Eva hat es geschafft!

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Im Februar stellte Eva, ein 16jähriges Mädchen aus einem Dorf in Tansania, ihrer Regierung eine einfache, aber eindringliche Frage: Werdet ihr mir zuhören? Jetzt hat sie ihre Antwort bekommen!

Eva Tolage, 14, Portrait aufgenommen in der Malinzanga Primary School in Malinzanga, Tansania im Dezember 2014. (Photocredit: Daniel Hayduk)

Eva Tolage, Portrait aufgenommen in der Malinzanga Primary School in Malinzanga, Tansania im Dezember 2014. (Photocredit: Daniel Hayduk)

Nachdem Eva und ihre Klassenkameraden an der Mlowa Schule letztes Jahr einen Brief an die Verantwortlichen in ihrer Region geschrieben hatten, um nach Wasser und Sanitäranlagen für ihre Schule zu fragen, wurden sie einfach ignoriert. Doch anstatt aufzugeben, entschieden sie sich dafür, gemeinsam mit ONE und Restless Development eine eigene Kampagne ins Leben zu rufen: #StandWithEva. Und ihr habt die Kampagne tatkräftig unterstützt!

Eva und ihre Klassenkameraden schreiben einen Brief

In nur vier Monaten haben 150.000 von euch ihre Stimmen genutzt um zusammen mit Eva die Regierung Tansanias aufzufordern, für sauberes Wasser an Evas Schule zu sorgen. Nur so können sie und ihre Klassenkameraden am Unterricht teilnehmen und lernen, anstatt ihre Zeit mit Wasserholen zu verbringen.

Übergabe der Petition

Eva Tolage, Mitte, mit Premierminister Kassim Majaliwa, William Lukuvi (Mitglied des Parlaments), January Makamba (Mitglied des Parlaments und Minister for Union Affairs and Environment), Klassenkameraden und ihrem Lehrer Dennis Myovela. (Photocredit: Restless Development)

Kürzlich traf Eva gemeinsam mit ihren Klassenkameraden den Premierminister Tansanias und überbrachte ihm folgende Botschaft:

Mein Name ist Eva. Ich bin 16 Jahre alt und habe mein ganzes Leben mit meiner Familie in Malinzanga, einem kleinen Dorf in Tansania, gelebt.

In meinem Dorf gibt es viele Probleme. Eines der größten ist der Wassermangel. Meine Klassenkameraden und ich müssen sieben Kilometer laufen, um Wasser aus dem nächstgelegenen Fluss zu holen. Die ganze Dorfgemeinschaft nutzt denselben Fluss, um zu kochen, zu waschen, sauber zu machen und davon zu trinken. Deswegen bekommen viele Menschen Bauchschmerzen und andere Krankheiten. Für Mädchen kann der Weg zum Wasser gefährlich sein: Manche von ihnen werden Opfer von Übergriffen, was zu frühen Schwangerschaften und Zwangsehen führt.

Ich bin heute aber nicht nur gekommen, um euch von unseren Problemen zu erzählen. Ich bin hier, um euch zu erzählen, wie wir uns einsetzen können, gehört werden und unsere Probleme lösen können. Und warum ihr das auch machen solltet. Ich habe gelernt, dass die Stimme von jungen Menschen wie mir wichtig ist und gehört werden sollte. Letztes Jahr habe ich diese Lektion in die Tat umgesetzt. Ich habe mich dazu entschieden, meine Stimme dafür einzusetzen, positive Veränderungen in meinem Dorf herbeizuführen.

Ich habe einen Brief an Präsident Barack Obama geschrieben, in dem ich Staats- und Regierungschefs dazu auffordere, sich an ihre Versprechen zu halten und diese umzusetzen. Und er hat geantwortet. Er hat sogar meine Rede beim Globalen Gipfel zur Verabschiedungen der nachhaltigen Entwicklungsziele vorgelesen. So etwas Bedeutendes hat es in meiner Familie noch nie gegeben. Ich war sehr glücklich darüber und es hat mich inspiriert, auf lokaler Ebene mit Blick auf die Wasserknappheit mehr zu unternehmen.

Im Februar haben ich und meine Klassenkameraden eine Petition ins Leben gerufen, um euch über dieses Problem zu informieren. Ungefähr 150.000 Menschen haben diese Petition mittlerweile unterzeichnet. Ich hätte nie gedacht, dass uns so viele Menschen aus aller Welt unterstützen würden. Wir haben sogar unseren lokalen Kommissar dazu gebracht die Petition zu unterzeichnen! Wir sind davon überzeugt, dass wenn wir die Aufmerksamkeit der politischen Führer gewinnen können, Malinzanga zum Besseren verändert werden kann!

Ich will ein besseres Leben erreichen – für mich, meine Familie und die gesamte Gemeinde. Aber wir – meine ganze Gemeinde und junge Leute wie ich – müssen immer  auch mit unseren Politkern zusammenarbeiten. Ihr, unsere Politiker, müsst dabei helfen die Ziele nachhaltiger Entwicklung zu verwirklichen. Heute frage ich euch: Wie werdet ihr uns helfen, eines dieser Ziele umzusetzen und für sauberes Wasser in Malinzanga zu sorgen? Während die ganze Welt auf uns blickt, kann Tansania eine Führungsrolle übernehmen und eine bessere Zukunft für seine Bürger sichern.

Meine letzte Botschaft richtet sich an junge Leute wie mich: Meine Petition ist nur der Anfang. Lasst uns an uns glauben. Wenn wir unsere Stimmen nutzen, wird man uns zuhören und unsere Leben können sich zum Besseren wenden!

Eva Tolage (links) mit Upendo Peneza, Mitglied des Parlaments und Vorsitzende des Jugendparlaments. (Photo credit: Restless Development)

Eva Tolage (links) mit Upendo Peneza, Mitglied des Parlaments und Vorsitzende des Jugendparlaments. (Photocredit: Restless Development)

Die Übergabe der Petition war ein besonderer Moment, nicht nur für Eva und all unsere Unterstützer, die dies ermöglicht haben, sondern auch für junge Menschen auf der ganzen Welt, die sich für positive Veränderungen einsetzen!

Wenn du Eva zum Erfolg ihrer Kampagne gratulieren möchtest, hinterlasse hier einen Kommentar. Wir geben deine Botschaft an sie und ihre Klassenkameraden gerne weiter!

 

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