EU-Parlament: Fraktion „Armutsbekämpfung“ größer als EVP-Fraktion

ONE: „Einsatz der Jugend hat sich gelohnt“

Berlin, 6. November. Gestern trafen 29 Jugendbotschafter*innnen der Entwicklungsorganisation ONE Abgeordnete des EU-Parlaments. Mit dabei waren drei deutsche ONE-Jugendbotschafterinnen. Sie warben bei den Politiker*innen erfolgreich dafür, sich stärker gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu engagieren. Von den insgesamt 751 EU-Parlamentarier*innen haben bisher 201 das ‚ONE Vote‘-Versprechen unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich, für eine starke EU-Entwicklungszusammenarbeit zu kämpfen.

Die Gruppe der EU-Abgeordneten, die sich öffentlich für den Kampf gegen extreme Armut aussprechen, ist mit 201 Mitgliedern nun die ‚größte Fraktion‘ im EU-Parlament. Zum Vergleich: Die EVP-Fraktion ist dort mit 182 Abgeordneten vertreten.

Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE in Deutschland, sagt: „Der Einsatz der Jugend hat sich gelohnt: 201 EU-Abgeordnete zeigen Flagge im Kampf gegen extreme Armut. Sie bilden damit die größte Fraktion im EU-Parlament. Jetzt kommt es auf Taten an. Derzeit wird das EU-Siebenjahresbudget verhandelt. Gerade für den Bereich Entwicklungszusammenarbeit müssen wir hier klotzen, nicht kleckern. Sonst können wir uns von der Idee verabschieden, die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen.“

Insgesamt kamen 29 ONE-Jugendbotschafter*innen aus zehn verschiedenen Ländern nach Brüssel, um die EU-Abgeordneten an ihre globale Verantwortung zu erinnern. Die drei deutschen ONE-Jugendbotschafterinnen Maxi Köhler (Kiel), Nina Ziller (Landau, Pfalz) und Natalia Loyola Daiqui (München) waren ebenfalls vor Ort und stehen für Interviews zur Verfügung.

Informationen für Journalist*innen:

  • Interviews sind möglich, wir stellen gerne einen Kontakt her mit:
    • Emily Wigens (auf Englisch), EU-Direktorin von ONE in Brüssel
    • den drei ONE-Jugendbotschafterinnen aus Deutschland, Maxi Köhler, Nina Ziller und Natalia Loyola Daiqui
  • ONEs EU-Tracker:
    Um nachzuvollziehen, welche Kandidat*innen das ‚ONE Vote‘-Versprechen‘ bereits unterschrieben haben, hat ONE den EU-Tracker ins Leben gerufen. Europaweit haben bisher 201 EU-Parlamentarier*innen unterzeichnet, darunter 50 aus Deutschland. Zu den Unterzeichner*innen zählen unter anderem EVP-Fraktionschef Manfred Weber, der künftige EU-Kommissar Frans Timmermans und Parlamentsvizepräsidentin Katarina Barley (beide S&D-Fraktion), die Grünen-Politiker*innen Ska Keller und Bas Eickhout sowie die liberale EU-Kommissarin Margrethe Vestager und Guy Verhofstadt, EU-Fraktionschef der Liberalen. Die Liste aller Kandidat*innen, die bereits ONEs zentralen Aufruf zur EU-Parlamentswahl 2019 unterstützen, gibt es hier: https://www.one.org/onevote2019/de/tracker/
  • Das Jugendbotschafter*innen-Programm von ONE existiert seit 2011. Traditionell ist es das Ziel des Programms, die Erfolge im Kampf gegen extreme Armut bekannter zu machen. Die Arbeit der Jugendbotschafter*innen wird oft von prominenten ONE-Unterstützer*innen wie ONE-Mitbegründer und U2-Sänger Bono, den Stifter*innen Bill und Melinda Gates, der Komikerin Carolin Kebekus oder den Schauspieler*innen Katja Riemann und Jan Josef Liefers begleitet. Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, traf die Gruppe in der Vergangenheit auch auf Spitzenpolitiker*innen wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, den damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, den amtierenden Außenminister Heiko Maas, Entwicklungsminister Gerd Müller oder den ehemaligen UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan.

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

Pressekontakt:
Scherwin Saedi:
0152/ 037 71 429, [email protected]