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ONE zu Debatte über Kürzungen im Bundeshaushalt: Deutschland darf Prinzipien der internationalen Solidarität nicht verraten  

Exo-Kreischer: Entwicklungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen für uns alle 

Berlin, 24. November 2023. Angesichts der aktuellen Haushaltskrise und den lauter werdenden Rufen nach einer Kürzung bei den Ausgaben für die internationale Entwicklungszusammenarbeit appelliert ONE eindringlich an die Bundesregierung, weiterhin ein verlässlicher Partner in der internationalen Zusammenarbeit zu bleiben, die globalen Nachhaltigkeitsziele nicht aus dem Blick zu verlieren und die selbst gegebenen Versprechen zur globalen Entwicklungszusammenarbeit einzuhalten. Das ist nicht nur moralisch geboten, sondern es ist in unserem eigenen Interesse.  


Stephan Exo-Kreischer, Europadirektor von ONE, sagt:Auch bei knapper Kasse darf Deutschland seine Prinzipien der globalen Solidarität nicht verraten. Schwierige Zeiten verleiten schnell zu der vermeintlich einfachen Lösung, zunächst bei den anderen zu sparen, nicht bei uns. Dabei wird übersehen, dass wir in einer global vernetzten Welt leben: Die Probleme im globalen Süden sind auch unsere Probleme. Bekämpfen wir Ungleichheit, Klimakrise, Hunger und Krankheiten nicht überall, fällt dies auch auf uns zurück wie nicht nur die Corona-Pandemie eindrücklich gezeigt hat. Wir können Probleme nur gemeinsam lösen. Heute bei der internationalen Zusammenarbeit zu sparen, bedeutet, wesentlich mehr Kosten und Probleme in der Zukunft in Kauf zu nehmen. Das wäre teurer und für zukünftige Generationen verheerender als das Aussetzen der Schuldenbremse heute. Deutschland darf die Menschen, die unverschuldet in extremer Armut leben und mit den Folgen der Klimakrise bereits unmittelbar konfrontiert sind, nicht hängen lassen, sondern sollte stattdessen etwa klimafeindliche Subventionen im Haushalt in den Blick nehmen.” 

Exo-Kreischer weiter: “Entwicklungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen für uns alle. Internationale Zusammenarbeit ist partnerschaftlich und langfristig angelegt, da kann man nicht einfach ausscheren. Deutschland muss weiterhin verlässlich und stabil an der Seite seiner Partner stehen.”  

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf www.one.org.  

Pressekontakt: 
Karoline Lerche: 0173/2490094, [email protected]