ONE kritisiert Intransparenz bei Corona-Impfstoff-Verträgen

Neuer Impffairness-Test zeigt zudem, dass Impfstoffe nicht allen zugute kommen, die sie benötigen

Berlin, 23. Oktober. Kurz vor dem World Health Summit, der am Sonntag beginnt, mahnt die Entwicklungsorganisation ONE an, dass die Verträge für einen Corona-Impfstoff zwischen Staaten und Pharmaunternehmen intransparent sind. ONE hat sich die bisherigen Impfstoff-Verträge genauer angeschaut. Dabei hat die NGO analysiert, ob Regierungen und Unternehmen sicherstellen, dass diejenigen, die einen Impfstoff am dringendsten benötigen, zuerst einen Impfstoff erhalten. Der Impffairness-Test zeigt, dass das bei keinem der Verträge der Fall ist – allerdings gibt es hier Unterschiede.

Clemens Schwanhold, politischer Referent bei ONE Deutschland, sagt: “Wir befinden uns in einem globalen Wettrennen. Was viele Länder nicht begriffen haben, ist, dass wir in Wirklichkeit nicht gegeneinander antreten, sondern gegen das Virus. Während fieberhaft nach einem neuen Corona-Impfstoff geforscht wird, machen viele Staaten bereits Deals mit Pharmaunternehmen und sichern sich so Zugriffsrechte für diese Impfstoffe. Kein Land auf der Welt priorisiert eine gerechte Verteilung eines neuen Corona-Impfstoffs. Deutschland und die EU gehören noch zu denjenigen, die es in Ansätzen versuchen. Staaten wie die USA, Russland oder China behindern gar eine globale Verteilung von künftigen Corona-Impfstoffen. Das ist ein Skandal, den wir uns nicht leisten können. Impfnationalismus macht blind und wird viele Leben kosten.”

Selbst die Länder und Unternehmen, die bei ONEs Impffairness-Test am besten abschneiden, erfüllen noch nicht die Standards, die erforderlich sind, um das Virus weltweit zurückzudrängen. Kein Land schneidet derzeit so gut ab, dass man davon sprechen kann, dass es eine gerechte Verteilung des Impfstoffs fördert. Nur das Vereinigte Königreich, die Afrikanische Union, die Europäische Union, Frankreich, Deutschland und Italien machen Schritte in die richtige Richtung – auch, wenn das noch nicht genug ist. Alle anderen G20-Länder, darunter die Vereinigten Staaten, Japan, Russland und China behindern gar eine globale Verteilung von künftigen Corona-Impfstoffen. Von den pharmazeutischen Unternehmen schneiden lediglich AstraZeneca und Johnson & Johnson als einzige nicht in der schlechtesten Kategorie ab, aber auch hier gibt es noch immer Raum für Verbesserungen. Der deutsche Pharmakonzern BioNTech schneidet mit 1 von 15 möglichen Punkten sehr negativ ab.

Zum anstehenden World Health Summit sagt Schwanhold: “Vom diesjährigen World Health Summit muss eine klare Botschaft ausgehen: Diese Pandemie bewältigen wir entweder gemeinsam oder gar nicht – denn nur, wenn alle auf der Welt geschützt sind, sind wir alle sicher vor dem Virus. Daher brauchen alle Menschen auf der Welt Zugang zu einem Corona-Impfstoff – unabhängig vom Geldbeutel.”

Den Impffairness-Test finden Sie auf Englisch hier: https://bit.ly/35rI6y5 


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