Extreme Armut und Konflikte hängen unmittelbar miteinander zusammen

Extreme Armut und Konflikte hängen unmittelbar miteinander zusammen

ONE-Veranstaltung bei der Münchener Sicherheitskonferenz

 

IMG_3026

 

Am Freitag, den 6. Februar, hat ONE die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Münchener Sicherheitskonferenz zu der Posiumsdiskussion „Globale Verantwortung – die deutsche G7 Präsidentschaft im Entwicklungsjahr 2015“ eingeladen. Mit dabei auf dem Podium Investor und Philanthrop George Soros, Ökonom und Autor Paul Collier, Bundesminister Müller und die Grüne Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt.

Bundesminister Müller wies auf das Missverhältnis zwischen Militärausgaben (1750 Milliarden USD) und Entwicklungsausgaben (130 Mrd USD) hin und plädierte für einen „Weltzukunftsvertrag“ der 2015 global geschlossen werden müsste. Deutschland stünde hierzu bereit.

Die grüne Frontfrau Katrin Göring-Eckardt bezweifelte, dass Deutschland seiner Verantwortung gerecht wird und machte das nicht zuletzt auch an den, im Verhältnis zur volkswirtschaftlichen Stärke Deutschlands bestenfalls stagnierenden deutschen Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit fest. Deutschland müsse mit gutem Beispiel vorangehen, statt sich auf einen Platz im unteren Mittelfeld zu beschränken.

Paul Collier verwies auf seine empirischen Forschungen, dass extreme Armut und Konflikte unmittelbar miteinander zusammenhängen. So befinden sich über 70 Prozent der Menschen weltweit, die in extremer Armut leben entweder im Bürgerkrieg oder erholen sich gerade davon. Collier: „ Es ist ein Teufelskreis: Krieg verursacht Armut, und Chancenlosigkeit wiederum sorgt für Spannungen. Armutsbekämpfung ist somit auch vorausschauende Sicherheitspolitik. Deutschland hat in diesem Jahr die Chance, in puncto Armutsbekämpfung wirklich etwas zu bewegen“. Konkret führte Collier aus, dass er im Kampf gegen Scheinfirmen verbesserte Transparenzpflichten bezüglich deren Eigentümerstruktur erwartet.

Auch George Soros wies auf die Bedeutung von Transparenz und guter Regierungsführung für Sicherheit und Stabilität hin. Um Armut zu bekämpfen und Konflikte zu vermeiden seien offene Gesellschaften unverzichtbar. Gerade Menschen in armen Ländern müssen in der Lage sein, ihre Regierungen zur Verantwortung zu ziehen und grundlegende Dienstleistungen vom Staat einzufordern. Wenn die G7 dieses Jahr über gemeinsame Werte spricht, müsse gute Regierungsführung und wie die G7 diese auch in den ärmsten Ländern befördern könne an erster Stelle stehen.

Ich fand es sehr ermutigend durch die Podiumsdiskussion mehr über die hohen internationalen Erwartungen an die deutsche G7 Präsidentschaft zu erfahren und die geteilte Meinung von Regierung und Opposition zu hören, ob die deutschen Pläne ausreichen ehrgeizig sind oder nicht.

Warum wir die Münchener Sicherheitskonferenz gewählt hatten? Dafür hatten wir zwei Gründe:

Erstens hielt Bundespräsident Gauck auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor einem Jahr eine Grundsatzrede, in der er Deutschland dazu aufrief, auf internationaler Ebene mehr Verantwortung zu übernehmen. Im Jahr 2015 wollten wir wissen, ob im Entwicklungsjahr 2015 die internationale Verantwortung denn auch entwicklungspolitisch gesehen wird. Immerhin ist der G7-Gipfel den zwei globalen Entwicklungs- und Klimagipfeln vorgelagert und Deutschland hat mit der G7-Präsidentschaft eine herausragende Rolle inne, um den Ton zu setzen.

Zweitens hat die Frage wie engagiert Deutschland extreme Armut in den kommenden Jahren bekämpft auch sicherheitspolitische Relevanz. Immerhin besteht ein enger Konnex zwischen extremer Armut einerseits und Konflikten und Fragilität andererseits.

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Ich möchte per E-Mail über aktuelle Kampagnen informiert werden (Du kannst dich jederzeit hier austragen)

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen