Unsere Tipps für Deinen nachhaltigen Kaffeekonsum

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Petition an Olaf Scholz: Fairness darf kein Luxus sein

Viele Mythen ranken sich um unseren Kaffeekonsum: zu viel, zu ungesund, zu umweltschädlich. Aber muss das pauschal so sein? Nein, denn wie Du Deinen Kaffee trinkst, macht einen großen Unterschied. Wir geben Dir sieben einfache Tipps und Tricks an die Hand, wie Du Deinen Kaffeekonsum ganz einfach umstellen kannst und so die Umwelt weniger belastest.  

1. Beginn‘ Deinen Tag doch mal ein bisschen bunter

Mehr als 2,8 Milliarden Einwegbecher landen in Deutschland pro Jahr im Müll. Dabei bestehen die praktischen Becher meist aus Pappe mit einer Kunststoffbeschichtung – häufig mit fatalen Folgen bei der Entsorgung. Die Becher werden als „wilder Müll“ weggeworfen und wie auch bei Plastiktüten wird der Kunststoff am Becher durch Abrieb zu Mikroplastik. Anschließend kann das Mikroplastik in den Boden und das Wasser gelangen. Welche Auswirkungen das für Mensch und Umwelt hat, ist nicht absehbar. 

Wer also am Morgen häufig spät dran ist und sich am liebsten einen Coffee to go bei seiner*ihrer Bäckerei um die Ecke schnappt, für den*die lohnt sich die Investition in den eigenen Mehrwegbecher. Dabei gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Formen und Farben. Also warum nicht in Zukunft etwas bunter in den Tag starten 

 

2. Schon mal was von Recup gehört? 

Du bist unterwegs und brauchst dringend einen Koffeinboost, aber hast Deinen Thermobecher vergessen? Dann musst Du nicht auf Deinen Kaffee verzichten. Die Initiative Recup hat sich ein cleveres Becherpfandsysteme überlegt, das die Umwelt und Ressourcen schont.  Die Idee dahinter: In teilnehmenden Bäckereien und Cafés können Kund*innen ihren Kaffee anstelle eines Pappbechers auch in einem wiederverwendbaren Recup bestellen. Dabei ist der Kaffee sogar günstiger als im gewöhnlichen ToGo-Becher. Wird der Recup im Anschluss zurückgebracht, erhält der*die Kund*in den gezahlten Euro-Pfand auch zurück – ganz einfach.  

 

3. Den eigenen Kaffee mitbringen

Während der Corona-Kontaktbeschränkungen ist das Treffen im Freien zu einer beliebten Freizeitalternative geworden. Wenn für Dich dabei ein Kaffee nicht fehlen darf, gibt es viele Gründe, auch mal den eigenen Kaffee mitzubringen. Denn: Du sparst nicht nur Geld, sondern kannst selbst entscheiden, woher die Sorte in deinem Becher stammt.  

Wer allerdings nicht auf den leckeren Kaffee seines*ihres Stammbäckers*in verzichten will, kann auch vor Ort nachfragen, ob es sich bei den verwendeten Bohnen um fairen Kaffee handelt. 

4. Fair kaufen – Umwelt schonen

Aber auch wenn Du Deinen Kaffee zuhause zubereitest, ist Kaffee nicht gleich Kaffee: Bis eine Tasse Kaffee auf dem Küchentisch steht, wurden beim Anbau, der Ernte und allen weiteren Produktionsschritten bereits im Schnitt 140 Liter Wasser insgesamt verbraucht.  

Wer sich hingegen für fair gehandelten Kaffee entscheidet, unterstützt nicht nur faire Lieferketten, sondern leistet auch einen Beitrag zur umweltschonenden Kaffeeproduktion. Denn so wird bei der fairen Kaffeeproduktion darauf geachtet, dass speziell bei der Ernte und der Weiterverarbeitung der Bohne auf umweltschonende Methoden zurückgegriffen werden. Ebenso sind verschiedene Pestizide im Anbau untersagt. Stammt Dein Kaffee aus Bohnen, die auch Bio-zertifiziert sind, kannst Du zudem sicher ein, dass beim Anbau keine Gentechnik verwendet wurde.  

Wenn Dir umweltschonende Methoden bereits bei der Kaffeeherstellung wichtig ist, dann schau doch mal bei unserer Petition an Olaf Scholz vorbei. Wir fordern den Finanzminister auf, fairen Kaffee von der Kaffeesteuer zu befreien und so die nachhaltigere Kaffeeproduktion mithilfe des Fiskus zu unterstützen. 

