ONE schlägt Alarm: „Krankheiten auf dem Vormarsch“

Vor Pariser G7-Gesundheitsminister-Gipfel veröffentlicht ONE Kurzbericht zu Aids, Tuberkulose und Malaria

Berlin, 15. Mai 2019. Heute veröffentlicht die Entwicklungsorganisation ONE ihren neuen Kurzbericht „Krankheiten auf dem Vormarsch – und die Welt schaut weg“. Darin hat ONE aktuelle Zahlen und Fakten zu Aids, Tuberkulose (TB) und Malaria zusammengezogen und daraus zehn überraschende Schlagzeilen entwickelt. Morgen beginnt der Gipfel der G7-Gesundheitsminister*innen in Paris, wo der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, TB und Malaria zentrales Thema sein wird.

Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE in Deutschland, sagt: „Durch Kampagnen wie ‚Gib Aids keine Chance‘ war HIV/Aids bei uns in Deutschland lange Zeit ein großes Thema. Auch durch die großen Erfolge, die es bei der internationalen Aidsbekämpfung in den vergangenen Jahrzehnten gegeben hat, scheint nun der Eindruck entstanden zu sein, wir seien über den Berg und können uns zurücklehnen. Das ist falsch. Jeden Tag infizieren sich 1.000 junge Frauen mit HIV, hauptsächlich in afrikanischen Ländern. An Aids, TB und Malaria sterben jeden Tag 7.000 Menschen. Gefährliche Krankheiten sind auf dem Vormarsch – und wir schauen weg.

ONE hat festgestellt, dass vielen Menschen das Ausmaß der Gesundheitskrise nicht klar ist. Täglich sterben unzählige Menschen an vermeidbaren Krankheiten, doch es wird verhältnismäßig wenig darüber berichtet. Seitdem beispielsweise der Brexit debattiert wird, sind 7,3 Millionen Menschen an Aids, TB und Malaria gestorben – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Um den Blick darauf zu lenken, veröffentlicht ONE vor dem Treffen der G7-Gesundheitsminister*innen seinen neuen Gesundheitsbericht „Krankheiten auf dem Vormarsch – und die Welt schaut weg“. Er enthält 10 überraschende Schlagzeilen, die bisher nicht in den Nachrichten zu lesen waren.

Ein paar Beispiele:

  • Aids ist Todesursache Nummer 1 für Frauen unter 50
  • Alle zwei Minuten stirbt ein Kind an Malaria
  • Moskitos haben mehr Menschen umgebracht als alle Kriege zusammen
  • Spenden für Notre Dame könnten eine Million Menschenleben retten

Den vollen Kurzbericht finden Sie hier: http://bit.ly/2Hhnvl0  

Exo-Kreischer sagt dazu: „Diese Schlagzeilen zeigen uns vor allem eins: Wir müssen handeln. Es kann nicht sein, dass wir um diese Gesundheitskrise wissen und Däumchen drehen. Mit dem Globalen Fonds haben wir das nötige Instrument, um Aids, Tuberkulose und Malaria ein für alle Mal ein Ende zu bereiten.“

Informationen für Journalist*innen:

  • Der Globale Fonds benötigt bis zu seiner Finanzierungskonferenz in Lyon am 10. Oktober 2019 14 Milliarden US-Dollar, um seine erfolgreiche Arbeit in den Jahren 2020-2022 fortsetzen zu können. Erreicht der Globale Fonds sein Finanzierungsziel, kann er in den kommenden Jahren dazu beitragen, über 16 Millionen Menschenleben zu retten. In einer globalen Petition ruft ONE Regierungen sowie Privatinvestoren dazu auf, dazu beizutragen, dass der Fonds vollständig finanziert wird.
  • Auf dem morgen beginnenden Treffen der G7-Gesundheitsminister*innen wird der Globale Fonds ein zentrales Thema sein. ONE fordert Gesundheitsminister Jens Spahn und seine Kolleg*innen auf, sich im Abschlussdokument des Gipfels deutlich zur Unterstützung des Globalen Fonds zu bekennen. Zudem fordert ONE die Bundesregierung dazu auf, möglichst früh einen starken deutschen Beitrag zu verkünden. Damit werden andere Geberländer ermutigt, zeitnah nachzuziehen.
  • Eine Übersicht zum G7-Gesundheitsministertreffen finden Sie hier: https://www.elysee.fr/en/g7/2019/01/01/ensuring-health-care-for-all
  • ONE steht für Interviews und Einschätzungen bereit, sowohl in Berlin als auch vor Ort beim Gesundheitsministerministertreffen in Paris.

ONE ist eine entwicklungspolitische Lobby- und Kampagnenorganisation zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten. Im Dialog mit der Öffentlichkeit und politischen Entscheider*innen setzt sich ONE für kluge und effektive Politikansätze und Programme ein, um Aids und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen, Investitionen in Landwirtschaft und Ernährung zu erhöhen und mehr Transparenz bei Maßnahmen zur Armutsbekämpfung zu schaffen. Über 9 Millionen Menschen unterstützen die überparteiliche Arbeit von ONE mit ihrer Stimme. Mehr Informationen gibt es auf www.one.org und auf Twitter: @ONEDeutschland

Pressekontakt:
Karoline Lerche (Berlin): 030 319 891 576, 0173 249 00 94, [email protected]
Scherwin Saedi (Berlin): 030 319 891 578, 0152 037 71 429, [email protected]
Charlotte Grignard (Paris, Französisch & Englisch): +33 622 41 00 41, [email protected]

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