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ONE fordert Kanzler Merz auf, mehr für Afrika zu tun

Berlin, 14. April 2026. Diese Woche bieten sich Bundeskanzler Friedrich Merz zwei Gelegenheiten, Deutschland als verlässlichen Partner Afrikas zu positionieren. Bei der Sudan-Konferenz, die am Mittwoch in Berlin stattfindet, sollte die Bundesregierung ein Zeichen setzen, die größte humanitäre Krise der Welt zu lindern und perspektivisch zu beenden. Bei der zeitgleich stattfindenden Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Washington, D.C., hat die Bundesregierung die Gelegenheit, sich für bessere Kapitalbedingungen Afrikas einzusetzen. Bereits heute empfängt Merz den Kommissions-Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Mahmoud Ali Youssouf, im Kanzleramt. 

Am Mittwoch findet in Berlin die dritte internationale Sudan-Konferenz statt, die die Bundesregierung gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der Europäischen und Afrikanischen Union ausrichtet. Kerezhi Sebany, ONEs Direktorin für wirtschaftliche Chancen in Afrika, sagt: „Der Krieg im Sudan hat bereits über 13,5 Millionen Menschen vertrieben. Das ist die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Viel zu lange hat die Weltgemeinschaft nur zugeschaut. Das muss nun ein Ende haben. Von der Berliner Sudan-Konferenz muss ein deutliches Signal ausgehen: Niemand duldet mehr Angriffe auf Zivilisten. Es braucht deutlich mehr humanitäre Hilfe und Druck auf die Konfliktparteien für einen Waffenstillstand. Die Menschen im Sudan haben ein Recht auf Frieden. Das und nicht weniger muss das Ziel der Verhandlungen sein.”

Zeitgleich findet in Washington, D.C. die Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) statt. ONE fordert die Bundesregierung auf, sich dort für faire Finanzierungsbedingungen für Afrika einzusetzen. Dazu sagt Sebany:  „Afrikanische Länder zahlen die höchsten Zinsen der Welt. Das ist unfair und bremst Entwicklung. Derzeit stecken 21 afrikanische Länder in einer Schuldenkrise oder kurz vor dem Staatsbankrott. Wir brauchen mehr Fairness am Kapitalmarkt. Kein Land der Welt sollte sich entscheiden müssen, ob es Zinsen zahlt oder in seine Bevölkerung investiert. Beides muss möglich sein.” 


ONE
ist eine globale überparteiliche Organisation, die sich für wirtschaftliche Chancen und ein starkes Gesundheitswesen in Afrika einsetzt. Dafür fordern wir die nötigen Investitionen. Unsere Arbeit stützt sich auf belastbare Daten und umfasst Aktivismus an der Basis, politische Bildung und politisches Engagement sowie strategische Partnerschaften, um die Politik zu überzeugen. Mehr auf www.one.org. 

Pressekontakt:
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