Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden

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Unserer Kollegin Eloise Todd aus London berichtet vom zivilgesellschaftlichen Treffen vor dem italienischen G8-Gipfel, welches am 4. und 5. Mai in Rom stattfand.

Letzte Woche kamen in Rom 240 Delegierte aus mehr als 40 Ländern, die zusammen 100 Millionen Menschen repräsentieren, zusammen, um die Abgesandten der G8 zu informieren, was für sie wichtig jetzt ist. Diese Abgesandten der G8, die „Sherpas“, bereiten den G8-Gipfel vor, der im Juli unter italienischem Vorsitz stattfinden wird. Unter den 240 Delegierten waren zum Beispiel Vertreter von Entwicklungsorganisationen, Klimaschützer und Gewerkschafter – alles in allem ein breites Spektrum der Zivilgesellschaft. (Die Sherpas im wahrsten Sinne des Wortes umzingelt von Vertretern der Zivilgesellschaft zu sehen war schon ein bemerkenswerter Anblick.) Obwohl die Themen breit gestreut schienen, war die Botschaft, dass die Armut unter den Ärmsten der Welt wirksam bekämpft werden muss, diejenige, die am lautesten und durchgängigsten zu vernehmen war. Die Nahrungsmittelkrise stand auf der Agenda ganz weit oben – als die Krise, von der viele glauben, sie wäre inmitten der wirtschaftlichen und finanziellen Probleme, die den Erdball überzogen haben, vergessen worden. Gerechtigkeit war ein Thema – der Ruf nach einer Erneuerung der globalen Strukturen unter Einbeziehung der Regierungen der Entwicklungsländer genauso wie der Zivilgesellschaft aus allen Teilen der Welt war laut zu vernehmen.

Im Dokument, welches die Nichtregierungsorganisationen (NROs) an die Sherpas übergaben, ging es im Wesentlichen um fünf Themen: Allgemeingüter und soziale Grunddienstleistungen, Klimawandel und die Umwelt, Nahrung und landwirtschaftliche Unabhängigkeit, globale Regulierungsstrukturen und zu guter letzt Finanzen und Arbeitswelt.

Das Treffen wurde von der Stadt Rom zusammen mit dem italienischen Teil des Global Call to Action Against Poverty (GCAP) (dessen deutscher Arm Deine Stimme gegen Armut ist) veranstaltet. Von einigen Sherpas haben wir positive Signale vernommen, dass sich der G8-Gipfel auf Afrika, Landwirtschaft und den Klimawandel konzentrieren wird. ONE sieht Prioritäten vor allem darin, dass die G8 trotz der schwierigen Zeiten die Gelder aufbringt, die sie versprochen hat – wir brauchen ein Konjunkturpaket für Afrika. Es war eine Bestätigung zu vernehmen, dass die Sherpas sich einstimmig dafür aussprachen, dass der so genannte „whole-of-country approach” („Ganzes Land-Ansatz”), nach dem das gesamte Spektrum an Investitionen, die aus einem Geberland getätigt werden – von Spendenmitteln, die NROs oder Privatleute aufbringen über geschäftliche Investitionen bis hin zur eigentlichen staatlichen Entwicklungshilfe – zusammenaddiert und als Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit gezählt wird, nicht von den gemachten Versprechen ablenken dürfte und diese ganz sicher nicht ersetzen könnte. Alle Organisationen unterstrichen, dass die Industriestaaten ihre Versprechen halten müssten, damit über innovative Finanzierungsmechanismen, Geldanweisungen von Exilanten in ihre Heimatländer und ausländische Direktinvestitionen zusätzlich zu den für Offizielle Entwicklungshilfe (ODA) gemachten Zusagen Mittel aufgebracht werden könnten.

Bis Juli liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor uns: Die G8 müssen ihre Versprechen halten, wir brauchen einen weitreichenden Plan, um die Finanzlücken im landwirtschaftlichen Bereich zu füllen und wir müssen jetzt entscheidende Investitionen in den Globalen Fonds, in Gesundheitssysteme, Bildung und Wasser- und Sanitärversorgung tätigen. Ich hoffe, Sie begleiten uns auf dem Weg zum Gipfel.

— Eloise Todd —

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