Nicht nur für Kaffeeliebhaber: Ziporas Unternehmen macht einen Unterschied
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Zipora Nyituriki steht in der Bibliothek einer ostafrikanischen Schule mit dem Anliegen junge Frauen in Führungspositionen zu stärken. Als einzige Schule für Frauen in Burundi und Ruanda, bietet das Akilah Institut die seltene Chance für Schülerinnen wie Zipora, ihr Leben zu ändern. Von den Mädchen, die diese Schule besuchen, sind 97 Prozent die ersten in der Familie, die eine höhere Bildung bekommen.

Informatik-Studentinnen am Akilah Institut in Kigali, Ruanda

Zipora sitzt in einem Holzstuhl, die Ellenbogen auf den Tisch gestützt, und schaut lächelnd über die Regale der Bibliothek. Sie sucht ein Buch über Landwirtschaft. Heute hat sie keinen Unterricht und will die Zeit nutzen, um sich um ihr Unternehmen zu kümmern. Mit nur 24 Jahren hat Zipora ihre eigene Kaffee-Kooperative, COOBAKAMU, gegründet. Für die Kooperative arbeiten über 400 Kaffeebauern in der Muhanga Region im Süden Ruandas.

Eine Kaffeeplantage eines COBAKAMU Mitglieds in Ruanda

Das ist eine großartige Leistung. Zipora ist aus einer ländlichen Gegend und die Jüngste in einer sehr großen Familie. In der Schule war sie nicht besonders gut und hat daher keine Möglichkeit gehabt, eine Universität zu besuchen. Auf eine Privatuni zu gehen war keine Option, da es einfach zu teuer gewesen wäre. „Ich hatte das Gefühl, in der Klemme zu stecken”, erinnert sie sich.

Aber dann hat sie vom Akilah Institut erfahren und davon, dass 70 Prozent der Studiengebühren durch Stipendien finanziert werden. Da war sie, ihre zweite Chance. Zipora hat sofort ihre Bewerbung fertig gemacht und sie eingereicht.

„Ich war sehr aufgeregt, weil ich endlich die Möglichkeit hatte, an die Uni zu gehen”, sagt sie. Aber alle freien Plätze waren schon vergeben und Zipora’s Bewerbung wurde abgelehnt.

Das war aber nicht genug, um sie von ihrem Ziel einer höheren Bildung abzubringen. Als Zipora herausfand, dass das Akilah Institut einen zweiten Campus im benachbarten Burundi hat, verließ sie ihr Heimatland Ruanda, um sich dort zu bewerben.

Ihre Hartnäckigkeit hat sich definitiv ausgezahlt: Zipora wurde am Campus in Burundi angenommen und hat ihr erstes Jahr an der Uni dort verbracht, bevor sie sich erneut am Campus von Kigali bewarb und am Lehrstuhl für Entrepreneurship angenommen wurde.

Je mehr Kurse sie besuchte, umso mehr Gestalt nahmen die Pläne an, wie Zipora ihre Zukunft gestalten wollte. „Als ich Marktforschung und Produktdesign studiert habe, dachte ich ständig an mein Dorf in Muhanga”, sagt sie. In diesem Teil von Ruanda produzieren Bäuer*innen tonnenweise Kaffeebohnen, die sie nicht verkaufen können, da der Weg zu den Verarbeitungsanlagen zu weit ist.  „Ich wollte ihnen wirklich helfen, hatte aber Angst, dass sie mich nicht ernst nehmen weil ich so jung bin”, gibt sie zu. “Also habe ich um die Unterstützung von erfahrenen Leuten vor Ort gebeten.”

Es stellte sich heraus, dass die Bäuer*innen begeistert von ihrem Wissen über Marktbedingungen waren. Im Februar 2016 gründeten Zipora und die Kaffeebauer*innen von Muhanga dann eine Kooperative um sie darin zu unterstützen hochwertigen Kaffee zu produzieren.

Aline Kabanga, Direktorin des Akilah Instituts

“Wir produzieren jeden Monat zwischen fünf und zehn Tonnen Kaffee, haben acht festangestellte Mitarbeiterinnen und noch mehr saisonale während der Erntezeit”, sagt sie.

Aline Kabanga ist die Direktorin des Akilah Instituts. Für sie ist Zipora nur ein Beispiel dafür, was junge Frauen leisten können, wenn sie Zugang zu einer guten Schulbildung bekommen.

“Wir arbeiten an ihrer Haltung und Einstellung, damit die Mädchen ihr eigenes Leben besser gestalten können”, sagt sie. “Eine praktische Ausbildung, basierend auf den Fähigkeiten, die in den Märkten gefragt, aber oft nicht vorhanden sind, ist die mächtigste Waffe, die wir den Mädchen geben können.”

Für Zipora hat das super funktioniert. Sie plant, die Zahl der Bäuerinnen, die von ihrem Unternehmen profitieren, zu verdoppeln und in andere Sektoren zu expandieren. Von ihrem Bildungsweg inspiriert träumt sie davon, anderen Mädchen zu helfen. Sie möchte ihnen zeigen, dass es möglich ist, die Hürden zu nehmen und ein Unternehmen zu gründen, das einen Unterschied macht. Genauso wie Zipora es getan hat.

Story und Fotos von  Gaius Kowene

Kennst du schon die Erfolgsstory von Semhal? Semhal Guesh wuchs in Äthiopien auf und leitet die Firma Kabana, ein Lederunternehmen in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. Wie sie es geschafft hat, erfährst du hier!

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