Wie die Akzeptanz der Vielfalt für stärkeren Zusammenhalt in Kenia sorgt

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Nach den äußerst umstrittenen Präsidentschaftswahlen brachen im Dezember 2007 Unruhen in ganz Kenia aus, die zwei Monate andauerten und begleitet wurden von beispielloser Gewalt. Das Land erlebte die schwerste Menschenrechtskrise seit der Unabhängigkeit. 1200 Menschen starben und 600.000 mussten fliehen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der damals 27 Jahre alte Samuel Karita nur wenig Gewalt erlebt. Als er sah, wie junge Leute Gebäude in Brand steckten und sich blutige Straßenschlachten lieferten, änderte sich jedoch sein Leben.
„Für mich waren diese jungen Leute gleichzeitig die größten Täter und die größten Opfer“, erklärt er. „Offiziell wurden sie getötet. Doch es fühlte sich an, als seien sie benutzt worden.“

Aus diesem Gefühl heraus entstand die Idee, durch die Arbeit mit jungen Menschen etwas zu verändern. 2011 gründete er dann zusammen mit einigen Freunden die Disaster Management Association. Ziel dieses Vereins war es, mit allen Mitteln einen erneuten Ausbruch von Gewalt wie 2007 zu verhindern.

Der Verein wurde von den entrechteten jungen Leuten gut angenommen und im Verlauf des nächsten Jahres entstand bei Samuel die Idee, weitere Ableger zu gründen und ein Projekt der Friedensbotschafter zu starten. Und dann nahm die Sache richtig Fahrt auf.

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„Bisher haben wir Friedensvereine an mehr als 30 Colleges und Universitäten, in denen sich 5000 Freiwillige engagieren. Inzwischen sind wir in Sambia, Malawi und Nigeria vertreten und unser nächstes Ziel ist Ghana.“

„Wir sind die ersten Jugendlichen an Bildungseinrichtungen, die Hand in Hand mit der kenianischen Polizei zusammenarbeiten. Das Verhältnis zwischen der Jugend und der Polizei war lange von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Das wollten wir ändern. Gegenwärtig ist die Polizei bei jedem Projekt auf kommunaler Ebene bereit, mit uns zusammenzuarbeiten, um die Gesellschaft nachhaltig zu befrieden“, erzählt er.

Samuel erklärt, warum die Friedensvereine so wichtig sind: „Bildung, die keine Veränderung in den Köpfen der Menschen bewirkt, ist wie ein T-Shirt, das man sich morgens anzieht und abends wieder auszieht. Bildung muss mehr sein und die Gesellschaft, in der wir leben, verändern.“

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Er weiß genau, dass junge Menschen, die nicht lernen, friedlich zusammenzuleben und Unterschiede zu akzeptieren, anfällig für die Manipulation durch jene bleiben, denen Gewalt in die Karten spielt. Inzwischen gibt es Partnerschaften zwischen den Friedensvereinen und verschiedenen lokalen Organisationen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, jungen Menschen Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, um in ihr Umfeld Veränderungen zu bewirken.

Die Peace Ambassadors Clubs haben auch ein Mentor-Programm, das Studenten an Universitäten mit Schülern an Highschools zusammenbringt. Gegenwärtig werden im Rahmen dieses Programms 500 Studenten betreut.
Die größte Herausforderung ist es laut Samuel, die Politik zur Mitarbeit zu bewegen. „Politiker müssen ihre persönlichen Interessen hintenanstellen und in gemeinschaftlicher Anstrengung für das Wohl der gesamten Gesellschaft wirken – ungeachtet der ethnischen Unterschiede und politischen Interessen.“

Wenn dies gelingt und die Arbeit von Samuel finanziell gefördert wird, kann man Ereignisse wie rund um die Wahlen von 2007 verhindern. In der Zwischenzeit wird Samuel sein Engagement für den Frieden weiterführen. „Mein Plan ist es, weiterhin junge Leute zu betreuen, um das Beste in ihnen herauszuholen – für den Frieden und den Zusammenhalt unseres Landes.“

Die #GlobalGoals gehen alle was an. Mach dich schlau, mach mit: ONE.org/globalgoals

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