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G7: ONE fordert Taten statt Worte bei Partnerschaft mit Afrika 

Ditlmann: „Wenn die G7 mit China konkurrieren wollen, müssen sie Afrika das attraktivere Angebot machen.“ 

Berlin, 16. Juni 2026. Während die G7-Staats- und Regierungsoberhäupter heute darüber beraten, wie neue Partnerschaften mit dem Globalen Süden aufgebaut und die internationale Zusammenarbeit wieder gestärkt werden können, fordert die Entwicklungsorganisation ONE die G7 auf, ihren Ankündigungen konkrete Maßnahmen folgen zu lassen. Angesichts des wachsenden Einflusses Chinas auf dem afrikanischen Kontinent müssen die G7-Staaten afrikanischen Partnerländern attraktivere Angebote machen und auf eine Zusammenarbeit setzen, von der beide Seiten profitieren. 

Lisa Ditlmann, Deutschland-Direktorin von ONE, sagt: “Die G7 müssen endlich liefern, wenn sie es ernst damit meinen, Afrika als gleichberechtigten wirtschaftlichen Partner zu behandeln. Afrika kann sich seine Partner mittlerweile aussuchen. China investiert dort nicht aus Wohltätigkeit, sondern weil Peking erkannt hat, dass das Wachstum Afrikas im eigenen Interesse liegt. Wenn die G7-Staaten China die Stirn bieten wollen, müssen sie Afrika das attraktivere Angebot machen.“ 

Afrikanische Staats- und Regierungsoberhäupter haben wiederholt deutlich gemacht, dass sie keine Almosen, sondern Partnerschaften auf Augenhöhe wollen. Sie wollen in der globalen Wertschöpfungskette aufsteigen. Statt sich auf die Rolle eines Rohstofflieferanten beschränken zu lassen, wollen afrikanische Länder stärker an der industriellen Produktion teilhaben. Viele Volkswirtschaften des Kontinents verfolgen das Ziel einer umfassenden Industrialisierung. Mit der Neuen Seidenstraße investiert China bereits im großen Stil in Afrika. Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen die G7-Staaten attraktivere Angebote vorlegen. Dazu gehören insbesondere Investitionen, um: 

  • der wachsenden jungen Bevölkerung Zugang zu beruflicher Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen, 
  • industrielle Produktionskapazitäten vor Ort aufzubauen, 
  • sowie die Infrastruktur zu schaffen, die für nachhaltiges Wirtschaftswachstum erforderlich ist. 

Mit Initiativen wie ‚Mission 300‘, die bis 2030 rund 300 Millionen Menschen in Afrika Zugang zu Strom verschaffen soll, gibt es bereits konkrete Ansätze für eine neue Partnerschaft. Die G7 müssen solche Modelle ausbauen und gezielt öffentliche und private Investitionen zusammenbringen, um ein attraktives Angebot für nachhaltiges Wachstum zu schaffen 

Informationen für Journalist*innen: 

  • Wir stehen vor Ort bereit für Interviews und Hintergrundgespräche.  

ONE ist eine globale überparteiliche Organisation, die sich für wirtschaftliche Chancen und ein starkes Gesundheitswesen in Afrika einsetzt. Dafür fordern wir die nötigen Investitionen. Seit 2004 hat ONE dazu beigetragen, neue Investitionen in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar zu sichern, um eine sicherere und wohlhabendere Welt zu schaffen. Unsere Arbeit stützt sich auf belastbare Daten und umfasst Aktivismus an der Basis, politische Bildung und politisches Engagement sowie strategische Partnerschaften, um die Politik zu überzeugen. Mehr auf www.one.org.  
 
Pressekontakt: 
Scherwin Saedi (vor Ort in Évian): 0152 / 03 77 14 29, [email protected]