Pride Month – von der Christopher Street auf die Straßen der ganzen Welt

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Jährlich wird im Juni der in der ganzen Welt Pride Month gefeiert. Insbesondere in den letzten Jahren wurden die Pride-Paraden in aller Welt oft als große Party der LGBTQIA+-Community wahrgenommen. Das stimmt teilweise auch, aber im Ursprung und das ist auch heute wichtig, handelt es sich um Demonstrationen und Proteste. Daher ist der Pride Month bis heute politisch. LGBTQIA+ (englisch Abkürzung für: Lesbisch, Gay, Bisexuell, Transgender, Queer, Intersexuell und Asexuell/Aromantisch) steht für alle Menschen die sich als Teil der queeren Gemeinschaft verstehen.  

Die Geschichte des Pride Month beginnt 1969 in der Christopher Street 

Der Ursprung liegt im Juni 1960 in New York City. In dieser Zeit halten Homosexuelle oder Trans-Menschen galten damals noch als “geisteskrank” und wurden wegen vermeintlicher Unzucht in Gefängnisse gesperrt. Neben den rechtlichen Konsequenzen wurden sie zudem auch von der Gesellschaft ausgegrenzt. Dies war in Deutschland genauso der Fall, wie in den USA.   

In der Christopher Street gab es die Bar Stonewall Inn. Dieses wurde in den 1960er eine Gay-Bar, also eine Bar, die sich explizit an Menschen aus der LGBTQIA+ Community richtet. Die Menschen fanden hier einen relativ sicheren Ort. Viele der Besucher*innen der Bar waren hauptsächlich von Latinos und Afroamerikanern, lesbischen Frauen sowie von auf der Straße lebenden Jugendlichen, die nach ihrem Outing zu Hause rausgeschmissen worden waren. Die Besucher des Stonewall Inns bildeten eine Randgruppe in der Randgruppe. 

Häufig gab es Polizeirazzien und Polizeigewalt im Stonewall Inn, denn galt Homosexualität als Straftat. Dazu kam auch noch, dass die Bar keine Ausschankgenehmigung hatte. Daher kam die Polizei, um Alkohol zu beschlagnahmen und vor allem um Gäste zu verhaften. Damals war es üblich, die Festgenommenen am nächsten Tag namentlich in der Zeitung zu erwähnen – samt „Verbrechen“ (Homosexualität). Normalerweise fanden die Razzien schon früh statt, sodass später am Abend noch weiter gefeiert werden konnte.  

Am 28. Juni 1969 war die Situation jedoch eine andere. Bei einer Polizeirazzia weit nach Mitternacht, wehrten sich die Gäste in erstmals vehement gegen Polizeigewalt. Führende Personen in der Bewegung waren Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera.  

Das Ereignis markierte den Wendepunkt im Kampf der Schwulen- und Lesbenbewegung um Gleichberechtigung. Die Unruhen im Stonewall Inn lösten weitere Proteste und Demonstrationen aus und gaben den Anstoß für die LGBTQIA+ Bewegung.  

Die Bedeutung des Pride Months 

Die Bezeichnungen „Pride Month“ oder „Gay Pride“ sind dabei bewusst gewählt: „Pride“ ist das englische Wort für Stolz und soll signalisieren, dass sich queere Menschen nicht dafür schämen sollten, so zu sein, wie sie sind. Der Pride Month steht für Stolz, Toleranz und Selbstbewusstsein – und kämpft damit gegen Kriminalisierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung. 

Vielerorts finden im Juni anlässlich des Pride Months Veranstaltungen von und mit Menschen aus der LGBTQIA-Gemeinde statt. Einerseits soll all jenen gedacht werden, die ihr Leben im Kampf für die Rechte von queeren Menschen gelassen haben. Andererseits soll dieser Monat auch auf noch immer bestehende Ungerechtigkeiten hinweisen. Nicht zuletzt soll der Pride Month auch die Vielfalt der Gesellschaft feiern, queere Menschen mit Stolz erfüllen und alle zu einem friedlicheren Miteinander bewegen. 

Obwohl sich seit 1969 viel getan, haben die Demonstrationen immer noch ihre Berechtigung. In vielen Ländern der Welt ist Homosexualität auch heute noch strafbar. Auch in Deutschland gibt es nach wie vor Gewalt gegen Menschen der LGBTQIA+ Community. Während zudem sowohl Diskriminierungen im Alltag als auch struktureller Natur nach wie vor die Norm sind, die es zu ändern gilt.

Organisationen wie ABqueer e.V. und viele mehr kämpfen für die Gleichberechtigung der LGBTQIA+ Community nicht nur im Juni, sondern das ganze Jahr über.

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