Corona: Weltgemeinschaft verfehlt globales Impfziel deutlich

Ärmere Länder noch immer weit abgeschlagen bei Immunisierungen

Berlin, 21. September 2022. Anlässlich der gegenwärtig stattfindenden UN-Generalversammlung in New York zieht die Entwicklungsorganisation ONE Bilanz über die weltweite Corona-Impfkampagne. Vor genau einem Jahr hatte die Weltgemeinschaft sich in New York ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Innerhalb eines Jahres sollten in allen Ländereinkommensgruppen mindestens 70 Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft sein. Während reiche Länder dieses Ziel erreicht haben, liegen die Länder, die am stärksten von Armut betroffen sind, noch immer unter 20 Prozent. ONE fordert insbesondere die reichen Länder auf, hier deutlich mehr Unterstützung zu leisten und vor allem die Gesundheitssysteme der ärmeren Länder zu stärken, auch um künftige Pandemien zu verhindern. 

Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE Deutschland, sagt: „Coronas bester Freund heißt mangelnder politischer Wille. Anders lässt sich das Scheitern der Weltgemeinschaft nicht erklären, einen weltweit gerechten Zugang zu Impfstoffen zu ermöglichen. Die Politik hatte alle Werkzeuge in der Hand, der Pandemie das Genick zu brechen – und trotzdem gibt es im dritten Pandemie-Jahr noch immer Länder wie Kamerun, die Demokratische Republik Kongo oder Burundi, wo nicht einmal fünf Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Wer das auf Impfskepsis zurückführt, kennt die Fakten nicht.”

In seinem Covid-19 Tracker zeigt ONE, wie groß das globale Impfgefälle ist. Das wird insbesondere deutlich, wenn man das Einkommensniveau der Länder mit den Impfquoten vergleicht:

  • 19% der Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen haben 2 Dosen erhalten
  • 57% der Menschen in Ländern mit niedrigem mittlerem Einkommen haben 2 Dosen erhalten
  • 78% der Menschen in Ländern mit hohem mittlerem Einkommen haben 2 Dosen erhalten
  • 76% der Menschen in Ländern mit hohem Einkommen haben 2 Dosen erhalten

ONE fordert die Politik auf, aus den Fehlern zu lernen und eine bessere globale Gesundheitspolitik zu betreiben. Konkret heißt das, die Welt insgesamt besser auf künftige Pandemien vorzubereiten und die Gesundheitssysteme der ärmeren Länder gezielt zu unterstützen. Darüber hinaus müssen insbesondere die reichen Länder den ärmeren Ländern einen gerechten Zugang zu Impfstoffen ermöglichen, z.B. durch die Förderung regionaler Impfstoffproduktion.

Informationen für Journalist*innen:

  • Übersichtliche Datenvisualisierungen zum Thema finden Sie in ONEs Africa Covid-19 Tracker: https://bit.ly/3BtvAOl
  • Mythos Impfskepsis: Neuste Studien entkräften die Behauptung, die niedrige Impfquote in Afrika sei vor allem auf die sehr weit verbreitete Skepsis vor Impfungen zurückzuführen. Wissenschaftler*innen von Matahari Global Solutions haben in einer Studie mit 14 Länden des Globalen Südens festgestellt, dass die geringe Impfquote in erster Linie auf unvorhersehbare Impfstofflieferungen, fehlende antivirale Behandlungen und eine unzureichende Finanzierung der Gesundheitssysteme zurückzuführen sei. 90 Prozent der bis Dezember 2021 erhaltenen Impfstoffe seien verabreicht worden. Der britische Guardian hat die Ergebnisse gut aufbereitet: https://bit.ly/3qTwrTz


ONE 
ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf www.one.org.

Pressekontakt:
Scherwin Saedi
: 0152 / 03 77 14 29, [email protected]

 

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