Zum Landwirtschaftstreffen: die Vereinten Nationen befürchten, dass 100 Millionen weitere Menschen vom Hunger bedroht sind

Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sagt vorher, dass 50 bis 100 Millionen weitere Menschen durch die Folgen des derzeitigen weltweiten Abschwung der Wirtschaft vom Hunger bedroht sind. Dr. David Nabarro, Koordinator für die Arbeitsgruppe des VN-Generalsekretärs zur globalen Ernährungskrise erklärt: „Die Beweise, die wir haben, auch wenn es sich derzeit nur um Einzelberichte handelt, legen nah, dass sich das Problem ausweitet.“

Wenn in armen Ländern Arbeitsplätze gestrichen werden und Überweisungen von im Ausland arbeitenden Bürgern weniger werden, wird es für viele wirtschaftlich eng. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization – ILO) könnten zwei Jahre Wirtschaftskrise für weitere 50 Millionen Menschen die Arbeitslosigkeit bedeuten. Diese neue Herausforderung kommt während die Folgen der letztjährigen Nahrungsmittelkrise – hohe Lebensmittelpreise, reduzierte Nahrungsmittelvorräte, unbeständige Märkte – noch immer das Leben der Menschen in den Entwicklungsländern erschweren.

Diese neuerliche Belastung droht weitere Menschen über die Schwelle in Hunger und Armut zu stürzen. Nabarro warnt: „Wir gehen davon aus, dass diese Menschen durch die Reduzierung ihrer Kaufkraft aufgrund von Arbeitslosigkeit vor extremen Problemen bei der Ernährung ihrer selbst und ihrer Familien stehen. Neben den vielen anderen Schwierigkeiten, mit denen die Menschen auf dieser Welt umgehen müssen, […] steuern sie auch noch auf eine Hungerperiode zu.“

Diese Vorhersagen kamen nur kurz vor dem Treffen der G8-Landwirtschaftsminister in Italien, auf dem das Thema Ernährungssicherheit diskutiert und ein Vorschlag zur Überwindung der globalen Nahrungsmittelkrise erarbeitet werden soll. Das Treffen begann letzten Samstag mit einer Zusammenkunft der Minister aus den G8; an den verbleibenden zwei Tagen kamen Vertreter anderer Länder, darunter Brasilien, China, Indien, Mexiko, Südafrika, Argentinien, Australien und Ägypten hinzu. Institutionen wie die FAO, das Welternährungsprogramm, der Internationale Fonds für Agrarentwicklung (International Fund for Agricultural Development – IFAD), die Weltbank, der VN-Arbeitsgruppe und die Afrikanische Union wurden ebenfalls eingeladen.

Mehr zu den Ergebnissen der Landwirtschaftstreffen in den kommenden Tagen und Wochen.

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