16. Oktober 2019
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16. Oktober 2019

Klimawandel verschlimmert Hunger / Afrika: Deutsche Unternehmen zögern noch immer / Terrorismus: Äthiopien im Visier

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1. Klimawandel verschlimmert Hunger
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, das ZDF, n-tv.de, die Tageszeitung (taz), die Berliner Morgenpost, der Münchner Merkur sowie die Neue Osnabrücker Zeitung, thematisieren den aktuellen Welthunger-Index, den die Welthungerhilfe gestern in Berlin vorgestellt hat. Laut der Entwicklungsorganisation sei die Zahl der Hungernden von 785 Millionen in 2015 auf aktuell 822 Millionen Menschen gestiegen. Überdies seien insgesamt zwei Milliarden Menschen von Mangelernährung betroffen. Am schlimmsten sei die Lage in der Zentralafrikanischen Republik. Als „sehr ernst“ betrachte die Welthungerhilfe zudem die Situation in Jemen, Sambia, Madagaskar und dem Tschad. Eine der größten Herausforderungen für den globalen Hunger sei der Klimawandel und seine Folgen für die Ernährungssicherheit.

2. Afrika: Deutsche Unternehmen zögern noch immer
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung setzt sich in seiner aktuellen Ausgabe damit auseinander, dass die deutschen Wirtschaft noch immer zögerllich agiert, wenn es um Investitionen in Afrika geht. Bis 2050 werde sich die Bevölkerungszahl auf dem Kontinent auf etwa 2,6 Milliarden Menschen verdoppeln. Während Länder wie China, aber auch das Vereinigte Königreich und Portugal den wachsenen Markt Afrikas längst für sich entdeckt haben, fließen nur etwa zwei Prozent der deutschen Direktinvestitionen in den Nachbarkontinent. Politische Instabilität sowie Korruption und Rechtsunsicherheit schrecken noch immer viele deutsche Investoren ab. Die Unternehmen jedoch, die zu Investitionen bereit seien, können auf die Unterstützung des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft hoffen. Deren Hauptgeschäftsführer Christoph Kannengießer fordere einerseits Verbesserungen der Hermes-Bürgschaften bei einem Engagement in Afrika und lobe andererseits Schritte der Bundesregierung wie die Einrichtung eines Entwicklungsinvestitionsfonds in Höhe von einer Milliarde Euro. Dieser stelle sowohl Mittel für zinsgünstige Darlehen zur Vefügung als auch für Direktinvestitionen afrikanischer Unternehmen sowie für Schulungen und Beratungen für deutsche Unternehmen, die in Afrika investieren wollen.

2. Terrorismus: Äthiopien im Visier
Die Deutsche Welle thematisiert die Gefahr in Äthiopien vor möglichen Anschlägen der islamistischen Terror-Miliz Al-Shabaab. Diese destabilisere seit über einem Jahrzehnt bereits Somalia und wende sich mittlerweile auch den Nachbarländern zu. Äthiopen gerate nun auch ins Visier der Terrorist*innen, da es sich zusammen mit Kenia an einer Friedensmission der Afrikanischen Union in Somaila beteilige. Aus Sorge um geplante Anschläge habe die äthiopische Regierunzg daher kürzlich mindestens zwölf mutmaßliche Al-Shabaab-Anhänger festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, Anschläge auf öffentlichen Plätzen verüben zu wollen, die wegen religiöser Feierlichkeiten hoch frequentiert werden. Die Tatsache, dass Äthiopien derzeit grundlegende poilitische Reformen durchführe, mit denen nicht alle einverstanden seien, mache das Land für Organisationen wie Al-Shabaab leichter verwundbar, urteilt die Brüssler Nichtregierungsorganisation International Crisis Group.

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