ONE vor G7-Gipfel: Ärmste Länder dürfen beim internationalen Krisenmanagement nicht vergessen werden

ONE fordert Bekenntnis zu Investitionen in globale Entwicklung und mehr Transparenz

Berlin, 3. Juni 2014. Vor dem am 4. und 5. Juni in Brüssel stattfindenden G7 Gipfel fordert die entwicklungspolitische Organisation ONE die Staats- und Regierungschefs der führenden sieben Wirtschaftsnationen auf, trotz aktueller Herausforderungen ihre Versprechen an die ärmsten Länder nicht zu vergessen. Die G7-Staaten müssen sich auf einen entwicklungspolitischen Fahrplan einigen, der mehr Transparenz sowie Investitionen vor allem in Gesundheit und Landwirtschaft vorsieht. ONE wertet die Zusammenkunft in Brüssel trotz der aktuellen Herausforderungen als starkes Zeichen an die internationale Gemeinschaft hinsichtlich der Bedeutung der G7. 2015 wird Deutschland den Gipfel ausrichten. Daher sollte die Bundesregierung bereits jetzt starke entwicklungspolitische Ansagen machen.  

Andreas Hübers, Politischer Referent von ONE Deutschland, sagt: „Dass der G7-Gipfel auch in diesem Jahr stattfindet, zeigt die hohe Bedeutung, die dem Gremium zugemessen wird. Es ist den führenden Wirtschaftsnationen wichtig, gemeinsam zu internationalen Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu kommen. Wenn sie jetzt zusammenkommen, sollten sie sich daran erinnern, dass extreme Armut direkt zu Konflikt und Instabilität beiträgt. Die Situation in Nigeria und andernorts ist letztlich auch Nebenprodukt von Armut, Korruption und vernachlässigten oder gänzlich fehlenden fundamentalen Grundrechten.“

Hübers sagt weiter: „Die G7-Staaten können nicht alle Probleme auf der Welt lösen, für einige können sie aber vielversprechende Lösungsansätze bieten – dies sind namentlich mehr Korruptionsbekämpfung und die Beschleunigung von Entwicklungsfortschritten. Mit intelligenten Investitionen in Landwirtschaft, Impfungen und in Korruptionsbekämpfung können Millionen Leben verbessert werden.“

Der G8-Gipfel in Lough Erne 2013 stand im Zeichen der Transparenz. Auf dieser Grundlage aufbauend sollten alle beteiligten Staaten ein öffentlich zugängliches Register über die wahren Eigentümer von Unternehmen und Trusts einführen. Mit diesem einfachen Mittel im Kampf gegen Scheinfirmen könnten Industrie- wie Entwicklungsländern Summen in Milliardenhöhe im Land halten, die andernfalls abgeflossen wären. Arme Länder könnten dies in die Entwicklung von Infrastruktur, Gesundheit und Landwirtschaft investieren.

ÜBER ONE

ONE ist eine von U2-Leadsänger Bono gegründete Lobby- und Kampagnenorganisation zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten insbesondere in Afrika. Im Dialog mit der Öffentlichkeit und politischen Entscheidern setzen wir uns für kluge und effektive Politikansätze und Programme ein, die Leben retten, armen Kindern eine Schulbildung ermöglichen und Zukunftsperspektiven verbessern. Über 4 Millionen Menschen unterstützen diese Arbeit mit ihrer Stimme. ONE arbeitet überparteilich und steht im engen Austausch mit afrikanischen Aktivisten und Entscheidern.

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Ansprechpartner zum G7-Gipfel bei ONE in Berlin: Andreas Hübers, Tel.: 030-319 891 570, [email protected]

Ansprechpartner vor Ort in Brüssel: Friederike Röder, Direktorin ONE Frankreich, Tel.: +33 7 86 05 84 78

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