ONE begrüßt Friedensvereinbarung mit dem Iran
Elouardighi: G7 müssen auch die Folgen des Öl-Schocks für Afrika angehen
Berlin, 16. Juni 2026. Bei ihrem ersten Arbeitsdinner unterstützten die G7-Staats- und Regierungsoberhäupter die Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran sowie die Öffnung der Straße von Hormus. Die Entwicklungsorganisation ONE begrüßt diesen Schritt, ruft die G7-Staaten jedoch auf, afrikanische Länder stärker zu unterstützen, die besonders von den Folgen des Öl-Schocks betroffen waren.
Khalil Elouardighi, Frankreich-Direktor von ONE, sagt: “Vier Monate voller Turbulenzen auf den Öl-, Düngemittel- und Devisenmärkten haben viele ohnehin schon geschwächte Länder noch tiefer in die Krise getrieben. Millionen von Menschen haben den Preis für einen Krieg bezahlt, den sie nicht verursacht haben. Das Hormus-Abkommen mag zwar den Engpass bei der globalen Öl- und Düngemittelversorgung aufheben, doch der Schaden ist bereits angerichtet. Die Märkte werden Monate brauchen, um sich zu erholen, und viele Länder hatten schon lange vor Beginn dieser Krise mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Dass die Straße von Hormus geöffnet wird, ist zu begrüßen, reicht aber nicht aus. Die G7 müssen nun den Ländern helfen, die am stärksten von den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts betroffen sind.“
ONE fordert die G7-Staaten auf, besonders betroffenen Ländern Notfallkredite zur Verfügung zu stellen, um die Folgen des Öl-Schocks abzufedern. Zudem fordert ONE die G7 auf, die während der Corona-Pandemie eingeführte Initiative zur vorübergehenden Aussetzung von Schuldenzahlungen zu reaktivieren und internationale Finanzinstitutionen damit zu beauftragen, Lösungen für die Umschuldung besonders betroffener einkommensschwacher Länder zu entwickeln.
ONE ist eine globale überparteiliche Organisation, die sich für wirtschaftliche Chancen und ein starkes Gesundheitswesen in Afrika einsetzt. Dafür fordern wir die nötigen Investitionen. Seit 2004 hat ONE dazu beigetragen, neue Investitionen in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar zu sichern, um eine sicherere und wohlhabendere Welt zu schaffen. Unsere Arbeit stützt sich auf belastbare Daten und umfasst Aktivismus an der Basis, politische Bildung und politisches Engagement sowie strategische Partnerschaften, um die Politik zu überzeugen. Mehr auf www.one.org.
Pressekontakt:
Scherwin Saedi: 0152 / 03 77 14 29, [email protected]