Fest zur Umbenennung der „Mohrenstraße“

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Am Samstag, den 23. August jährt sich der Internationale Tag der Erinnerung an Sklavenhandel und dessen Abschaffung zum 20. Mal. Diesen Tag nimmt sich das Bündnis der Aktionsgruppe M-Straße in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland , Global Afrikan Congress, Berlin Postkolonial, AfricAvenir International, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag, Afrika-Rat Berlin-Brandenburg, u.a. zum Anlass, erneut die bereits eine Dekade alte Forderung zu unterstreichen, die Berliner „Mohrenstraße“ umzubenennen. Dazu wird ein Fest stattfinden – Beginn ist um 14 Uhr beim U-Bahnhof „Mohrenstraße“.

Foto: www.africavenir.org

Warum soll die Straße denn überhaupt umbenannt werden? Nun, ihr Name hat ihren Ursprung im Handel Brandenburg-Preußens mit versklavten Afrikanerinnen und Afrikanern Ende des 17. Jahrhunderts. Sie wurden nach Brasilien und Nordamerika deportiert, Kinder wurden verschleppt um an europäischen Höfen – auch am Preußischen Königshof von Friedrich Wilhelm I – als „Hof- und Kammermohren“ zu dienen und solcher Gräuel mehr. Namensgebend für die Berliner „Mohrenstraße“ waren damals vermutlich die Quartiere versklavter Afrikaner, die im preußischen Heer als Musiker dienen mussten.

Die Forderung besagten Bündnisses ist es daher, „dass die Straße in Zukunft eine Persönlichkeit des afrikanischen Widerstands gegen Kolonialismus und Rassismus – wie zum Beispiel Nelson Mandela – ehrt. Die Umbenennung soll im Stadtraum und im gleichnamigen U-Bahnhof ausführlich erklärt und historisch kontextualisiert werden.“
Bisher zeigt sich die Bezirksverwaltung Mitte dem Ganzen nicht sehr zugänglich, da die Straßenbezeichnung als nicht rassistisch empfunden wird. Auch viele Anwohnerinnen und Anwohner wollen den gewohnten Namen nicht geändert sehen. Manch eine/r argumentiert dabei auch mit der unterstellt harmlosen Wortherkunft („dunkelhäutig“). Doch selbst wenn der Begriff ursprünglich neutral gemeint gewesen sein sollte, hat er sich recht bald und eindeutig zu einem (ab-)wertenden Begriff entwickelt. Erinnert sei hier auch noch einmal an die Kinderbuch-Debatte und die Diskussion um den Begriff „Mohrenkopf“ (Schokokuss).

Meint ihr nicht auch, dass die Black Community selbst entscheiden sollte, ob sie diesen Begriff als diskriminierend empfindet? Ich bin jedenfalls FÜR die Umbenennung der Straße – vielleicht sehen wir uns ja am Samstag beim Fest?!

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