Obama kündigt globale Gesundheitsinitiative an

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Von unserer Kollegin Chandler Smith aus den USA.

Gestern kündigte US-Präsident Obama eine globale Gesundheitsinitiative an, die für die Menschen in Entwicklungsländern großartiges bedeuten kann. Der Präsident stellte klar, welche Verpflichtungen er im Bereich globale Gesundheitsversorgung in den nächsten sechs Jahren eingehen wird. Damit erhielten wir ein klareres Bild von der Führungsrolle, welche die Vereinigten Staaten auf dem Weg zum Jahr 2015 – dem Stichtag zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele – offenbar einzunehmen bereit sind.

Bono, Mitbegründer von ONE und Sänger der Band U2, äußerte klare Zustimmung:

„Heute begann ,Doktor Obama‘ das nächste Kapitel der US-amerikanischen Antwort auf die weltweiten Gesundheitskrisen. Dabei baut er auf den Ergebnissen, die dank der vorhergehenden Regierung und durch die Unterstützung beider Parteien im Kongress erzielt wurden, auf. Die Frage ist nicht länger ob wir diese Krankheiten in den ärmsten Ländern bekämpfen können, sondern: Wie viel sind wir bereit zu tun? Der Präsident hat geantwortet: ,Eine ganze Menge.’ Das starke Engagement auf diesem Gebiet schützt langfristig die Interessen der Menschen in seinem eigenen Land und rettet gleichzeitig wertvolle Leben in anderen Teilen der Welt.“

Das Weiße Haus verpflichtete sich, seine Gesundheitsausgaben für weltweite Projekte im Jahr 2010 um $459 Mio. zu erhöhen. Dazu gehört eine Erhöhung der Mittel für PEPFAR (President’s Emergency Plan for AIDS Relief), einer Initiative zur Bekämpfung von HIV/Aids, um $165 Mio. und eine Erhöhung der Mittel für die Bekämpfung von Malaria um $200 Mio. Über die nächsten sechs Jahre hat das Weiße Haus eine Gesamterhöhung der Mittel für weltweite Gesundheitsvorhaben um $63 Mrd. in Aussicht gestellt.

In einer Presseerklärung unterstrich Präsident Obama seine Beweggründe:

„Wir können vermeidbare Krankheiten nicht jeweils für sich bekämpfen. In unserer Welt ist alles miteinander verbunden. Daher brauchen wir auch für die Gesundheit der Welt einen all-umfassenden Ansatz.“

„Als US-Senator gehörte ich zur von beiden Parteien getragenen Mehrheit, die die wirksame [PEPFAR] Initiative der Bush-Regierung unterstützte. Dieser Plan hat lebensrettende Medikamente und Präventionsmaßnahmen für Millionen Menschen, die unter extremsten Bedingungen leben, zur Verfügung gestellt. Letzten Sommer stimmte der Kongress dem Gesetz von Lantos / Hyde zur globalen Führungsrolle der USA im Kampf gegen HIV/Aids zu. Ich bin stolz, dieses als Senator mit eingebracht zu haben und als Präsident umzusetzen. Aber ich bin mir auch dessen bewusst, dass wir in unseren Bemühungen um ein Ende des Sterbens durch Aids, Malaria und Tuberkulose keinen Erfolg haben werden – es sei denn, wir verbessern die Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt, konzentrieren uns mehr auf die Gesundheit von Müttern und Kindern und stellen sicher, dass bewährte Methoden das Kriterium für die Verteilung der Finanzmittel für diese Programme sind.“

„Wir unterstützen das Versprechen, das PEPFAR darstellt und erhöhen und verbessern gleichzeitig unsere Anstrengungen im Kampf gegen Krankheiten, die jeden Tag das Leben von 26.000 Kindern fordern. Wir können nicht alle Probleme lösen. Aber wir haben die Verpflichtung, die Gesundheit unseres Volkes zu schützen und uns außerdem für die Gesundheit und Würde der Menschen überall einzusetzen. Amerika kann etwas Bedeutendes verändern, wenn wir diese Herausforderungen meistern. Und deshalb sieht sich meine Regierung zum Handeln verpflichtet.“

Dieser Erfolg kam auch deshalb zustande, weil sich Vertreter beider US-Parteien dem Kampf gegen Aids und andere vermeidbaren Krankheiten verpflichtet haben. Zuvor hatten sich auch schon Außenministerin Clinton und Verteidigungsminister Gates dafür ausgesprochen, Entwicklung und weltweite Gesundheit zum Kernelement einer umfassenderen und wirksameren US-Außenpolitik zu machen.

–Chandler Smith —

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