Kenia das „bessere Griechenland“. Die Top Nachrichten des Tages

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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Kenia das „bessere Griechenland“
  2. Flüchtlingskrise am Horn von Afrika geht weiter
  3. Entwicklungshilfefinanzierung bedroht von der Eurokrise

1. Kenia das „bessere Griechenland“

Wolfgang Fengler, ein Finanzexperte der Weltbank mit Sitz in Nairobi, vergleicht heute in der Süddeutschen Zeitung die wirtschaftliche Lage von Kenia und Griechenland. Laut Fengler ist Kenia trotz sozialer und wirtschaftlicher Probleme ein Musterbeispiel für gutes Schuldenmanagement. So könne Kenia drei Stärken vorweisen, die Griechenland und anderen verschuldeten Staaten fehlten. Zum einen habe Kenia in den guten wirtschaftlichen Jahren vorgesorgt und die Zeit genutzt um Schulden abzubauen. Zudem habe das Land sein Steuersystem umgestellt, so dass es heutzutage seinen Haushalt zu mehr als 90 Prozent selber finanziere. Außerdem wurde in Kenia auf Wirtschaftswachstum gesetzt anstatt auf Ausgabenkürzung. Fengler erklärt, es mache keinen Sinn, Schulden abzubauen wenn gleichzeitig die Wirtschaft schrumpft, weil sich somit eine Schuldenkrise weiter verschärfe. Durch diese erfolgreiche Wirtschaftspolitik habe Kenia die Finanzkrise ohne verheerende Schäden gut überstanden und sei, so wie viele andere Schwellenländer, auf einem besseren Weg seine Schuldenlast zu reduzieren, als viele der Volkswirtschaften im Norden.

2. Flüchtlingskrise am Horn von Afrika geht weiter

Die Neue Züricher Zeitung machte heute auf die Flüchtlingskrise am Horn von Afrika aufmerksam. Es seien Kämpfe zwischen Milizen zweier ethnischer Minderheiten im südäthiopischen Teilstaat Orome nahe der Grenze zu Kenia und Somalia entflammt. Viele Opfer seien über die Grenze nach Kenia geflüchtet, wo sie provisorisch einquartiert wurden. Jedoch seien die Flüchtlingslager überfordert. Das Rote Kreuz bestätigte, dass es an Nahrungsmitteln, Wasser und hygienischen Einrichten für die Ankömmlinge fehle. Die Kämpfe hätten einerseits politische Ursachen, wegen unvereinbarer territorialer Ansprüche von ethnischen Gruppen. Andererseits sei die prekäre Versorgungslage ein Jahr nach der Hungersnot von 2011 noch immer nicht stabilisiert. Die Regenzeit der Region fiel in diesem Jahr unterschiedlich aus und habe in Äthiopien und Südsomalia zu einer mangelhaften Ernte geführt. Laut Angaben der Vereinten Nationen seien insgesamt 9 Millionen Menschen von der letzten Krise und den vorhersehbaren Nahrungsmitteldefiziten betroffen. Allerdings seien nur rund die Hälfte der benötigten Hilfsgüter im Umfang von 2,5 Milliarden Dollar gesichert.

3. Entwicklungshilfefinanzierung bedroht von der Eurokrise

Für die deutsche welle berichtet heute Ralf Bosen, dass die Eurokrise alle Aufmerksamkeit auf sich ziehe und somit die finanzielle Unterstützung für arme Länder gefährde. Johanna Stratmann vom One-Büro Brüssel sagte: “Wir haben einen neuen Bericht herausgegeben, der zeigt, dass es das Risiko gibt, dass die ärmsten Menschen der Welt den Preis für die Krise in Europa zahlen.“ Die EU Mitgliedsländer hätten sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 0,7 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandprodukts jährlich in Entwicklungshilfe zu investieren. Somit sei die EU die einzige Staatengruppe mit gültigen Zielen zur Erhöhung der Entwicklungsfinanzierung, so Bosen. Jedoch lag in den vergangenen Jahren der Durchschnitt bei nur 0,43 Prozent. Außerdem sei laut Stratmann die Entwicklungshilfefinanzierung in 2011 zum ersten Mal seit zehn Jahren gesunken. Die größten Einschnitte hätten Ländern gemacht, die am meisten unter der Eurokrise leiden, wie etwa Spanien und Portugal. Jedoch gäbe es auch Länder, die ihre Entwicklungshilfefinanzierung stetig erhöht hätten, unter anderem Deutschland, Schweden und Belgien.

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