Neuer ONE-Bericht: Armut ist sexistisch

 

Armut ist sexistisch

Kampagnenstart von #MUT2015 am Weltfrauentag u.a. mit Maria Furtwängler, Gesine Schwan und der vierfachen Boxweltmeisterin Cecilia Brækhus

Berlin, 08. März 2015. Anlässlich des Weltfrauentags 2015 und zum Start ihrer G7-Kampagne #MUT2015 veröffentlicht die entwicklungspolitische Organisation ONE den Bericht „Armut ist sexistisch. Warum im Kampf gegen extreme Armut Frauen und Mädchen im Mittelpunkt stehen müssen“. Der Bericht zeigt, dass Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen am stärksten von extremer Armut betroffen sind. Das wirtschaftliche Potential von Frauen ist riesig, liegt aber in vielen Teilen der Welt brach. Würde die Benachteiligung von Frauen beendet werden, das so genannte „Gender Gap“ also geschlossen, könnten Frauen massiv zur Armutsbekämpfung beitragen.

Armut und Geschlechterungleichheit gehen Hand in Hand. Frauen und Mädchen in armen Ländern geht es nicht nur schlechter als Frauen in reicheren Ländern, auch das „Gender Gap“ ist in den ärmsten Ländern am größten. Frauen dort sind somit doppelt gestraft. Konkret heißt das:

  • Eine Frau in Sierra Leone hat ein 157 Mal so großes Risiko bei der Geburt zu sterben als in Deutschland.
  • In afrikanischen Ländern südlich der Sahara arbeiten 86 Prozent der erwerbstätigen Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Bei den Männern sind es nur 70 Prozent.
  • In den ärmsten Ländern liegen die Alphabetisierungsraten von Frauen um ein Drittel niedriger als bei Männern.

Die ONE-Kampagne #MUT2015 wird am Weltfrauentag mit 50 ONE-Jugendbotschaftern, Dr. Maria Furtwängler, Prof. Dr. Gesine Schwan, der vierfachen Boxweltmeisterin Cecilia Brækhus und Elisabeth Kaneza, der Gründerin der Kaneza Initiative für interkulturellen Dialog, im Berliner Glashaus gestartet. Die Kampagne fordert Angela Merkel als G7-Gastgeberin auf, Mut bei der Durchsetzung von dringend notwendigen Entscheidungen zu beweisen und die globale Armutsbekämpfung zu einem Hauptthema des Gipfels zu machen. Dazu muss sie sicherstellen, dass der Kampf gegen extreme Armut ausreichend finanziert wird und dass sich die G7 für ambitionierte und messbare neue Entwicklungsziele im Kampf gegen extreme Armut, Hunger und Krankheiten einsetzt mit einem speziellen Fokus auf Frauen.

Tobias Kahler, Deutschland-Direktor von ONE, sagt: „Armut ist sexistisch. Frauen und Mädchen sind viel stärker von extremer Armut betroffen als Männer. Wir brauchen eine Frauenquote bei der Armutsbekämpfung. Die Stärkung von Frauen und Mädchen muss bei allen Initiativen im Mittelpunkt stehen, sonst können wir das Ende extremer Armut bis 2030 nicht erreichen. Die Bundeskanzlerin muss als G7-Gastgeberin dafür sorgen, dass alle Entwicklungsbemühungen ausreichend finanziert werden, dass die Ärmsten erreicht werden und vor allem, dass Frauen und Mädchen ihr volles Potential ausschöpfen können.“

Ab Sonntag, 8. März 2015, 00:00 Uhr, ist der Bericht auf www.one.org/mut2015 und hier online. Bis dahin unterliegt er einer Sperrfrist.

Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie hier: http://bit.ly/1ESULqQ

Die Einladung zum Kampagnenstart finden Sie hier: http://bit.ly/1ET5KRj

Fotos vom Kampagnenstart finden Sie am 8. März 2015 ab etwa 11.00 Uhr auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/one_deutschland

Über ONE

ONE ist eine von U2-Leadsänger Bono mitgegründete Lobby- und Kampagnenorganisation zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten insbesondere in Afrika. Im Dialog mit der Öffentlichkeit und politischen Entscheidern setzt sich ONE für kluge und effektive Politikansätze und Programme ein, die Leben retten, armen Kindern eine Schulbildung ermöglichen und Zukunftsperspektiven verbessern. Über 6 Millionen Menschen unterstützen diese Arbeit mit ihrer Stimme. ONE arbeitet überparteilich und steht im engen Austausch mit afrikanischen Aktivisten und Entscheidern. www.one.org

Mehr Informationen unter www.one.org oder folgen Sie uns auf Twitter: @ONEDeutschland #MUT2015

Pressekontakt ONE: Karoline Lerche, Tel.: 030-319 891 576, mobil 0173-24 90 094, [email protected]