Warum es beim Pflanzen von Bäumen nicht nur um saubere Luft geht.
Landwirtschaft

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Bei Abel Runeno (62) beginnt jeder Arbeitstag damit, dass er sich mit seinen drei jungen Kollegen um eine Baumschule bei sich zuhause kümmert. Diese Baumschule ist eine von 23, die er im Masisi-Gebiet der Provinz Nord-Kivu der Demokratischen Republik Kongo betreut.

„Ich bin Sohn eines Landwirts“, erzählt er. Schon in meiner Kindheit liebte ich Bäume. Mein Vater erzählte mir früher immer, dass Bäume eine Investition in die Zukunft sind, die wir nicht vernachlässigen dürfen. Ich erinnere mich, dass wir früher auf dem Feld unserer Familie Bäume pflanzten.“

Nach seinem Entschluss, Landwirtschaft zu studieren, begann Abel, auf den Feldern seines Vaters und seiner Verwandten, Bäume zu pflanzen.

Aber die Krise im Gebiet der Großen Seen änderte alles. Nach dem Völkermord in Ruanda im Jahr 1994 flohen Vertriebene und frühere ruandische Soldaten in den Ostkongo. Manche gingen in Flüchtlingscamps, andere versteckten sich in den Wäldern. Sie brauchten Holz – zum Kochen und zum Verkaufen. Etwa zur selben Zeit begannen Landbesitzer, Wälder zu roden, um Weideland zu schaffen.
„Bäume wurden zum knappen Gut“, berichtet Abel. „Die Bauern fanden kaum genug, um mit dem Holz einen Zaun bauen zu können.“

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Gleichzeitig verwüstete die Erosion ganze Landstriche und machte es unmöglich, Hütten zu bauen und die Felder zu bestellen. Wann es regnen würde, war immer schwerer vorherzusagen. Dadurch gingen den Bauern große Teile ihrer Ernten verloren.

Angesichts dieser vielen Veränderungen beschloss Abel zu handeln. Er arbeitete bereits für eine Regierungsbehörde, schloss sich aber darüber hinaus einem weitverzweigten Netzwerk an – dem Reseau des Initiatives locales pour le Développement Durable (REID – Netzwerk lokaler Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung). Mit ihnen arbeitet er heute noch zusammen.
„Seit 1998 leite ich die Wiederaufforstung in diesem Gebiet“, erklärt Abel. „Alle Bäume, die sie auf diesen Hügeln sehen, stammen aus unserer Baumschule.“

Neueste Statistiken besagen, dass REID zwischen 2008 und 2014 mehr als 500.000 neue Bäume gepflanzt hat. Die gesamte Region profitiert von Abels Arbeit und der seiner Kollegen.

Kapataro ist ein Landwirt, der auf den Hügeln lebt, auf denen einige dieser Bäume gepflanzt wurden. Bäume liefern mehr als nur Baumaterial für Häuser, betont er.
„Früher reichte schon ein kleiner Regen, um die gesamte Erde wegzuspülen. Sogar Kinder sind in den Sturzfluten ertrunken. Dank der Bäume gehört dies der Vergangenheit an.“

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Ombeni Faustin, Pfarrer einer Ortskirche, und seine Familie leben in derselben Gegend.
„Ein Felsbrocken wurde vom Regen von der Bergspitze heruntergespült. Zum Glück haben ihn die Bäume dort oben aufgehalten. Ohne die Bäume würden ich und meine Familie heute nicht mehr leben.“ Er und seine Familie müssen wegziehen, wenn jemand auf die Idee käme, die Bäume zu roden.

Abel Runeno und weitere Mitglieder von REID planen, noch mehr Bäume auf den Hügeln im Masisi-Gebiet zu pflanzen. Weil die meisten Menschen in der Gegend in der Landwirtschaft arbeiten, fördert REID hier auch Agro-Forstwirtschaft und nachhaltige Baumbewirtschaftung. Die Gruppe hofft, ihre Arbeit auszudehnen, indem sie junge Leute ausbildet, um so diese bemerkenswerten Initiativen weiter voranzutreiben.

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