Ein historischer Februar: Im Zeichen des Multilateralismus und der Gleichberechtigung

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Gute Neuigkeiten muss man feiern – insbesondere momentan. Der Februar hielt einige davon bereit. Zentrale Positionen in drei führenden multilateralen Organisationen wurden neu mit Afrikaner*innen, darunter zwei Frauen, besetzt. Das setzt nicht nur enorm positive Zeichen für globale Zusammenarbeit und Gleichberechtigung. Auch die immensen Potentiale des afrikanischen Kontinents für die Weltwirtschaft, Handel und nachhaltige Entwicklung werden damit verstärkt auf die internationale Agenda gesetzt. Welche Chancen das birgt? Sie sind zahlreich.  

Frischer Wind in der Afrikanischen Union

Anfang des Monats ging die Afrikanische Union (AU) im Rahmen ihrer Wahlen der Führungsspitze für die kommenden vier Jahre mit gutem Beispiel voran: Dr. Monique NsanzabaganwaÖkonomin und Politikwissenschaftlerin aus Rwanda, wurde zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden der AU-Kommission gewählt. Damit bekleidet mit der ehemaligen Vize-Gouverneurin der National Bank of Rwanda erstmals eine Frau das Amt. Dr. Nsanzabaganwa setzte sich in den letzten Jahren als Mitgründerin und Vorsitzende des rwandischen Landesverbands der pan-afrikanischen Initiative New Faces, New Voices für die finanzielle Inklusion und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen ein. Viele sehen mit ihr eine reelle Chance, die African Continental Free Trade Area über die Ratifizierung des Deals von 2018 aller 54 Mitgliedsstaaten erfolgreich auf den Weg zu bringen.  

Ein neuer Aufbruch für globalen Handel

Am 15. Februar verabschiedete der Allgemeine Rat der Welthandelsorganisation (WTO) eine weitere bahnbrechende Entscheidung: Die Nigerianerin Dr. Ngozi Okonjo-Iweala wurde zur siebten Generaldirektorin gewählt. Als erste Frau und Afrikanerin wird sie das Amt am 1. März antreten. Die Entwicklungsökonomin und ehemalige Finanzministerin Nigerias war seit 2016 Vorstandsvorsitzende der Impfallianz GaviMit über 30 Jahren Erfahrung im Entwicklungs- und Finanzbereich und einer 25-jährigen Karriere bei der Weltbank bringt Dr. Okonjo-Iweala herausragende Expertise für den neuen Posten mit. In ihrer Antrittsrede kündigte sie an, die Erholung der globalen Wirtschaft von den Auswirkungen der Pandemie zur Priorität zu machen. Außerdem möchte sie, dass die Organisation handlungsfähiger und resilienter für kommende Krisen wird – und mit den Herausforderungen unserer Zeit Schritt halten kann. Viele sprachen von einem „historischen Moment“ – nicht nur für Afrikaner*innen, sondern für alle Frauen.  

Spitzenwechsel im Banksektor

Seit kurzem steht außerdem fest: Die International Finance Corporation (IFC), eine Entwicklungsbank der Weltbank-Gruppe, die auf die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor spezialisiert ist, wird seit 18. Februar 2021 vom Senegalesen Makhtar Diop geführt. Diop, vorher Vize-Präsident für Infrastruktur bei der Weltbank, wird damit als erster Afrikaner den Vorsitz von Philippe Le Houérou übernehmen. Die Erwartungen sind groß: Viele sprechen davon, dass Diop mit seiner umfangreichen Erfahrung die Verknüpfung von Privatsektor und dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung weiter und stabiler ausbauen könnte 

Diese Schritte sind großartig, vielversprechend und insbesondere schon lang überfällig. Denn Afrikaner*innen in internationalen Führungspositionen sind für globale Zusammenarbeit unerlässlich. Bleibt auf dem Laufenden – zum Beispiel auf dem Twitter-Account von Dr. Ngozi Okonjo-Iweala.

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