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EU-Haushalt: ONE fordert Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit 

Berlin, 27. August 2026. Bei einem Mittagessen im Kanzleramt trafen sich heute die Regierungsoberhäupter aus Dänemark, Österreich, Finnland, Schweden und den Niederlanden mit Bundeskanzler Friedrich Merz, um über das kommende EU-Siebenjahresbudget (Mehrjähriger Finanzrahmen (MFR)) zu verhandeln. Die sogenannten „Sparsamen Sechs” fordern deutliche Kürzungen des derzeitigen Haushaltsentwurfs der EU-Kommission. Die Entwicklungsorganisation ONE fordert den Kanzler auf, im Rahmen der EU-Haushaltsverhandlungen den Kommissionsvorschlag anzunehmen, rund 200 Milliarden Euro für das Instrument „Global Europe” zu investieren. Das neu entwickelte Global Europe Instrument (GEI) soll in Zukunft unter anderem die EU-Entwicklungszusammenarbeit finanzieren.  

Lisa Ditlmann, Deutschland-Direktorin von ONE, sagt: „Wenn Washington der Solidarität den Krieg erklärt, muss Brüssel die Bastion sein, die Entwicklungszusammenarbeit und Diplomatie verteidigt. Entwicklungspolitik ist Friedenspolitik. Wer eine friedlichere Welt haben will, muss auch bereit sein, in die Bekämpfung von Armut, Hunger, Krankheiten und die Klimakrise zu investieren.” 

ONE fordert, dass sich Deutschland für eine starke EU-Zusammenarbeit einsetzt. Daher unterstützt ONE den Vorschlag der EU-Kommission, für die kommenden sieben Jahre 200,3 Milliarden Euro für das Instrument „Global Europe” zu investieren. 93 Prozent dieser Mittel sollen verbindlich als Mittel der Entwicklungszusammenarbeit (ODA) anrechenbar sein. 

Informationen für Journalist*innen:   

  • Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit – einige Beispiele:  
  • Seit 2000 hat sich die weltweite Kindersterblichkeit mehr als halbiert.  
  • Im gleichen Zeitraum ist die Müttersterblichkeit um über ein Drittel gesunken.  
  • Polio, auch bekannt als Kinderlähmung, wurde fast ausgerottet.  
  • HIV ist kein Todesurteil mehr; selbst in ärmeren Ländern gibt es erschwingliche Medikamente.  
  • Infektionskrankheiten wie Malaria oder Tuberkulose wurden stark zurückgedrängt.   
  • Hunger: 2000 war jedes dritte Kind aufgrund von Mangelernährung wachstumsverzögert, heute ist es knapp jedes fünfte. 
  • Viele Kinder, insbesondere Mädchen, besuchen zum ersten Mal eine Schule, selbst in Krisengebieten. 

ONE ist eine globale überparteiliche Organisation, die sich für wirtschaftliche Chancen und ein starkes Gesundheitswesen in Afrika einsetzt. Dafür fordern wir die nötigen Investitionen. Seit 2004 hat ONE dazu beigetragen, neue Investitionen in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar zu sichern, um eine sicherere und wohlhabendere Welt zu schaffen. Unsere Arbeit stützt sich auf belastbare Daten und umfasst Aktivismus an der Basis, politische Bildung und politisches Engagement sowie strategische Partnerschaften, um die Politik zu überzeugen. Mehr auf www.one.org.  

Pressekontakt: 
Scherwin Saedi: 0152 / 03 77 14 29, [email protected]  
Pia Schwaiger: 0151 / 420 514 17, [email protected]