Fairer Kaffee in drei Aufgüssen – Unser virtueller Weltkaffeetag

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Petition an Olaf Scholz: Fairness darf kein Luxus sein

Es klirren Löffel im Hintergrund, ein aromatischer Geruch liegt in der Luft und die Begeisterung für fair gehandelten Kaffee ist nahezu greifbar– es ist Donnerstagabend, der 1. Oktober, Weltkaffeetag. Im Rahmen unserer Kampagne „Fairness darf kein Luxus sein“ haben wir von ONE gemeinsam mit Sara Nuru von nuruCoffee zu einer äthiopischen Kaffeezeremonie geladen. Mit dabei: eine virtuelle Zuschauerschaft. 

 

Auf einen fairen Kaffee ist das Motto des Abends, an dem sich Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE Deutschland, mit der Unternehmerin und Gründerin von nuruCoffee Sara Nuru und Kaffeebloggerin Alexandra Rothe von Milk & Café zu einem Gespräch in der Speciality Coffee‘-Rösterei Five Elephant trifftNeben der Moderation durch Toni Scheurlen wird das Event von einer traditionellen äthiopischen Kaffeezeremonie begleitet. Ziel des Abends: Den immensen Mehrwert einer Befreiung fair gehandelten Kaffees von der Kaffeesteuer zu diskutieren. Denn: Fairness darf kein Luxus sein.

 

Vorbereitungen: Kaffee mahlen oder stoßen? 

Schon vor dem ersten Aufguss hält der Abend einige Überraschungen bereit, denn weder Elektromahler noch Omas alte Kaffeemühle kommen beim Kaffeemahlen zum Einsatz: In der äthiopischen Tradition werden die Bohnen nämlich händisch zerstoßen. Kaffeemeisterin Ruth röstet die Bohnen auf dem Bunsenbrenner und es knackt leise, als die Bohnen mit dem großen Holzmörser zerstoßen werden. Moderatorin Toni merkt an, dass diese traditionelle Form der Kaffeezubereitung sicherlich auch eine gewisse Kraftaufwendung mit sich bringt. Während der erste Aufguss so vorbereitet wird, erzählt uns Sara von ihrer ersten Tasse Kaffee in ihrem Leben – für sie ein wahrer Aha-Moment. Anders als Saras Eltern ihr als Jugendliche jahrelang erzählt hattensteht ihrer Leidenschaft für das wachmachende Heißgetränk gar keine vermeintliche Kaffee-Allergie im Weg. 

 

Erster Aufguss: Genuss

Mit Masken vor Mund und Nase lassen sich unsere Kaffeeexpert*innen und Moderatorin Toni ihren ersten Aufguss von Kaffeemeisterin Ruth einschenken. Zurück auf ihren Plätzen werden die Masken abgenommen und die heiße Brühe in den kleinen weißen Porzellantassen gekostet. Mhh das schmeckt ein bisschen nach Nelken und Zimt, kann das sein?”, beschreibt Toni ihr koffeinhaltiges Geschmackserlebnis. Gleichzeitig führt die erste revitalisierende Tasse Kaffee an diesem Abend auch direkt zum ersten Highlight: Sara, Alexandra und Stephan müssen ihre Kaffeeexpertise in unserem kniffligen Kaffeequiz unter Beweis stellen. Warum wurden Kaffee und Cafés im Laufe der Geschichte mehrfach verboten? Was hat Café eigentlich mit der Erfindung der Webcam zu tun? Das sind nur einige der Fragen, die das Kaffeewissen der drei auf die Probe stellen. Viele Wissenslücken werden dabei mit weiteren (un)nützen Fakten rund um den koffeinhaltigen Wachmacher unterfüttert: Oder hättet Ihr gewusst, dass Johann Sebastian Bach eigens eine Kaffeekantate komponiert hat?

 

Zweiter Aufguss: Ansprechen von Problemen 

Erneut tappunsere Kaffeerunde zu Ruth, um sich ihre nächste Tasse Kaffee an diesem Abend abzuholen. Mit den Worten „Fruchtig und das erinnert irgendwie an Weihnachten“ kommentiert Alexandra die zweite Verkostungsrunde. Verfeinert mit traditionellen Kräutern, begeistert der zweite Aufguss besonders die bekennende Kaffeeenthusiastin. Und was darf bei einer guten Tasse Kaffee natürlich auch nicht fehlen? – Ein süßes Stück Gebäck! In dieser aufgelockerten Atmosphäre leitet Moderatorin Toni zum wichtigsten Programmpunkt an diesem Abend über: Die Kaffeesteuer!

