Recycling hält nicht nur Innenstädte sauber – es ist auch eine wichtige Einnahmequelle.

Recycling hält nicht nur Innenstädte sauber – es ist auch eine wichtige Einnahmequelle.

In ganz Simbabwe wird Müll am Straßenrand entsorgt. Man sieht sogar Autofahrer, die ihren Müll einfach aus dem Autofenster werfen. Wie sieht eine funktionierende Abfallwirtschaft in einem Land mit einem Müllproblem aus? Vielleicht steckt die Lösung in den inspirierenden Ideen von Helen Davidson und Mary Wazara.

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Die Probleme auf der Pomona-Mülldeponie in der Hauptstadt Harare stehen exemplarisch für die Probleme, die man dort mit Abfall hat. Auf der Pomona-Deponie in der Nähe von Borrowdale, einem Vorort von Harare, gibt es viel zu viel Müll – Müll, der auch viel Wiederverwertbares enthält.

Dass mindestens einmal pro Monat die Müllabfuhr ausfällt und sich Müllsäcke in den Straßen türmen, macht die Sache nicht besser. Die Abfallwirtschaft muss komplett umgekrempelt werden.

Helen Davidson arbeitet seit Jahren für die städtische Müllabfuhr. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Recycling – damit weniger Müll auf der Deponie landet und die Bürger sich stärker für den eigenen Müll verantwortlich fühlen und die Umwelt sauberer wird.

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Helen bietet einen Sammeldienst für wiederverwertbare Abfälle an, die im Haushalt in verschiedenfarbige Säcke sortiert werden müssen. Über diesen Weg lassen sich Kunststoffe, Dosen, Glas und Papier recyceln. Glas und Dosen gehen zur Verwertung nach Südafrika; Kunststoff und Papier werden direkt in Simbabwe recycelt.

Die farbigen Recyclingsäcke, die Helen bereitstellt, werden von Mary Wazara und ihrem Mann produziert. Sie bestehen zu 100 % aus recyceltem Material.

Genau wie für Helen ist das Recycling auch für Mary eine Herzensangelegenheit – vor allem die Aufklärungsarbeit in den örtlichen Kommunen. Und noch ein zweites Anliegen liegt ihr am Herzen: Sie will Frauen und ihren Familien die Chance geben, mit umweltfreundlichen Arbeitsplätzen Geld zu verdienen.

Sie weiß, was in armen Vierteln gebraucht wird und wie hart das Leben in Simbabwe sein kann: „Ich wuchs in Mabvuku auf und weiß also, wovon ich spreche“, sagt sie. „Ich bin ein Vorbild für Frauen, die den Weg aus der Armut geschafft haben – ich bin der Beweis, dass es einen Weg heraus gibt und niemand verzweifeln muss.“

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Mary reist durchs Land und bringt in jeder Kommune rund 50 Frauen zusammen, um darüber zu sprechen, wie wichtig Hygiene und Umweltschutz sind. Außerdem ruft sie dazu auf, vor Ort Kunststoffe zu sammeln und zu trennen.

Den gesammelten Kunststoff kauft sie den Frauen ab. Der Preis hängt von der Qualität ab. Das verschafft ihnen ein Einkommen, lässt Wertstoffkreisläufe entstehen und stärkt den Respekt für die Umwelt. Sie regt an, in den Kommunen eigene Gruppen zu bilden, die sie „Community Buy-back Centres“ nennt.

„Das Kunststoff-Recycling verschafft den Kommunen Einnahmen“, erklärt sie. „Abfall hat einen Wert. Unter dem Strich profitieren beide vom Recycling: die Umwelt und die Frauen bzw. Kommunen, die damit Geld verdienen.“

Mary lässt sich auch von Kindern beliefern – von denen einigen schon den Haushalt leiten – und bezahlt sie für den gesammelten Kunststoff. Sie lässt sich aber auch die Hausaufgaben zeigen, damit die Schule nicht darunter leidet.

Mary klärt darüber auf, wie wertvoll Abfall ist, und bringt junge und alte Menschen in Simbabwe dazu, Wertstoffe zu recyceln. Damit trägt sie auch dazu bei, dass Frauen und Schüler in ihren Kommunen Erfolg haben.

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