Ein neuer Tuberkulose-Impfstoff: die beste Waffe gegen die tödlichste Infektionskrankheit der Welt

Ein neuer Tuberkulose-Impfstoff: die beste Waffe gegen die tödlichste Infektionskrankheit der Welt

Tuberkulose ist eine vermeidbare Krankheit, die übermäßig oft arme Menschen betrifft. Pünktlich zum Welttuberkulosetag erklärt Dara Erck , Vize-Präsidentin External Affairs von Aeras, in ihrem Gastbeitrag, warum wir einen neuen Impfstoff gegen Tuberkulose brauchen. Aeras ist eine Non-Profit Produktentwicklungspartnerschaft, mit der Mission, neue Tuberkulose-Impfstoffe für die ganze Welt zu erforschen und zu entwickeln.

Während andere Infektionskrankheiten, wie Zika oder Ebola große Beachtung in den Medien finden, wird Tuberkulose (TB) fälschlicherweise als eine längst besiegte und darum oft vergessene Krankheit gesehen. Die Annahme, dass es sich bei TB um eine seltene Krankheit handelt, die man einfach mit ein paar Tabletten bekämpfen kann, ist falsch. TB hat 2014 weltweit mehr Todesopfer eingefordert als AIDS. So erkrankten letztes Jahr 9,6 Menschen neu an Tuberkulose und 1,5 Millionen Menschen starben daran. TB ist nicht nur ein schleichendes, sondern auch ein stetig wandelndes Problem. Einige Formen von Tuberkulose sprechen auf herkömmliche Therapien nicht mehr an und lassen sich nicht mehr mit den zwei stärksten TB Medikamenten der ersten Generation behandeln. Sind Patienten zusätzlich gegen Medikamente der zweiten Generation resistent, spricht man von hochresistenter Tuberkulose. Die Behandlung von arzneimittelresistenter TB kann bis zu eineinhalb Jahre dauern und schwere Nebenwirkungen mit sich bringen, wobei meist weniger als die Hälfte der Patienten geheilt werden. Solche Fälle kommen auch in Deutschland vor. Die meisten arzneimittelresistenten Tuberkulosefällen jedoch gibt es in den osteuropäischen Nachbarstaaten von Deutschland.

Die Bekämpfung von Tuberkulose ist eine große wirtschaftliche Belastung und kostet der Europäischen Union jährlich mehr als 5 Milliarden Euro. In Deutschland betragen die geschätzten Kosten von TB jährlich €50 Millionen für Behandlung und öffentliche Gesundheitsausgaben, einschließlich Produktivitätsverlust. Die Behandlungskosten von arzneimittelresistenter TB kosten manchmal sogar 100 mal mehr als bei herkömmlicher TB. Bei steigender Resistenzfälle werden diese Kosten noch höher.

Innovationen sind dringend nötig, jedoch sind Forschung und Entwicklung chronisch unterfinanziert. Kurzfristig brauchen wir neue Medikamente und Diagnostika, um Menschenleben zu retten. Der beinah 100 Jahre alte BCG Impfstoff schützt lediglich Kleinkinder, und auch diese nur vor den sogenannten streuenden Formen der Tuberkulose. Gegen die Lungentuberkulose, die häufigste und ansteckendste Variante der Krankheit, vermag dieser Impfstoff nichts auszurichten. Ein neuer Impfstoff, der verhindern könnte, dass Jugendliche und Erwachsene – die Hauptüberträger von TB – die Krankheit bekommen, entwickeln und weiter verbreiten wäre das kosteneffektivste Mittel. Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes ist möglich. Gab es vor 15 Jahren nur einen Impfstoffkandidaten, sind heute mehr als ein Dutzend in klinischer Entwicklung. Wir brauchen jedoch globales Engagement, um Forschung und Entwicklung voranzutreiben, genauso wie wir die besten Ideen von Forschern aus Deutschland und aller Welt brauchen.

Die Unterstützung Deutschlands und der Europäischen Union ist dringend notwendig, um den Kampf gegen diese tödliche Krankheit voranzutreiben und kann einen enormen Unterschied machen, um die weltweite Tuberkuloselast zu verringern und Millionen von Leben zu retten.

https://www.youtube.com/watch?v=2vrQYMfnors&feature=youtu.be

– Dara Erck

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