Dieser Mann hilft Kindern, den Armutskreislauf zu durchbrechen.

Dieser Mann hilft Kindern, den Armutskreislauf zu durchbrechen.

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„Ich kenne Familien und Nachbarn, bei denen alle vier Generationen Analphabeten waren. Diesen Teufelskreis wollte ich durchbrechen. Ich wollte mit Leuten zusammenarbeiten, die Ideen haben, wie man das realisieren kann.“

Das brachte den 35 Jahre alten Moshin Juma dazu, Bildung in die Slums von Kampala zu bringen. In seiner eigenen Kindheit musste er ständig um Bildung kämpfen und wechselte häufig die Schule, weil sein Vater sich das Schulgeld nicht leisten konnte.

„Bereits in der Schule habe ich immer über den Tellerrand geschaut. Ich wusste, dass ich es bildungstechnisch nicht weit bringen würde. An einen Abschluss habe ich nie gedacht. Aber eines wusste ich: Ich wollte einer sein, der Ideen auch wirklich umsetzt und in seinem Viertel etwas bewegt.“

Wie viele Slums kann Moshins Zuhause, das Kabalagala-Viertel von Kampala, dreckig, laut und überfüllt sein. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und es gibt keine Kanalisation. Hunderte Familien leben hier in provisorischen Hütten auf engstem Raum zusammen. Eine funktionierende öffentliche Infrastruktur gibt es praktisch nicht.

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Viele der Kinder in diesen Slums besuchen keine Schule. Sie müssen Geld verdienen oder sich um jüngere Geschwister kümmern. Die wenigen, die es an eine staatliche Schule schaffen, hören häufig wieder auf, weil es ihnen an Essen und Schulmaterial fehlt.

2006 beschloss Moshin, wenigstens Lese- und Schreibunterricht anzubieten, wenn sich schon sonst niemand um eine vernünftige Ausbildung für diese Kids kümmert.

„Am Anfang hatten wir 26 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Sie kannten noch nicht einmal Buchstaben und Zahlen“, erzählt er.

„Die ersten sechs Monate waren schwierig, weil die meisten Kinder nebenbei Müll sammelten, um ein wenig Geld zu verdienen. Es war also nicht einfach, sie im Unterricht zu halten.“

Mit der Zeit wuchs das Interesse der Kinder und Moshin richtete vier Klassenstufen ein, damit sich das Potential der Kinder voll entfalten kann. In der vierten Klasse lernten die Kinder Stoff, der dem der vierten Klasse an regulären Grundschulen entspricht. Anschließend wechselten sie an die Regelschule.

Mit wachsender Nachfrage wuchs auch das Projekt. Inzwischen umfasst das Angebot eine Fußball-Akademie, eine Schmuck- und eine Schusterwerkstatt und Musikkurse. Das soll den Kindern Selbstbewusstsein geben.

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Die Finanzierung des Projekts steht nach wie vor auf wackligen Füßen: Moshins kleines, aber äußerst engagiertes Team arbeitet häufig praktisch ehrenamtlich. Und zu erreichen, dass das Schulgeld der Kinder bezahlt wird, wenn sie an die Regelschule gewechselt sind, ist stets eine Herausforderung.

Aber das wird Moshin nicht aufhalten. Er hat bereits einen auf 10 Jahre angelegten Plan aufgestellt, der auch den Bau einer Grundschule vorsieht.

„Dieser Kinder leben in einer harten Realität. Ab dem Alter von sieben Jahren müssen sie zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen“, erklärt er. „Unsere Aufgabe ist es, ihnen die Fähigkeiten und die Kraft zu geben, um ihr eigenes Leben und das ihrer Mitmenschen zu verändern.“

Das Konzept scheint aufzugehen: Fahima Ajoya, jetzt 17 Jahre alt, war eines der ersten Kinder, die Moshins Unterricht besuchte. „Als Achtjährige habe ich den ganzen Tag Bananen verkauft. Schreiben konnte ich nicht. Ich bin dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe“, erzählt sie. Sie will Ärztin werden – ein Ziel, das früher unerreichbar gewesen wäre.

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