Der Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt im Senegal

Im Mai 2019 kam es zu einem massiven öffentlichen Aufschrei, nachdem zwei junge senegalesische Frauen – Bineta Camara und Coumba Yade – entführt und ermordet worden waren. Hunderte Menschen gingen auf die Straße und forderten Gerechtigkeit sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt im Senegal.  Gefordert wurde unter anderem eine Änderung der Gesetze, die bis dato Vergewaltigung lediglich als Bagatelldelikt eingestuft hatten.

Ab Juni 2019 setzten sich ONE und seine Partner*innen für eine drastische Verschärfung der Gesetze gegen Missbrauch ein, um Mädchen und Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen. Die Kampagne nahm durch eine neue Petition und die Zusammenarbeit mit Gruppen vor Ort schnell an Fahrt auf. Durch den Einsatz von Mailings, Social Media, Blogposts und Aktivitäten vor Ort konnten mehr als 97.000 Menschen weltweit mobilisiert werden.

Unsere Anstrengungen trugen dazu bei, dass ein neues Gesetz erlassen wurden, mit dem das Strafmaß für Vergewaltigung heraufgesetzt wurde.

UNSER BEITRAG

  • Wut in Taten umgesetzt – mit diesem Ziel hat ONE eine Kampagne gestartet, um die senegalesische Regierung aufzufordern, ihre veralteten Gesetze zu ändern – und über 97.000 Menschen haben unsere Petition unterzeichnet.
  • Im Dezember 2019 hat ONE gemeinsam mit JGEN Women Global Entrepreneurship — einem Frauenverband, der gegen geschlechtsspezifische Gewalt im Senegal kämpft – ein Treffen mit unterschiedlichen Interessenträger*innen und Regierungsvertreter*innen organisiert.
  • Wir haben die Petition direkt an Senegals Präsidenten Macky Sall überreicht. Als Reaktion darauf hat die Regierung bekanntgegeben, ein neues Gesetz erlassen zu wollen, das sich diesem Problem annimmt.
  • Die senegalesische Hip-Hop-Künstlerin Black Queen und andere Aktivist*innen wie Eileen Smith haben online ihre Geschichten geteilt, um Stigmatisierung zu beenden und eine Unterhaltung zu starten.. „Jede Wirtschaft ist auf die Produktivität der Menschen angewiesen. Doch wenn das System krank ist – und geschlechtsspezifische Gewalt ist in der Tat eine Krankheit –, wird das System infiziert und leidet“, schrieb Smith.

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