EINE Botschaft von ONE an die G20: Dinge richtig angehen, Dinge klug angehen

Afrika kann und muss Teil der Lösung der globalen Krise sein

Staats- und Regierungschefs aus Industrie- und Schwellenländern werden am 2. April in London zusammenkommen, um Lösungen für die derzeitige weltweite Wirtschaftskrise zu anzugehen. Für ONE ist es ein wichtiges Anliegen, dass auch die Nöte der ärmsten Menschen angehört werden – nicht nur, weil dies richtig wäre, sondern auch, weil es klug wäre.

EINE weltweite humanitäre Krise

Überall auf der Welt leiden Menschen unter den Folgen der Wirtschaftskrise. Doch die ärmsten werden am schwersten betroffen sein. Über als eine Milliarde Menschen leben in extremer Armut, das heißt sie haben weniger als 1,25 US-Dollar am Tag zur Verfügung.

Weniger Möglichkeiten Handel zu treiben, weniger Investitionen und weniger Überweisungen von Verwandten, die im Ausland leben treffen sie besonders hart. Diese Entwicklungen treffen aber auch insgesamt die Volkswirtschaften in denen sie leben.

Die Weltbank schätzt, dass aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise mehr als 50 Millionen Menschen in die Armutsfalle geraten werden. 50 Millionen zusätzlich zu den 130 bis 155 Millionen Menschen, die erst letztes Jahr durch explodierende Energie-und Nahrungsmittelpreise in Armut geraten sind. Diese nüchternen Zahlen bedeuten, dass mehr Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr sterben werden, mehr Menschen, die hungern müssen und mehr Kinder, die nicht einmal die Grundschule besuchen können. Greifbare Entwicklungserfolge der letzten zehn Jahren werden so möglicherweise zunichte gemacht werden.

EINE umfassende Lösung

Investitionen in die Bekämpfung extremer Armut sind in unser aller Interesse. Es ist überlebenswichtig, dass die ärmsten Länder durch die Krise hindurch unterstützt werden – um auf der ganzen Welt wirtschaftliche und politische Stabilität zu fördern. Welthandel und Wohlstand stehen in einer Wechselbeziehung – Afrika kann für den Rest der Welt sowohl Erzeuger als auch Konsument sein. Der Kontinent kann Quelle für Nahrungsmittel und Energie sein, Investitionsziel und Schlüsselpartner im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Investition von lediglich einem verschwindend kleinen Anteil der weltweiten Konjunkturpakete in die Landwirtschaft und die Infrastruktur Afrikas kann helfen, die Konjunktur in der Welt anzukurbeln. Einige der nüchternsten Wirtschaftswissenschaftler der Welt argumentieren genau so. Im Detail könnte das so aussehen wie der von der Weltbank vorgeschlagene „vulnerability fund”. Natürlich müssen die reichsten Länder der Erde – die G8 – ihrem Versprechen an Afrika bis 2010 die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit zu verdoppeln, Taten folgen lassen. Diese zusätzlichen Mittel sind jetzt notwendig, für Investitionen in Landwirtschaft und Infrastruktur, damit Afrika sich über Handel und Wirtschaft selbst aus der Krise arbeiten kann. Es gibt innovative Wege der Finanzierung, wie zum Beispiel der Handel mit Emissionsrechten.

EINE neue Wirtschaftsordnung

Über die derzeitigen Wirtschaftsrettungspläne hinaus müssen die G20 sich auch daran machen, die herrschende Weltwirtschaftsordnung zu überarbeiten, damit gerechtes und nachhaltiges Wachstum gefördert wird. Das bedeutet mehr Mitspracherechte für Entwicklungsländer in internationalen Finanzorganisationen wie Weltbank und IWF und es bedeutet auch sicherzustellen, dass diese Organisationen die nötigen Mittel erhalten, um ihre Rolle auszufüllen. Teil der Reform des internationalen Finanzsystems sollte auch technische Hilfe für arme Länder sein, die ihnen dabei hilft, ihr Steueraufkommen zu erhöhen und durch Korruption entwendete Finanzmittel aufzuspüren. Darüber hinaus müssen Steueroasen besser reguliert und transparenter geführt werden, wie von der europäischen Gruppe der G20 bereits vorgeschlagen.

Der vielleicht wichtigste Faktor in Afrikas Entwicklung werden die Chancen für den Kontinent sein, sich durch Handel aus der Armut zu befreien. Es ist derzeit wichtiger denn je, dass Handel für Afrika funktioniert. Wir dürfen nicht in Protektionismus verfallen. Die G20 sollten ein weiteres Treffen vorbereiten, welches sich ausschließlich darauf konzentriert, vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ein Handelspaket mit dem Ziel nachhaltigen Wachstums in Afrika zu entwickeln.

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