Tropentag diskutiert Welternährung. Die Top-Themen des Tages.

Tropentag diskutiert Welternährung. Die Top-Themen des Tages.

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Reis Nudel Kartoffel

  1. Tropentag diskutiert Welternährung
  2. IWF: Mehr Einsatz gegen Klimawandel
  3. Kamerun: Aktivistinnen engagieren sich für Mädchenbildung

1. Tropentag diskutiert Welternährung
Zum Start des Wintersemesters berichtet der Tagesspiegel über die jährlich stattfindende Tropentag-Konferenz an der Berliner Humboldt-Universität. Dort hätten 1.000 Wissenschaftler aus 70 Ländern über die Herausforderungen der Welternährung diskutiert. Weltweit litten knapp eine Milliarde Menschen an akutem Hunger. Drei Milliarden Menschen seien zusätzlich von chronischer Mangelernährung betroffen. Nahrungsmangel koste acht Millionen Menschen jährlich das Leben. Die Umsetzung globaler Ernährungssicherheit werde durch Bevölkerungswachstum sowie die Folgen des Klimawandels erschwert. Die Konferenzteilnehmer hätten sich unter anderem mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich Agrarflächen zugleich effizient, nachhaltig und sozialverträglich nutzen ließen. Miguel Altieri, Gastredner der University of California Berkeley, sehe die Zukunft einer widerstandsfähigen und fairen Landwirtschaft in der aus Lateinamerika stammenden Agroökologie. Diese setze auf maximale Biodiversität durch eine Kombination westlicher Landwirtschaftsmethoden und traditionellem Wissen aus Entwicklungsländern. Das Problem der Welternährung sei nicht die Gesamtmasse der produzierten Lebensmittel, sondern unzureichende Verteilungsgerechtigkeit, so Altieri. Eine nachhaltige Welternährung verlange eine gemeinsame Lösung, für welche sich nicht zuletzt die zahlreichen afrikanischen Nachwuchswissenschaftler engagieren würden, die an der Konferenz teilgenommen hätten.

2. IWF: Mehr Einsatz gegen Klimawandel
Auf der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Lima rief IWF-Chefin Christine Lagarde die Staatengemeinschaft zu verbindlichem Engagement gegen den Klimawandel auf, berichten unter anderem Süddeutsche Zeitung, Zeit Online und der Tagesspiegel. Die Weltbank habe angekündigt, die jährlichen Zahlungen für den Fonds zur Bekämpfung des Klimawandels auf 16 Milliarden US-Dollar aufzustocken. Auch die Europäische Investitionsbank wolle den Anteil von Krediten für Umwelt- und Klimaprojekte auf 35 Prozent des Gesamtvolumens erhöhen. Auf der UN-Klimakonferenz in Paris, die im Dezember stattfinde, sollen auch die ärmsten Länder den internationalen Klimavertrag unterzeichnen und sich dazu verpflichten, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu reduzieren. Der Klimafonds verpflichte die Industriestaaten, die ärmsten Länder der Welt zu unterstützen. Ab 2020 sollen diesem jährlich 100 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stehen. Noch fehlten konkrete Zusagen der Industrieländer. Lediglich 62 Milliarden Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln seien bisher fest zugesagt. Deutschland wolle den jetzigen Beitrag von 4,8 Milliarden US-Dollar bis 2020 verdoppeln.

3. Kamerun: Aktivistinnen engagieren sich für Mädchenbildung
Anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober berichten Frankfurter Rundschau und domradio.de vom Kampf der kamerunischen Frauen, die der Volksgruppe der Mafa angehören, für den Schulbesuch ihrer Töchter. Die streng patriarchalisch geprägte Kultur der Mafa gewähre Frauen kaum Rechte. Trotz staatlichen Verbots würden die Mädchen für gewöhnlich mit 15 Jahren verheiratet und gingen so aus dem „Besitz“ des Vaters in den des Ehemannes über. Für die Familien lohne sich eine Investition in die Bildung der Töchter nicht. Um Selbstbestimmungsrecht und Bildung der Mädchen zu fördern, habe eine Gruppe von Mafa-Frauen 2012 den Verein „AFFMHL“ gegründet. Unterstützt von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes vergebe dieser Stipendien an bedürftige und leistungsstarke Schülerinnen und versorge diese mit Petroleumlampen, damit sie auch nach getaner Hausarbeit und Einbruch der Dunkelheit lernen können. Zudem gehe der Verein aktiv gegen Eltern vor, die ihre Töchter aufgrund einer Verheiratung frühzeitig von der Schule nehmen wollten. Besonders in armen Regionen hätten Mädchen nach wie vor deutlich schlechtere Bildungschancen als Jungen. Laut UNICEF seien 80 Prozent aller Kinder, die in Subsahara-Afrika, im Nahen Osten sowie in Süd-Westasien nicht zur Schule gingen, Mädchen. Neben patriarchalen Gesellschaftsstrukturen, Kinderheirat und Kinderarbeit erschwerten gefährliche Schulwege und das Fehlen geschlechtergetrennter Sanitäranlagen Mädchen den Zugang zu Bildung.

 

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen