Survival – Überleben: Die Gesundheit von Müttern und Kindern

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Die Gesundheit von werdenden Müttern und das Überleben ihrer Kinder sind eng miteinander verbunden – die Gesundheit einer jeden Mutter und die Versorgung, die sie während Schwangerschaft, Geburt und danach erhält, haben großen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft und die Gesundheit des Kindes.

Der Dokumentarfilm begleitet das Leben von werdenden Müttern und ihren Kleinkindern in Bangladesch und zeigt die häufigsten Gesundheitsgefahren auf, denen die Kinder in ihrem ersten Lebensabschnitt ausgesetzt sind. Die Dokumentation zeigt, dass Präventivmaßnahmen – wie Impfungen und Nahrungsergänzungsmittel – ohne übermäßigen Kostenaufwand die Kindersterblichkeit erheblich senken können. Beachtenswert ist zudem, dass eine zielgerichtete Unterstützung – die z.B. für einen gesunden Start ins Leben sorgt – entscheidend zur Verbesserung der gesamten sozioökonomischen Lebensbedingungen eines Landes beiträgt.

Die Gesundheit werdender Mütter

  • Berichte von WHO, UNICEF, Weltbank und UNFPA schätzen, dass jährlich etwa 536.000 Frauen durch Komplikationen in der Schwangerschaft sterben
  • Analphabetismus unter Frauen und ein geringer Bildungsstand wirken sich oft auch negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft der Frauen und die Gesundheit der Kinder aus.
  • Schlechte Sanitärversorgung und fehlender Zugang zu sauberem Wasser erhöhen das Infektionsrisiko sowohl für die Frauen als auch für die Kinder während der Geburt.
  • Die überwältigende Mehrzahl der Geburten in Regionen mit erhöhtem Risiko finden zuhause statt – in Bangladesch sind dies 92 Prozent (WHO).
  • Der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung hat immense Auswirkungen auf das Überleben von Mutter und Kind, insbesondere, wenn es während der Geburt zu Blutungen kommt oder das Kind sich in einer Fehllage befindet.
  • Von allen Millennium-Entwicklungszielen wurde bei Ziel 5 bisher insgesamt am wenigsten Erfolg erzielt – in den am schlimmsten betroffenen Ländern ist die Müttersterblichkeit bisher nur minimal zurückgegangen.

Überlebenschancen für Kinder

Jedes Jahr sterben zehn Millionen Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr – das heißt, jede Sekunde stirbt ein Kleinkind (WHO). Die Mehrzahl dieser Todesfälle wird durch Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung, Malaria oder Masern verursacht, die eigentlich leicht vermeidbar und behandelbar sind. Auch Mangelernährung spielt bei der Kindersterblichkeit eine erhebliche Rolle (UNICEF).

Zahlen & Fakten

  • Jedes Jahr sterben 9,7 Millionen Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr. Fast alle dieser Todesfälle sind vermeidbar (UNICEF).
  • Das höchste Risiko besteht kurz nach der Geburt: 4 Millionen Neugeborene sterben innerhalb des ersten Lebensmonats, 2 Millionen allein am ersten Tag (UNICEF).
  • Die meisten Todesfälle sind auf Durchfall, Lungenentzündung, Malaria, Masern, schwere akuter Unterernährung und HIV/AIDS zurückzuführen.
  • 99 Prozent aller Todesfälle bei Kindern ereignen sich in Entwicklungsländern. Fast 4,8 Millionen Kinder in Sub-Sahara-Afrika sterben vor ihrem fünften Geburtstag – weitere 3,1 Millionen in Asien (UNICEF).
  • Ziel des Millennium-Entwicklungsziels 4 (MDG 4) ist es, die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren zwischen 1990 und 2015 von 13 Millionen pro Jahr auf 4 Millionen zu senken. In allen Regionen der Welt sind Fortschritte bei der Verbesserung der Überlebenschancen von Kindern zu verzeichnen. Dies ist jedoch bei Weitem nicht genug, um MDG 4 zu erreichen. Trotz der erkennbaren Erfolge – z.B. in Bangladesch ist die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren seit 1990 um 54 Prozent gesunken – konnten in 62 Entwicklungsländern, vor allem in Sub-Sahara-Afrika, nur geringe bzw. keine Fortschritte erzielt werden. In Sierra Leone, Angola und Afghanistan erreicht weiterhin jedes vierte Kind das fünfte Lebensjahr nicht. Dies ist ungefähr eine sechzigmal so hohe Sterblichkeit wie z.B. in Frankreich, Deutschland oder Japan.
  • Unterernährung ist die Hauptursache für 3,5 Millionen Todesfälle bei Kindern. Den Kindern fehlen wichtige Nährstoffe für ihr Wachstum und ihre Entwicklung, sie sind somit sehr viel anfälliger für Infektionen (UNICEF).

Weitere Einflussfaktoren

  • Neugeborene sind in den ersten Lebensmonaten anfälliger für Krankheiten, da ihr Immunsystem noch nicht ausgebildet ist.
  • Auch der Gesundheitszustand der Mutter beeinflusst die Anfälligkeit des Kindes für Infektionen. Frühe Schwangerschaften bei jugendlichen Müttern sowie eine Mangelernährung der Mutter wirken sich auf das Geburtsgewicht und die weitere Entwicklung des Kindes aus.
  • Überleben des Fötus und Gesundheit des Säuglings hängen von der Betreuung bei Komplikationen während Wehen ab.
  • Der Tod der Mutter erhöht das Sterberisiko des Kindes erheblich.

Lösungen

  • Erhöhung des politischen Willens zum Handeln auf nationalem und internationalem Level
  • Lösungen sind bekannt, umsetzbar und bezahlbar. Doch noch immer besitzt die Gesundheit von werdenden Müttern und Kindern keine Priorität:
       – allen Frauen und ihren Kindern sollte durchgängige Versorgung angeboten werden, während Schwangerschaft, Geburt und Kindheit; dazu gehören Familienplanung, ausgebildete Geburtshelfer, Impfungen, Nahrungsergänzung, orale Rehydrationstherapien und die Behandlung von Lungenentzündungen, mit Insektizid behandelte Bettnetze und Information über Hygienemaßnahmen, auch in ländlichen und abgelegenen Gegenden
       – die Anzahl der ausgebildeten Hebammen muss erhöht werden, um bei Komplikationen bei der Geburt entsprechende Hilfe leisten zu können
       – Impfungen zum Schutz vor den wichtigsten vermeidbaren Krankheiten wie Masern und die Einführung neuer Impfstoffe , um gegen Pneumokokkeninfektionen und das Rotavirus zu schützen
       – Information über Hygienemaßnahmen, Behandlung des Wassers, dort wo es benutzt wird und Verbesserung der sanitären Anlagen
  • Sicherstellen, dass alle Mädchen und junge Frauen Zugang zu Grundschulbildung haben und damit Ungleichheiten, die den Zugang zu Gesundheit behindern und die Wahrscheinlichkeit früher Schwangerschaften und unsicherer Abtreibungen erhöhen, beseitigen.

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