ONE warnt: Neueste Aids-Zahlen der Vereinten Nationen „bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen“

Berlin, 28.08.2022. Die Entwicklungsorganisation ONE reagiert auf die neuen Zahlen von UNAIDS, die zeigen, dass die Fortschritte im Kampf gegen HIV/Aids im Zuge der COVID-19-Pandemie und anderer globaler Herausforderungen ins Stocken geraten sind. Die neuen Daten von UNAIDS zeigen, dass nach jahrelangen Fortschritten im Kampf gegen die Krankheit die Zahl der Infektionen in einigen Teilen der Welt wieder ansteigt. Zudem haben sich die Fortschritte in anderen Regionen deutlich verlangsamt. In den Jahren 2020/2021 ist weltweit der geringste Rückgang der Neuinfektionen seit fünf Jahren verzeichnet worden. Dadurch sind Millionen von Menschenleben gefährdet.

Tom Hart, Präsident von ONE, sagt: “Die neuen Daten bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen – dass die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie und der anderen Krisen den Kampf gegen Aids ausgebremst haben. Der Fortschritt von zwei Jahrzehnten wurde in nur zwei Jahren jäh gestoppt. Und wie bei allen Viren gilt: Machen wir keine Fortschritte, verlieren wir den Kampf. Es werden die Schwächsten sein, die den höchsten Preis zahlen – Frauen und Mädchen, Menschen in den ärmsten Ländern und andere marginalisierte Gruppen der Gesellschaft. Wieder einmal wird der Ort, an dem Menschen leben, darüber entscheiden, ob sie leben. Wir können und müssen es besser machen. Der Kampf gegen Aids ist immer noch zu gewinnen – wir haben die Mittel, das Know-how und die Ressourcen – aber nur, wenn wir alles tun, was nötig ist, um Menschen überall auf der Welt zu schützen. Wenn die Staats- und Regierungschef*innen der Welt im September zusammenkommen, um den Globalen Fonds zu refinanzieren, müssen sie die Chance ergreifen, den Kampf gegen Aids ausreichend zu finanzieren. Ihr Handeln wird darüber entscheiden, ob die heutigen Zahlen eine kurzfristige Ausnahme bleiben oder ein dauerhafter Trend werden.“

Die UNAIDS-Zahlen wurden im Vorfeld der Wiederauffüllung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) im September veröffentlicht. Die Wiederauffüllungskonferenz am Rande der UN-Generalversammlung soll neue Finanzierungsmittel zur Unterstützung des Kampfes gegen die drei Krankheiten mobilisieren. ONE ruft die Bundesregierung auf, für die kommenden drei Jahre ihren fairen Beitrag von 1,3 Milliarden Euro zu leisten, damit der Globale Fonds seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen und uns für das Erreichen globaler Gesundheitssicherheit wieder auf Kurs bringen kann. Bislang hat die Bundesregierung lediglich 1,2 Milliarden Euro zugesagt. Somit fehlen für eine Ausfinanzierung des Globalen Fonds in Höhe von insgesamt 18 Milliarden US-Dollar von deutscher Seite noch 100 Millionen Euro. Während seines 20-jährigen Bestehens hat der Globale Fonds dazu beigetragen, 44 Millionen Menschen zu retten, die ansonsten an den sogenannten “Armutskrankheiten” gestorben wären.

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

Pressekontakt:
David Kirchner: 0157 / 79 22 54 61, [email protected]

 

 

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