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Die Initiative Südliches Afrika (Inisa), die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und die Deutsche Afrika Stiftung luden gemeinsam zu einer Podiumsdiskussion ein, bei der Repräsentanten aller im Bundestag vertretenen Parteien ihre Afrika-Positionen vortrugen. Die Diskussion verband allgemeine außen-, sicherheits- und entwicklungspolitische Fragestellungen. Obwohl die Diskussionsteilnehmer sehr höflich – und somit wohl wahlkampfuntypisch – miteinander umgingen, gab es in der Sache einzelne Auseinandersetzungen.

Der Afrika-Experte der CDU Hartwig Fischer wies auf die Anstrengungen der großen Koalition in den vergangenen Jahren hin, die einen starken Fokus auf Armutsbekämpfung gelegt habe. Er wies auch auf die Bedeutung von Good Governance und Bildung hin. Anders als Marina Schuster (FDP) setzen sich Fischer und sein CSU-Kollege Dr. Ruck für die Beibehaltung eines eigenständigen Entwicklungsministeriums ein. Die SPD-Vertreterin Gabriele Groneberg betonte u.a. die Bedeutung von Wachstums- und Verteilungsgerechtigkeit in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft und der Parlamente in den Partnerländern. Einen interessanten Einstieg in die Debatte fand die ehemalige Afrika-Beauftragte der Regierung Schröder Uschi Eid (Die Grünen). Sie forderte einen Perspektiv- und Strategiewechsel: Afrika solle nicht mehr als Opfer sondern als Partner in den Feldern Wirtschaft und Handel gesehen werden. Der Vertreter der Linkspartei Hüseyin-Kenan Aydin forderte die Einhaltung der Zusagen ein und machte auf die Folgen der Finanzkrise für die Ärmsten der Armen aufmerksam.

Auch die Rolle von Künstlern im Kampf gegen Armut wurde aufgegriffen und verschieden bewertet. Dazu wies ich zum Ende der Diskussion darauf hin, dass es zwar eine Absurdität genannt werden könne, dass sich bekannte Künstler zu Wort melden müssten, damit das Thema Entwicklungschancen in Afrika in der Öffentlichkeit auftauche. Dennoch sei dies im Interesse der Ärmsten, deren Interesse sonst viel zu oft gar nicht wahrgenommen würde.

— Tobias Kahler —

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