 

5. Nimm Dir Zeit

Ja, wir müssen zugeben: Manchmal muss es schnell gehen und der Kaffee am besten sofort auf dem Schreibtisch stehen. Doch hast Du die Zeit, Dir einen guten Kaffee zu zubereiten, dann nimm Sie Dir auch! Denn die Zubereitung eines sogenannten Slow Coffees schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch geschmacklich ein wahres Erlebnis. Ob Espressokocher oder French Press: Im Gegensatz zu einem Kaffeevollautomaten, der bei der Herstellung und Verwendung äußerst viel Energie verbraucht, sind dies die umweltfreundlicheren Alternativen. Gleichzeitig vermeidest du mit diesen langsamen Varianten der Kaffeezubereitung unnötigen Kapselmüll. Du brauchst noch Inspiration für Deinen Slow Coffee? Dann schau‘ mal auf dem Blog von Utopia nach. Hier werden verschiedene Variationen vorgestellt. 

 

6. Kaffeesatz kann mehr als nur die Zukunft vorhersagen

Doch nicht nur unnötiger Plastik- und Aluminiummüll lässt sich mit unseren einfachen Tricks vermeiden, auch der Kaffeesatz muss nicht in die Biotonne wandern. Mit einer Hand voll Kaffeesatz und zwei Esslöffel Olivenöl lässt sich ein wunderbares Duschpeeling herstellen, das garantiert frei von Mikroplastik ist. Dabei verbessert das enthaltene Koffein sogar die Blutzirkulation und strafft das Bindegewebe. 

Aber auch als Pflanzendünger lässt sich der übrige Kaffeesatz einsetzen. Am besten mischst Du den getrockneten Kaffeesatz hierzu mit in die Erde, sodass die Pflanze den Dünger gut aufnehmen kann.  

 

7. Weniger ist mehr

Zugegebenermaßen: Unser letzter Tipp ist nicht wirklich neu. Wer weniger Kaffee trinkt, schont die Umwelt. Positiver Nebeneffekt: Wer seinen*ihren Kaffeekonsum also auf eine gelegentliche Tasse Kaffee verringertspürt auch die revitalisierende Wirkung des Getränks wieder intensiver 

Und auch beim Kaffeegenuss mit Milch lautet die Devise: Ein reduzierter Milchkonsum schützt das Klima. Bei der Herstellung eines Liter Kuhmilch wird im globalen Durchschnitt so viel Treibhausgase ausgestoßen, wie bei der Verbrennung von einem Liter Benzin entstehen. Wer trotzdem nicht auf einen leckeren Latte Macciato verzichten möchte, kann auch zu Alternativen wie Soja-, Hafermilch und Co. greifen ohne auf den perfekten Milchschaum verzichten zu müssen. 

 

Nachhaltigkeit geht über ökologische Aspekte hinaus

Hast Du jetzt Lust bekommen, noch mehr über Nachhaltigkeit und Kaffee zu erfahren? Dann schau‘ doch mal auf diesem Blogbeitrag von Utopia vorbei. Dort kannst Du nachlesen, dass Nachhaltigkeit auch soziale und gesundheitliche Aspekte miteinbezieht und Vorurteile gegenüber fair gehandeltem Kaffee unbegründet sind. Auf unserem Blog findest Du zudem einen interessanten Beitrag, wie fairer Kaffee zur Gleichstellung der Geschlechter beiträgt.  

Wenn Du selbst noch weitere Tipps und Tricks für einen umweltfreundlicheren Kaffeekonsum kennst, dann teile Sie gerne mit uns auf Twitter oder Facebook. 

 

Du findest, dass sich jede*r einen nachhaltigen Kaffeekonsum leisten können soll? Dann unterstütze unsere Petition an Finanzminister Olaf Scholz und fordere mit uns die Abschaffung der Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee. Denn wir finden: Fairness darf kein Luxus sein. 

Petition an Olaf Scholz: Fairness darf kein Luxus sein

Sehr geehrter Finanzminister Scholz, fair gehandelter Kaffee verringert die Armut in der Welt und schont die Umwelt. Doch Fairness darf kein Luxus sein. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass fair gehandelter Kaffee von der Kaffeesteuer befreit wird. Wenn sich mehr Menschen fairen Kaffee leisten können, schaffen wir eine gerechtere, ökologische und nachhaltige Zukunft für uns alle.

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