Es gibt ein Problem, weshalb wir hier sind und das es zu lösen gilt: Die Kaffeesteuer!” – Toni Scheurlen, Moderatorin 

Wie passend, dass der zweite Aufguss in der äthiopischen Kaffeezeremonie für das Ansprechen von Problemen steht – für unsere abendliche Kaffeerunde also ein guter Zeitpunkt, um über die oft verheerenden Arbeitsbedingungen für Kleinbäuerinnen und –bauern in der globalen Kaffeeproduktion zu sprechen. Sara berichtet von ihrem Engagement und wie vor allem Frauen im Kaffeeanbau immer wieder prekären Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Und auch wenn viele Konsument*innen generell bereit seien, sich für fair gehandelten Kaffee zu entscheiden, ist dieser meist teurer als konventionell gehandelte Alternativen. Hier wollen nuruCoffee und ONE Deutschland mit ihrer Petition „Fairness darf kein Luxus sein“ ansetzen, erklärt Stephan. Mit der Abschaffung der Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee könnten zusätzliche Kaufanreize für nachhaltige Kaufentscheidungen geschaffen werden. Das wiederum könnte die Nachfrage für fair gehandelten Kaffee steigern und die Arbeit von Millionen Kleinbäuerinnen und bauern nachhaltig sichern. 

 „Wir sorgen dafür, dass Menschen in den produzierenden Ländern ein Leben führen können, dass menschenwürdig ist, sie ihren Kindern eine Zukunft geben können, sie Perspektiven haben und dass die Umwelt vor Ort geschützt wird.“ – Stephan Exo-Kreischer, Direktor ONE Deutschland 

Bei der anschließenden Beantwortung der Zuschauer*innen-Fragen wird deutlich, dass der Staat in diesem Punkt maßgeblich Verantwortung trägtDenn für eine steuerliche Entlastung fair gehandelten Kaffees müssen Standards für Fairness und Nachhaltigkeit transparent und gesetzlich festgelegt werden. Schließlich hat sich die Bundesregierung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verschrieben. Das schließt die gezielte Unterstützung nachhaltigen Konsums und fairer Lieferketten mit ein. 

„Wie kriegt man das hin, dass es einen fairen Standard gibt? Aber ich denke, es gab schon viele andere Probleme, wo wir gesagt haben wie kriegt man das hin? und es gab eine Lösung und vielleicht müssen wir da ein bisschen positiver bleiben.” – Alexandra Rothe, Kaffeebloggerin 

 

Dritter Aufguss: Der Segen und die Lösung von Problemen

Bevor es zur letzten Tasse Kaffee für diesen Abend übergehtwird ganz im Zeichen des dritten Aufgusses auch das Gewinnspiel aufgelöst. Energiegeladen von den zwei vorhergehenden Aufgüssen greifen Sara, Stephan und Alexandra nach ihren Lieblingstassen und lassen sich den letzten Aufguss für diesen Abend einschenken. Anschließend erzählen sie von den praktischen Vorteilen, die eine Befreiung von der Kaffeesteuer für fairen Kaffee mit sich bringt.   

„Es ist tatsächlich so, dass es einen unglaublichen Unterschied macht, ob du den Kaffee von Kooperativen oder über den konventionellen Markt beziehst, wo die Kaffeebäuerinnen und –bauern Tagelöhner sind und so gut wie nichts verdienen.“ – Sara NuruUnternehmerin und Gründerin von nuruCoffee 

Nur fairer Kaffee ermögliche es den Bauern und Bäuerinnen, ihr eigenes Stück Land zu verwalten und so den Wert ihrer Arbeit selbst zu bestimmen, erklärt Sara. Gleichzeitig ermögliche es ihnen, ihre Familien zu versorgen und Umweltstandards einzuhalten. Mit dem Bekenntnis zu den Nachhaltigkeitszielen ist es Deutschlands Verantwortung, alle Bemühungen zur Beendigung von extremer Armut voranzutreibenergänzt Stephan abschließend – die Befreiung fairen Kaffees von der Kaffeesteuer sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. 

 

Seid ihr jetzt genauso energiegeladen wie wir am vergangen Donnerstag? – Dann unterstützt unsere Petition und fordert gemeinsam mit ONE Deutschland und nuruCoffee, fairen Kaffee von der Kaffeesteuer zu befreien!

Alle, die unseren Livestream verpasst haben und eine traditionelle äthiopische Kaffeezeremonie gepaart mit einem spannenden Austausch zum Thema Kaffeesteuer und nachhaltige Entwicklung erleben möchten, können unser Facebook Live „Auf einen Kaffee mit ONE x Sara Nuruhier nachschauen.

 

Petition an Olaf Scholz: Fairness darf kein Luxus sein

Sehr geehrter Finanzminister Scholz, fair gehandelter Kaffee verringert die Armut in der Welt und schont die Umwelt. Doch Fairness darf kein Luxus sein. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass fair gehandelter Kaffee von der Kaffeesteuer befreit wird. Wenn sich mehr Menschen fairen Kaffee leisten können, schaffen wir eine gerechtere, ökologische und nachhaltige Zukunft für uns alle.

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