“Wenn ihr es nicht macht, wer macht es dann?”

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BKM3
Es ist Ende Mai des Jahres 2015. Dieses Jahr ist nicht irgendein Jahr. Dieses Jahr steht ganz unter dem Motto „Year of Development“- Jahr der Entwicklungszusammenarbeit.

Zu diesem Anlass hat die europäische Kommission mehrere Hundert Jugendliche zu einem Gespräch mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon zum Thema „Our world, our dignity, our future“ in Brüssel eingeladen. Auch Ali und ich hatten die Ehre als Jugendbotschafter von ONE an der Veranstaltung teilnehmen zu dürfen. Angekommen im Palais des Beaux-Arts finden wir uns zwischen anderen ONE-Jugendbotschaftern aus Belgien, England, Frankreich, Italien, Irland und den Niederlanden wieder. Nervös warten alle JugendbotschafterInnen auf Ban-Ki moon, den achten UN- Generalsekretär.

Was können wir von einem Treffen mit Ban Ki-moon erwarten? Wird er eine stundenlange Rede halten mit viel Dramatik- aber kaum Inhalt? Oder wird er uns Antworten auf kritische Fragen geben?

Der Moderator reist mich aus meinen Gedanken. Beppe Severgnini begrüßt uns mit seiner humorvollen Art und interviewt engagierte Jugendliche u.a. aus Irland, dem Libanon, Kenia, den Philippinen und Sambia. Anschließend hält Neven Mimica, der Europäische Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, ein Grußwort. Und dann ist es soweit, Ban Ki-moon ergreift das Wort.

Als er auf die Bühne tritt, ist es sofort still im Saal. Mit heiserer Stimme beginnt er zu sprechen. „My voice has gone down“, entschuldigt er sich bei uns. Dann fängt der UN-Generalsekretär an: Armut, Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten, Hunger, Erderwärmung. Ein Kaffeekränzchen mit Mr. Secretary-General ist das also nicht: Keine sanfte Hinführung zu globalen Themen, sondern ein eindringliches Wachrütteln! Ban Ki-moon zeigt uns auch Lösungswege auf: „Raise your voice when you see inequality!“ und  „Press your government!“ lauten seine Aufforderungen an uns. „If you don’t do it, who can?“.

Einen kurzen Moment hallen Ban Ki-moons motivierende Worte in meinem Kopf noch nach. Inzwischen sind wir beim interaktiven Teil der Veranstaltung angelangt: Das Publikum sendet seine Frage via Twitter #AskBanKiMoon an den Generalsekretär, die zuvor vorgestellten Jugendlichen richten ihre direkt an ihn.

Viele Fragen beschäftigen sich mit Flüchtlingsströmen und den Millennium-Entwicklungszielen. Eine davon ist die Frage einer jungen Kenianerin, die wissen möchte, warum das siebte Millenniumsziel, der Zugang zu sanitären Einrichtungen zu stärken, in ihrem Land nicht erreicht worden ist. Ban Ki-moon weiß keine Antwort auf die Frage, sieht aber die Notwendigkeit, dieses Millenniumsziel zu erfüllen: Auch Ban Ki-moons Familie hatte lange Zeit keine sanitären Einrichtungen. Erst als er aufs Gymnasium ging, besaß seine Familie eine Toilette. Der Generalsekretär nutzt an dieser Stelle die Möglichkeit, an den World Toilet Day 2015 im November zu erinnern.

Zugegeben füllt Ban Ki-moon einige Antworten weniger mit Inhalt als mit viel Pathos. Doch eines haben Ali und ich ganz sicher aus der Veranstaltung mitgenommen: Wenn selbst die Stimme des UN- Generalsekretärs angeschlagen ist, dann müssen wir unsere Stimme erheben- denn das scheint die einzige Medizin gegen eine globale Ungerechtigkeiten zu sein. Den Aufforderungen „Raise your voice when you see inequality!“ und „Press your government!“ möchten wir daher nachkommen. Und das haben wir getan, eine Woche später beim G7-Gipfel. Dort haben wir Druck auf die Regierungschefin Deutschlands gemacht. Und ja, Ban Ki-moon hat Recht: wenn junge Menschen wie wir es nicht machen, wer dann?

– Sarah Jaax –

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