Zeitungsschau – 4. Juni 2010

Die Themen heute:

  1. Im Haushalt sparen –
  2. Mit der G20 treffen –
  3. Fernsehen –


1. Im Haushalt sparen

Die Tagezeitung Die Welt berichtet heute über die Sparanstrengungen in allen Ministerien, weist aber darauf hin, dass Entwicklungsminister Niebel sogar eine Ausweitung seines Etats fordert, statt Einsparungen vorzunehmen. Staatssekretär Beerfeltz wird mit den Worten zitiert, dies sei die „Unterkante“, um internationale Verpflichtungen einzuhalten benötige um eigentlich noch mehr Geld. Der Vorschlag von €400 Mio. zusätzlich beinhalte daher bereits Einsparungen. Niebel werde, ebenso wie die anderen Minister, bei der Haushaltsklausur des Kabinetts am Wochenende einem Konflikt mit Finanzminister Schäuble bevorstehen, prognostiziert das Blatt. Wenig Verständnis für Niebel zeigt Welt-Kommentatorin Dorothea Siems in ihrem mit „Sparen, sparen, sparen“ überschriebenen Beitrag. Für Ausgabenerhöhungen sei die Situation zu angespannt.

2. Mit der G20 treffen

Mehrere Zeitungen und Agenturen berichten über das bevorstehende G20-Finanzministertreffen in Südkorea. Die meisten Länder würden mittlerweile eine Bankenabgabe befürworten, schreibt die Berliner Zeitung. Sicher sei die Maßnahme jedoch nicht, weil derzeit noch von Kanada und Australien opponierten. Die Banken beider Länder sind relativ glimpflich durch die Finanzmarktkrise gesteuert. Man sieht dort daher wenig Grund, die heimische Finanzindustrie mit entsprechenden Abgaben zu belasten. Eine Finanzmarkttransaktionssteuer sei weiterhin unwahrscheinlich. Deutschland ist zwar mittlerweile wieder dafür, die USA seien aber weiterhin dagegen. Nicht der einzige transatlantische Gegensatz: Das Handelsblatt berichtet unter der Überschrift „Spar-Kanzlerin gegen Schulden-Präsident“, die Beziehung zwischen Berlin und Washington sei zwar intakt, in der Sache gebe es aber erheblich Differenzen. So dränge die Obama-Administration darauf, eine expansivere Politik zu betreiben, während Deutschland zu strenger Haushaltsdisziplin zurückkehren wolle.

3. Fernsehen

Klaus Raab widmet sich in der heutigen tageszeitung einer Analyse, warum und inwiefern im deutschen Fernsehen nach wie vor Klischees über Afrika verbreitet würden. Berichte über urbanes Leben, Kultur oder positive Entwicklungen wie Demokratisierung kämen zu kurz. Als – mit gewissen Abstrichen – löbliche Ausnahme sieht Raab eine 24-Stunden-Dokumentation über Südafrika, die morgen (Samstag) ab 6.00 Uhr im Spartensender ZDF info zu sehen sein wird. Auszüge wird auch das ZDF zeigen. Die Ganztagesdoku beschreibe nicht nur den Alltag in Südafrika (z.B. das Leben als Eventmanager oder das einer Bau-Tycoonin) sondern auch Themen, die im Land selbst kontrovers diskutiert werden (z.B. Obdachlosigkeit oder Bürgerwehren).
Wie um Raab zu bestätigen war einem Beitrag der dpa zu entnehmen, dass RTL seine Produktion „Ausgerechnet Afrika“ präsentiert. Beim Sender sei man stolz über den komplett in Afrika gedrehten Film. Regisseur Axel Barth bedauerte allerdings, er hätte ursprünglich lieber ein „wirklich afrikanisches Afrika“ mit „trockener Dürre und harten Farben“ für seinen Dreh zu Verfügung gehabt. Der Plan, in Tansania zu drehen, sei gescheitert. Wohl an „Sicherheitsfragen“ vermutet der dpa-Autor und weiß, Tansania sei eines der ärmsten Länder des Kontinents und viele Piraten nutzten das Land als Rückzugsgebiet. Die Liebesgeschichte über eine toughe Tierärztin und einen Hamburger High-Society-Arzt wurde nun mit reichlich Skorpionen und Löwen auf der Lindbergh-Lodge in Südafrika gedreht und wird am 7. Juni gezeigt. Bei großem Erfolg hofft RTL, den Stoff als Serie fortsetzen zu können.

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