunderten von Briefen von ONE-Unterstützer*innen legten ONE und Oxfam America der SEC eine gemeinsame Petition mit tausenden von Unterschriften vor. Darüber hinaus zitierte die SEC mehr als 100 Mal wichtige politische Empfehlungen von ONE.

Zusammen mit einem kleinen Team aus NRO-Partner*innen (darunter CARE, Interaction und Bread) spielte ONE eine zentrale Rolle bei der Verabschiedung des Global Food and Security Act (GFSA) im Juli. ONE-Unterstützer*innen tätigten tausende von Anrufen und hielten hunderte von Treffen ab, um dafür zu sorgen, dass die USA auf den Erfolgen bisheriger Bemühungen zur Verbesserung der weltweiten Ernährungssicherung aufbaut.

Darüber hinaus spielte das GR-Team von ONE eine führende Rolle bei der Verabschiedung des Foreign Aid Transparency and Accountability Act – ein Gesetz, das die Überwachung und Evaluierung von Auslandshilfe verbessert.

ONE Vote 16: ONE Vote 16 war eine Kampagne, mit der wir Kandidat*innen politische Zusagen abringen, die Beziehungen zu zukünftigen Führungskräften pflegen und die breite Unterstützung für das Thema internationale Entwicklung demonstrieren wollten. Der ONE Vote Caravan mit einem Virtual Reality-Angebot und einer aufblasbaren Hüpfburg in Form des Weißen Hauses legte an die 10.000 Kilometer zurück und hielt in 17 Bundesstaaten, um an 27 Veranstaltungen teilzunehmen. Bei unserer Arbeit kombinierten wir den Aufbau von Beziehungen auf hochrangiger Ebene mit Öffentlichkeitsarbeit in Form von Kampagnen. Dazu mobilisierten wir u. a. 120 Freiwillige, die von tausenden von Unterstützer*innen Unterschriften für die ONE Vote-Petition sammelten, in der wir Kandidaten aufforderten, vor ihrem Einzug ins Weiße Haus einen Plan zur Beendigung der extremen Armut zu entwickeln. Während des Wahlkampfes wandten sich unsere Unterstützer*innen tausende Male an die Trump-Kampagne. Anfänglich lag der Schwerpunkt von ONE Vote 16 auf den Präsidentschaftswahlen. Im Zuge der Kampagne bauten wir jedoch auch Beziehungen zu erfolgreichen Kandidat*innen für den Kongress auf.

Während der Vorwahlen starteten wir eine Grassroots-Kampagne (Ansprechen von mehr als 100 Kandidat*innen und Video-Statements von Kandidat*innen). Und im Vorfeld der Parteitage organisierten wir 11 Veranstaltungen, die sich über zwei Wochen erstreckten und den Kongress, NROs und neue ONE-Unterstützer*innen einbezogen.

Kanada

Lobbyarbeit: In Kanada knüpften wir Beziehungen zu hochrangigen Vertreter*innen der Trudeau-Regierung und Parlamentsabgeordneten. Insbesondere bahnten wir den Kontakt zwischen dem Büro des Premierministers und hochrangigen Vertreter*innen des Entwicklungssektors an, gewannen den Premierminister als wichtigen globalen Sprecher für „Poverty is Sexist“ und unterstützen eine erfolgreiche Kampagne zur Wiederauffüllung des Globalen Fonds.

Europa

Die europäischen Geber sagten dem Globalen Fonds $6 Milliarden zu. Das umfasst u. a. eine Aufstockung der Zusage der Europäischen Kommission gegenüber der Zusage für 2014–16 um 27 %. Mittels Lobbyarbeit erreichte ONE zusammen mit Partner*innen, dass Italien seine Zusage um 40 % aufstockte, Frankreich und Schweden ihr Ausgabenniveau von 2014–16 hielten, Deutschland seine Zusage um 33 % aufstockte (die erste Erhöhung des deutschen Beitrags seit zehn Jahren), Australien seinen Beitrag um 10 % erhöhte – vor dem Hintergrund einer Kürzung des Gesamthaushalts für Entwicklungszusammenarbeit – und die Niederlande ihre ursprüngliche Zusage um €10 Millionen aufstockte.

Im Vorfeld der irischen Parlamentswahlen starteten wir eine ONE Vote Ireland-Kampagne, in der wir die Kandidat*innen aufforderten, Zusagen in Bezug auf die Beendigung von extremer Armut, Mangelernährung und vermeidbaren Krankheiten in Afrika zu machen. Sie sollten dafür Sorge tragen, dass der Großteil der irischen Hilfsgelder in die Länder fließt, die am wenigsten erhalten, und dass im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit Frauen und Mädchen stehen. ONE-Unterstützer*innen unterzeichneten unsere Petition, die Kandidat*innen aufrief, diese Zusagen zu machen. Und irische Jugendbotschafter*innen konfrontierten ihre Vertreter*innen nach der Wahl mit ihrem Versprechen.

Gegen Ende des Jahres begannen wir mit der Vorbereitung von Plänen für Kampagnen und Lobbyarbeit für die 2017 stattfindenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

13,7 % Management- und Verwaltungskosten

Die Management- und Verwaltungskosten umfassen die Gehälter für unsere Mitarbeiter*innen, Rechts-, Buchhaltungs- und Bankkosten sowie anteilige Fixkosten wie Büromiete, IT-, Telefon- und Website-Kosten.

2,4 % Fundraising-Kosten

ONE Action wird von The ONE Campaign und einzelnen Wohltäter*innen finanziert. Dank der Großzügigkeit seiner Spender*innen benötigt ONE keine Finanzmittel von der breiten Öffentlichkeit und kann seine Fundraising-Kosten niedrig halten.


Spender*innen

ONE und (RED) werden gefördert von einer Kombination aus Stiftungen, einzelnen Philanthrop*innen und Unternehmen. Wir benötigen keine Finanzmittel von der breiten Öffentlichkeit und erhalten keinerlei staatliche Mittel. Nachstehend sind unsere Unterstützer*innen aufgelistet, die unsere Arbeit seit Januar 2016 mit einer großzügigen Spende von mindestens $25.000 finanzierten. Einige unserer Spender*innen baten uns um Vertraulichkeit. Dieser Bitte kommen wir natürlich nach. Die anonymen Spenden machen weniger als 1 Prozent unserer Zuwendungen aus.

Alex and Ani
America Movil
Ann and John Doerr
Anonymous
Anonymous Fund of MCF
Bank of America
Bill and Melinda Gates Foundation
Bloomberg Philanthropies
Bono
Cargill
Caterpillar Foundation
Cindy and Ryan Beedie
Dangote Foundation
DEMDACO
Denis O’Brien
Fossil
George Lucas Family Foundation
Google
Iger Bay Foundation
Lauran and Myrna Bromley
Litowitz Family Foundation
Lynne and Marc Benioff
Marilyn and Jeffrey Katzenberg
MARS, Incorporated
Mary Ann and Mark Kaufman
Natallie and Amar Doman
New Venture Fund
Omidyar Network
Open Society Foundations
Open Society Policy Center
Paddy McKillen
Robert Kraft, New England Patriots Foundation
Ronald O. Perelman
Sheridan Family Charitable Fund
Sherwood Foundation
Sheryl Sandberg
Skoll Foundation
The Bromley Foundation
The Columbus Foundation
The David Geffen Foundation
The Parker Foundation
Theresia Gouw and Matthew McIntyre
Tom Freston
Trott Family Foundation
William and Flora Hewlett Foundation
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