Zeitungsschau – 28. Mai 2010

Die Themen heute:

  1. Politiker bekennen sich zum Kampf gegen Armut… und für die Glaubwürdigkeit der EU –
  2. „Wie können wir den Kampf auf halber Strecke aufgeben…“? –
  3. Entwicklungspolitik und der EAD –
  4. „Viel hilft nicht viel“ –
  5. taz zu Fußball in Afrika –


1. Politiker bekennen sich zum Kampf gegen Armut… und für die Glaubwürdigkeit der EU

In der Frankfurter Rundschau erscheint am 28. Mai ein Artikel von der ehemaligen Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (1998-2009), ihrem luxemburgischen Kollegen Jean-Louis Schiltz (2004-2009) sowie dem einstmaligem EU-Entwicklungskommissar Louis Michel (2004-2009). Die Autoren betonen, dass die EU ihre Zusagen für die Entwicklungshilfe auch aufgrund der aktuellen globalen Krise nicht einhalten wird und warnen davor, dass versprochene, aber nicht geleistete Hilfeleistungen der Glaubhaftigkeit der Union schaden könnten. Auch sei nicht vertretbar, den Finanzsektor zu retten, während Entwicklungsländer gezwungen seien, weiterhin gegen Hunger und Armut zu kämpfen. So rufen die Autoren die EU-Mitgliedsländer auf, „die von ihr im Kampf gegen die Armut und zur Förderung der Entwicklung armer Länder eingegangenen Verpflichtungen auch einzuhalten“.

2. „Wie können wir den Kampf auf halber Strecke aufgeben…“?

Während der Vorstellung einer Studie zur Situation von HIV-positiven Menschen in acht afrikanischen Ländern am Donnerstag beklagte Mit Philips von Ärzte ohne Grenzen (MSF) die Kürzungen der für den Kampf gegen die Krankheit bereitgestellten Geldern, so die dpa. Laut Philips benötigen weitere neun Millionen Menschen mit HIV/Aids Zugang zu Medikamenten. Wie die dpa weiter berichtet, stellt PEPFAR – ein von den USA finanziertes Programm zur Bekämpfung der Immunkrankheit – nach einer Senkung in 2009 auch 2010 weniger finanzielle Mittel zu Verfügung. Laut MSF hat auch der Globale Fonds mit „massiven Finanzierungsdefiziten“ zu kämpfen, so dass im Vorab „genehmigte Länderzuschüsse um 8 bis 12 % reduziert“ wurden, eine Maßnahme, die bereits Auswirkungen für die Gesundheitsversorgung von HIV/Aids-Patienten im Kongo hatte.

3. Entwicklungspolitik und der EAD

Das Neue Deutschland berichtet ausführlich über den Europäischen Auswärtigen Dienst und hebt einige Kritikpunkte aus Sicht der Linken hervor. So sei u.a. die geplante Einordnung der Entwicklungspolitik in den EAD problematisch, da es hierbei durch den außenpolitischen Fokus des Dienstes zu einer „Marginalisierung dieses immanent wichtigen Politikfeldes kommen könne“.

4. „Viel hilft nicht viel“

In der Leipziger Volkszeitung setzt Katharina Lossmann sich mit den aktuellen Veröffentlichungen von Volker Seitz, jahrelanger Mitarbeiter des Auswärtigen Amts („Afrika wird armregiert“) und Paul Collier („Gefährliche Wahl“), Afrika-Experte der Universität in Oxford, auseinander. Beide Autoren favorisieren eine starke Beschränkung der Entwicklungsgelder auf post-Konfliktsituationen, um die Wiederherstellung der Wirtschaftsstruktur zu gewährleisten. Seitz sieht, so Lossmann, den Ursprung von Afrikas Problemen insbesondere in der „Politik afrikanischer Machthaber und Führungseliten“, die sich mit Entwicklungsgeldern einen luxuriösen Lebensstil leisten würden während sich für die „Ärmsten der Armen“ nichts ändere.

5. taz zu Fußball in Afrika

In einer in der Tageszeitung erschienenen Glosse mit dem vielsagenden Titel „Weltlangweiler Afrika“ lässt Michael Ringel seinem Frust über afrikanischen Fußball freien, ironischen Lauf. So kritisiert er die „Ahnungslosen und Kenntnisfreien“ hierzulande, die ihre Hoffnungen auf eine afrikanische Mannschaft setzen. Darüber hinaus plädiert Ringel dafür, dass wenn die Zukunft des Fußballs, wie die Fifa angeblich seit Jahren prophezeie, tatsächlich in Afrika liege, sie dort „bitte schön auch die nächsten 30 Jahre liegen bleiben“ solle. Generell unterstellt Ringel afrikanischem Fußball, dass er aufgrund einer mutmaßlichen Angst der Spieler vor dem Tore schießen „abgrundtief langweilig“ sei. So rechnet Ringel sich gute Chancen für ein „junges Team“ wie beispielsweise Deutschland aus, den Weltmeistertitel heimzubringen.

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