30. November 2020

30. November 2020

Äthiopien: Zentralregierung verkündet Erfolg in Regionalhauptstadt Mek'ele / Nigeria: Erneuter Anschlag mutmaßlich von islamistischer Terrorgruppe / Simbabwe: Erschwerte Aufarbeitung der politischen Massenmorde der 1980er

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Äthiopien: Zentralregierung verkündet Erfolg in Regionalhauptstadt Mek’ele
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (TAZ), die Deutsche Welle und die Stuttgarter Nachrichten melden, hat Äthiopiens Zentralregierung Tigrays Provinzhauptstadt Mek’ele nach einem militärischen Angriff gegen Tigrays-Befreiungsfront (TLPF) gewaltsam eingenommen. Die TLPF warf den äthiopischen Streitkräften vor, auch Zivilist*innen angegriffen zu haben. Die Zentralregierung sei laut eigenen Angaben in Mek’ele vorgerückt, ohne unschuldige Zivilist*innen zu verletzen. Da Telefon- und Internetverbindung in Tigray gekappt seien und auch der Zugang zur Region stark überwacht werde, könne dies jedoch nicht überprüft werden. TPLF-Anführer Debretsion Gebremichael kündigt weiteren Widerstand an. Das staatliche äthiopische Militär werde nun die TPLF-Kämpfer*innen verfolgen, so Äthiopiens Armeechef Berhanu. Viele Zivilist*innen versuchen, in den Sudan zu fliehen, werden aber nun von der äthiopischen Armee zurückgehalten.

2. Nigeria: Erneuter Anschlag mutmaßlich von islamistischer Terrorgruppe
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung (SZ), die Deutsche Welle und die Stuttgarter Nachrichten schreiben, haben mutmaßlich Boko Haram und ISWAP („Islamischer Staat Westafrika“) in dem Dorf Koschobe im Nordosten Nigerias mindestens 110 Menschen getötet und weitere verletzt. Der Angriff ereignete sich am Tag der ersten Regionalwahl seit 2009. Zuvor musste die Wahl wegen der Kontrolle der Provinz Borno durch terroristische Gruppierungen stets verschoben werden. Die Todesopfer in dem Dorf nahe der Provinzhauptstadt Maiduguri seien gerade bei der Ernte gewesen, als Angreifer*innen auf Motorrädern sie überfallen hätten. Laut Angaben der UN sei dieser Angriff der brutalste in diesem Jahr gewesen. Es bestehe kein Zweifel daran, dass der Angriff von der Boko Haram Miliz verübt worden war, so Babakura Kolo. Kolo ist Anführer einer Miliz, die gegen Boko Haram kämpfe. Seit 2009 wurden nach terroristischen Attacken Boko Harams sowie der Splittergruppe ISWAP mehr als 30.000 Menschen getötet und mehrere Millionen haben die Flucht ergriffen.

3. Simbabwe: Erschwerte Aufarbeitung der politischen Massenmorde der 1980er
Martina Schwikowski berichtet in der Deutschen Welle, dass die Wunden der massenhaften Tötungen in Simbabwe vor 40 Jahren noch nicht verheilt sind. Nach wie vor werden zunehmend Massengräber entdeckt, die aus den 1980er Jahren stammen. Damals wurde brutal und systematisch gegen die Ndebele vorgegangen. Robert Mugabe – damals noch Premier des Landes – habe zu dieser Zeit die „Fünfte Brigade“ nach Matabeleland entsandt. Dies hätte den Tod von mindestens 20.000 Menschen zur Folge gehabt. Auch der derzeitige Präsident Simbabwes, Emmerson Mnangagwa, war als damaliger Sicherheitsminister in die so genannte Gukarahundi-Operation involviert. Keith Silika, Simbabwer und forensischer Archäologe an der Staffordshire Universität in Großbritannien, befasst sich in seiner Dissertation mit dem Thema. Er empfehle dem Präsidenten, eine Entschuldigung für die Taten zu liefern. Die immer wieder auftauchenden Massengräber sorgen oftmals kaum mehr für einen großen Aufschrei in der Bevölkerung, so Silika. Ermüdung und Angst spielten dabei eine große Rolle und lähmten den Willen, die Regierung damit zu konfrontieren.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge