Zeitungsschau – 4. Dezember 2009

Deutsche Entscheidung zur Finanzierung des Klimawandels

Dagmar Dehmer meint im Tagesspiegel, dass die Regierung gestern im Bundestag alle Chancen vergeben hätte, für Kopenhagen ein positives Signal zu setzen. Als Grund gibt sie die ausdrückliche Formulierung in der Entscheidung des Parlaments an, Finanzierung für Adaptation und Mitigation im Rahmen der offiziellen Entwicklungshilfe (ODA) zur Erreichung des 0,7 %-Ziels zu zählen. Dehmer erklärt auch, dass dies von Oppositionspolitikern und NROs zu Recht zum Anlass genommen würde, die Regierung für ihre Strategie auf dem Weg nach Kopenhagen zu kritisieren.

Interview mit Dirk Niebel

Stefan Braun und Peter Blechschmidt haben für die Süddeutsche Zeitung ein Interview mit Entwicklungsminister Dirk Niebel geführt. Niebel betont noch einmal, dass er plane, die Hilfen für Afghanistan zu erhöhen, um die Bemühungen Deutschlands und der internationalen Gemeinschaft bei der Stabilisierung des Landes zu unterstützen. Der Minister kündigte außerdem an, dass es eine engere Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und den Entwicklungshelfern vor Ort geben werde. In diesem Zusammenhang kritisiert er seine Vorgängerin Heidemarie Wieczorek-Zeul für deren Bedenken zu einer derartigen Zusammenarbeit. Schließlich wären Stabilisierungsversuche weit erfolgreicher, wenn Entwicklung und Sicherheit Hand in Hand vorangetrieben würden. Auf die Frage, ob er deutsche Entwicklungsgelder zur Unterstützung deutscher Unternehmen einsetzen wollte, verneinte Niebel ein Rückkehr zu gebundener Hilfe – allerdings sagte er auch: „Es darf der deutschen Wirtschaft nutzen, wenn wir Entwicklungszusammenarbeit betreiben.“

Das vollständige Interview auf sueddeutsche.de: Stefan Braun, Peter Blechschmidt, „Ich werde mehr tun als meine Vorgängerin“

Gruppenauslosung zur FIFA WM, heute abend 19 Uhr

Afrikakorrespondent Johannes Dieterich lobt die FIFA in der Frankfurter Rundschau für die Wahl von Angelique Kidjo als Aushängeschild für die heutige Gruppenauslosung zur WM. Schließlich wäre Kidjo nicht nur eine ausgezeichnete, sondern auch eine ernstzunehmende Künstlerin.

Andere Kommentatoren nutzen die Gelegenheit, die FIFA vorsichtig dafür zu kritisieren, dass sie das Thema „Fußball rettet die Welt, indem er die Menschen zusammenbringt“ ein wenig überstrapazieren. Zweifelsohne wäre die WM ein wichtiges Ereignis, aber die FIFA sei kein Regierungsorgan und seine Möglichkeiten bei der Bekämpfung der Armut und anderer Probleme seien äußerst begrenzt.

Bild spekuliert, dass es bei den Gruppenauslosungen bei vergangenen Weltmeisterschaften nicht immer ganz korrekt zugegangen sei. Es sei möglich, die Bälle für die Auslosung durch leichtes Erhitzen ausgewählter Bälle zu manipulieren. Bereits bei der Auslosung zu WM in Deutschland sei darüber gesprochen worden, als nämlich Lothar Matthäus einen Ball fallenließ und dann einen anderen auswählte. Außerdem, so ist sich Bild sicher, habe die FIFA großes Interesse daran, dass Südafrika als Austragungsort die Gruppenphase überstehe.

Chinesische Werke für Afrika?

Weltbank-Präsident Robert Zoellick erklärte gegenüber der Financial Times, dass die Weltbank mit China über eine Verlegung chinesischer Werke nach Afrika verhandle. Damit würden komplette Wertschöpfungsketten für einfache Produkte wie Schuhe und Spielzeuge auf den Kontinent verbracht. Für die Entwicklungsländer könnten sich so ähnliche Wachstumsraten wie in einigen ostasiatischen Ländern einstellen. Allerdings wollte sich der chinesische Handelsminister Chen Deming auf Nachfrage der FT nicht zu Zoellicks Aussagen äußern.

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