Zeitungsschau – 18. Mai 2010

Die Themen heute:

  1. Wo bleibt die Kohärenz? –
  2. Woher kommt das Coltan? –
  3. Was macht die Bühne? –


1. Wo bleibt die Kohärenz?

Das Neue Deutschland widmet sich dem Arbeitsprogramm der EU-Kommission für Entwicklungspolitik, das in dieser Woche vom EU-Parlament debattiert wird. Nach wie vor aber fehle der Entwicklungspolitik der EU Abstimmung und Kohärenz auf allen Ebenen, kritisiert das Blatt: „nationalstaatlich, bei den Nationalstaaten untereinander und in Bezug auf die Europäische Kommission“. So werde „nicht selten handelspolitisch platt gemacht, was entwicklungspolitisch aufgebaut wurde“. Wirklich kohärent sei die EU nur in der Durchsetzung eigener ökonomischer Interessen.

2. Woher kommt das Coltan?

Das Handelsblatt berichtet in seiner heutigen Ausgabe von einem Test, den ein Forscherteam der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) entwickeln konnte. Der Test biete erstmals die Möglichkeit, die Herkunft einer beliebigen Probe von Coltan zu bestimmen. Das Mineral ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Kondensatoren, die in Mobiltelefonen, Flachbildschirmen und Computern Verwendung finden. Man findet es unter anderem in Australien aber auch im Osten des Kongo, wo es eine kritische Rolle bei der Finanzierung verschiedener militanter Gruppen spielt. Ein erstes Projekt, das von der BGR gemeinsam mit der GTZ in Ruanda durchgeführt wird, soll die Handelswege von Coltan transparent machen und letztlich eine Zertifizierung möglich machen. Zahlreiche Hersteller sind an dem Verfahren interessiert, um sich vor der Nutzung von „Blut-Coltan“ zu schützen. Andere, wie der finnische Hersteller Nokia, zögern noch, den Test zu verwenden, weil sie bereits eigene Verfahren etabliert hätten.

3. Was macht die Bühne?

Die Frankfurter Rundschau veröffentlicht heute das gemeinsame Interview der beiden gefeierten südafrikanischen Theaterregisseure Paul Grootboom und Brett Bailey, deren Werke dieser Tage bei den Wiener Festwochen bzw. in Braunschweig, Mülheim und Essen zu sehen sind. Die beiden jungen Künstler äußern sich darin frustriert über den aus ihrer Sicht nach wie vor tief sitzenden Rassismus in ihrer Heimat Südafrika.
Die Welt, der Tagesspiegel und zahlreiche andere Medien berichten über die mit Spannung erwartete Premiere von Christoph Schlingensiefs jüngstem Werk „Via Intolleranza II” am vergangenen Sonntag in Brüssel. Das Stück thematisiert und ironisiert den „weißen Helferblick“ auf Afrika. Es steht jedoch in keinem direkten Zusammenhang mit Schlingensiefs anderem Projekt, ein Festspielhaus samt Operndorf in Burkina Faso zu errichten.

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