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Die G7 ignorieren die Ebola-Krise 

Berlin, 16. Juni 2026. Als die G7-Staats- und Regierungsoberhäupter bei ihrem gestrigen Arbeitsdinner über globale Herausforderungen sprachen, fand ein Thema keine Beachtung: die Ebola-Epidemie in Zentralafrika. Eine verpasste Gelegenheit, sagt die Entwicklungsorganisation ONE. Die G7-Staaten nehmen diese Krise nicht so ernst, wie sie sollten.  

Khalil Elouardighi, Frankreich-Direktor von ONE, sagt: “Viren kennen keine Grenzen. Ebola ist kein weit entferntes Problem irgendwo in Zentralafrika – es ist auch die Krise der G7. Wenn sie diese Epidemie ignorieren, könnte man meinen, dass die G7-Staaten die Lehren aus der Corona-Pandemie bereits vergessen haben. Der einzige Weg, Gesundheitskrisen wie diese zu bewältigen, besteht darin, sie als den gemeinsamen Feind zu behandeln, der sie sind: kohärent und mit vereinten Kräften. Die aktuellen Kürzungen der G7 bei der Entwicklungszusammenarbeit machen alle anfälliger für solche Bedrohungen.“ 

ONE ruft die G7-Staaten auf, insbesondere stärker in den Bereich Health Security zu investieren. Dabei sollen sie zum einen Gesundheitssysteme in fragilen Staaten stärken und zum anderen in Institutionen wie die Impfallianz Gavi und den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria investieren. Beide können maßgeblich dazu beitragen, die gegenwärtige Ebola-Epidemie in Zentralafrika einzudämmen.   

ONE ist eine globale überparteiliche Organisation, die sich für wirtschaftliche Chancen und ein starkes Gesundheitswesen in Afrika einsetzt. Dafür fordern wir die nötigen Investitionen. Seit 2004 hat ONE dazu beigetragen, neue Investitionen in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar zu sichern, um eine sicherere und wohlhabendere Welt zu schaffen. Unsere Arbeit stützt sich auf belastbare Daten und umfasst Aktivismus an der Basis, politische Bildung und politisches Engagement sowie strategische Partnerschaften, um die Politik zu überzeugen. Mehr auf www.one.org.  

Pressekontakt: 
Scherwin Saedi: 0152 / 03 77 14 29, [email protected]