Kampagnen zur Europawahl – #VoteforChildren

Am 26. Mai ist es soweit: Die Bürger*innen der Europäischen Union wählen ein neues Parlament. Dabei steht viel auf dem Spiel, unter anderem die Frage, ob die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 erreicht werden. Aber auch Themen wie Umweltschutz, Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und europäischer Zusammenhalt werden entschieden. Wir haben bei Organisationen nachgefragt, die sich für wichtige Anliegen stark machen. Weiter geht es mit #VoteforChildren:

#VoteforChildren ist eine europaweite Kampagne verschiedener Kinderrechtsorganisationen, an der sich auch Save the Children Deutschland beteiligt. Gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, der National Coalition Deutschland, Plan International, SOS-Kinderdörfer, UNICEF-Deutschland und World Vision setzen sie sich dafür ein, dass EU-Kandidat*innen sich vor und nach der Wahl für eine kinderrechtebasierte Politik engagieren.

1. Was bedeutet für Euch Europa?

Europa bedeutet für uns Vielfalt, Solidarität und Gestaltungskraft. Schon die Gründungsgeschichte von Save the Children ist eine grenzüberschreitende, europäische Geschichte. Wir wurden 1919 von der britischen Lehrerin Eglantyne Jebb in London gegründet. Sie wollte Kindern helfen, die unter den Folgen des Krieges litten. Sie setzte sich bewusst für „die Kinder des Feindes“ ein, denn ihr Credo war: Kinder sind in erster Linie Kinder, unabhängig von Herkunft und Status. Die ersten Kinder, denen Save the Children und das schwedische „Rädda Barnen“ half, kamen aus verschiedenen Orten in Deutschland. Eglantyne Jebb mobilisierte in ganz Europa Hilfe für sie und legte 1923 sogar die Grundlage für die heutige UN-Kinderrechtskonvention. Ihre Geschichte zeigt uns täglich, wie viel wir gemeinschaftlich im Wege internationaler Kooperation und Solidarität erreichen können – dafür steht Europa.

2. Ihr engagiert euch im Vorfeld der EP-Wahlen, was sind die Ziele eurer Arbeit?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre haben am 26. Mai keine eigene Stimme. Dabei wird der Ausgang der Europawahl maßgeblich entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen wird. Wir brauchen ein Europa, das sich direkt für Kinder einsetzt. Deswegen machen wir uns mit unserer Kampagne dafür stark, dass kandidierende EU-Politiker*innen die Bedürfnisse von Kindern priorisieren und ihnen zuhören. Schon jetzt haben zahlreiche Kinder in der EU und weltweit unzureichenden Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder sozialen Grundleistungen. 420 Millionen Kinder weltweit leiden zudem an den Folgen von Konflikten. Die EU spielt eine wichtige Rolle, die Zukunft dieser Kinder besser zu gestalten: Durch Gesetzesänderungen, beispielsweise im Bereich Migration. Durch Budgets, die Kinder explizit priorisieren und durch eine Entwicklungszusammenarbeit, die langfristig und nachhaltig dazu beiträgt, damit beispielsweise alle Kinder auf diese Welt Zugang zu Gesundheitsversorgung haben.

Die Kampagne, bei der verschiedene Nichtregierungsorganisationen mitmachen, ruft zum Einsatz für Kinder auf.

3. Wen wollt ihr mit eurer Kampagne erreichen?

Unsere Kampagne richtet sich einerseits an kandidierende EU-Politiker*innen, andererseits aber auch an Wähler*innen. In ganz Europa haben alle teilnehmenden Kinderrechtsorganisationen EU-Kandidat*innen dazu aufgerufen, Child Rights Champions zu werden. Über 150 sind es mittlerweile schon. Mit ihrer Teilnahme erklären sie sich bereit, Kinder in der kommenden Haushaltsplanung besonders zu berücksichtigen und Kinder aktiver in ihre Politik einzubeziehen. Sie setzen sich im EU-Parlament ebenfalls dafür ein, dass jedes Kind Zugang zu grundlegenden sozialen Leistungen – zum Beispiel einer Gesundheitsversorgung – hat. Gleichzeitig richten wir uns in den sozialen Netzwerken auch an Wähler*innen, denn ihre Stimme wird am Wahltag einen wichtigen Unterschied machen.

4. Welche Werte sind euch für Europa besonders wichtig?

Wir arbeiten in über 120 Ländern mit Menschen aus der ganzen Welt zusammen und glauben fest daran, dass diese Vielfalt und Gemeinschaft der Weg sind, um langfristigen Wandel und Veränderung zu erzielen. Es gibt viele Herausforderungen, sowohl in Europa als auch in der ganzen Welt, die wir nur gemeinschaftlich lösen können. Wir brauchen ein offenes, solidarisches und demokratisches Europa, das niemanden zurücklässt oder ausschließt. Ein Europa, dass auf die nächste Generation hört – in allen Belangen – und das Verantwortung in der Welt übernimmt.

Die Kandidat*innen der EU-Wahl wurden dazu aufgerufen Child Rights Champions zu werden und sich im Europäischen Parlament für die Anliegen von Kindern einzusetzen.

5. Was ist dein Tipp für Aktivist*innen, die sich bei Politiker*innen Gehör verschaffen wollen?

Wir sind immer wieder in Schulen zu Besuch, um uns mit jungen Menschen über politische Themen auszutauschen. Oft wird uns von den Schüler*innen erzählt, dass die Politik Jugendlichen nicht genug zuhört. Greta Thunberg und die Klimabewegung zeigen, dass es möglich ist, sich ein Gehör zu verschaffen. Die Bewegung ist unter anderem erfolgreich, weil sie so viele Schüler*innen hinter sich versammelt. Erfolgreiche Bewegungen aus den letzten Jahren zeigen, dass man viel erreichen kann, wenn man sich mit Gleichgesinnten zusammentut – zum Beispiel in der Universität, einer lokalen Nichtregierungsorganisation oder auch in einer Partei.  Man muss natürlich aber nicht gleich eine Bewegung starten! Geduld und Beharrlichkeit sind wichtig, wie man am Beispiel Greta sieht. Ansonsten gilt aber auch: Fragt nach – lasst euch nicht abspeisen und traut euch, euch direkt an eure gewählten Politiker*innen zu wenden. Die Parlamentarier*innen sollen eure Interessen vertreten – also müssen sie euch auch zuhören.

Mehr Infos zu #VoteforChildren findest du hier

Lust auf noch mehr Europa? Auch unsere ONE-Jugendbotschafter*innen engagieren sich überparteilich zur Europawahl und treffen die Kandidat*innen der Wahl. Welche Politiker*innen bereits das ‚ONE Vote‘-Versprechen – eine Selbstverpflichtung zum Kampf gegen Armut – unterschrieben haben, findest du hier heraus.

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