Die erste HIV-Prophylaxe auf dem Markt. Die Top Nachrichten des Tages

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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Die erste HIV-Prophylaxe auf dem Markt
  2. Hungersnot in Somalia dauert an: Mehr als 2,5 Millionen Menschen von Hunger bedroht
  3. Kinder ein Zeichen von Reichtum oder Armut?

1. Die erste HIV-Prophylaxe auf dem Markt

Viele Zeitungen, darunter die  Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel und der Focus, berichteten heute von einem Medikament, welches eine HIV-Infektion vorbeuge. Das Kombinationspräparat Namens Turvada sei in den USA bereits seit 2004 zur Behandlung von HIV-Infizierten zugelassen. Mittlerweile hätten mehrere Studien nachgewiesen, dass die Arznei auch vor einer Ansteckung mit dem Erregern schütze. Bei einer Untersuchung von 4800 Paaren in Kenia und Uganda, von denen ein Partner HIV-positiv sei,  erbrachte Turvada einen Schutz von 75 Prozent, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA sei in ihrer Entscheidung, dass Präparat auch als Prophylaxe einzusetzen, dem Rat eines Expertenausschusses gefolgt. Die Sprecherin der FDA bezeichnete diesen Schritt als Meilenstein im Kampf gegen HIV. Der Bochumer Aidsforscher Norbert Brockmeyer äußerte sich hingegen im Stern skeptisch. Einige Studien hätten keinen Effekt nachweisen können und vor allem bei Frauen sei die Wirkung unsicher. Das Mittel habe Nebenwirkungen, wie etwa mögliche Knochen und Nierenschäden. Deshalb sähen Experten es kritisch, gesunde Menschen zu behandeln. Außerdem könnten Resistenzen gegen das – auch in der Therapie eingesetzte – Medikament entstehen.

2. Hungersnot in Somalia dauert an: Mehr als 2,5 Millionen Menschen von Hunger bedroht

Der Tagesspiegel macht heute auf die andauernde Hungersnot in Somalia aufmerksam. Zwar seien die Sterblichkeits- und Unterernährungsraten nach Informationen von Mark Bowden, Koordinator des UNO-Hilfseinsatzes in Somalia, signifikant gesunken, dennoch seien im Land noch immer mindestens 2,5 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Rund ein Fünftel aller Kinder unter fünf Jahren könnten in Zukunft unter Unterernährung  leiden. Im Juli 2011 war in Somalia eine Hungersnot ausgebrochen, welche die UN im Februar dieses Jahres offiziell für beendet erklärt hatte. Zehntausende Menschen hatten während dieser Zeit ihr Leben verloren und bisher seien nach Angaben der UN mehr als eine Million Menschen vor Hunger und Gewalt in die Nachbarländer geflohen.

3. Kinder ein Zeichen von Reichtum oder Armut?

Christian Putsch verfasste heute in der Welt einen Artikel unter anderem über die Beziehung zwischen Geburtsraten und dem Entwicklungsstand eines Landes. Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung habe herausgefunden, dass sozioökonomischer Fortschritt mit einem Rückgang der Geburtenraten einhergehe. Eine niedrige Geburtsrate deute somit auf Wohlstand hin. Zugleich sei der gesellschaftliche Druck auf kinderlose Frauen nirgends so groß wie in Afrika. Dort sei eine hohe Kinderzahl ein Zeichen von Reichtum, besonders auf dem Land. Außerdem seien Kinder in Abwesenheit von Sozialsystemen eine Absicherung für das Alter.

+++ Hilfe für Hungernde in Mali +++

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