Der Global Gender Gap Report – Wie steht es mit der Gleichberechtigung der Frauen?

In der letzten Woche veröffentlichte das Weltwirtschaftsforum seinen diesjährigen Global Gender Gap Report. In diesem Bericht werden 134 Länder nach Ungleichheiten, die bei der Behandlung von Frauen und Männern bestehen, gelistet. Dabei geht es vor allem um vier Bereiche: wirtschaftliche Teilhabe und Möglichkeiten, Bildungsleistung, politische Teilhabe sowie Gesundheit und Überleben. Zum Teil werden dazu Daten anderer internationaler Quellen herangezogen, z.B. des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen oder der Weltgesundheitsorganisation.

Einige der wichtigsten Erkenntnisse des Berichts sind:

  • Von den betrachteten Staaten haben in den letzten fünf Jahren 86 % die Kluft zwischen den Geschlechtern verkleinern können, bei 14 % wurde sie jedoch größer.
  • Die vier nordischen Länder Island, Norwegen, Finnland und Schweden führen mit ihren Bemühungen um eine Geschlechtergleichheit die Liste an. Island steht nun bereits zum zweiten Mal hintereinander an der Spitze.
  • Zwei afrikanische Länder haben in allen vier Bereichen erhebliche Fortschritte beim Schließen der Kluft zwischen den Geschlechtern gemacht. Lesotho hat sich gegenüber 2009 noch einmal um ein paar Plätze verbessert und ist auf Platz 8 das einzige afrikanische Land in den Top 10. Der Bericht weist insbesondere auf die Verbesserungen bei der wirtschaftlichen Teilhabe hin sowie auf die Tatsache, dass Mädchen inzwischen bei den Einschulungszahlen vor den Jungen liegen. Südafrika konnte sich in den Top 20 halten. Das lag vor allem an der starken politischen Teilhabe von Frauen und daran, dass es gelungen ist, im Bildungsbereich die Kluft weiter zu schließen.
  • Deutschland (PDF) liegt in diesem Jahr auf Platz 13 und ist damit wieder um einen Platz gefallen. Allerdings bedeutet dies weniger eine Verschlechterung Deutschland als vielmehr, dass die anderen Staaten schneller Fortschritte machen.
  • Am schlechtesten schnitten Pakistan, der Tschad und Jemen ab. Dort sind die Ungleichheiten in der Behandlung und den Möglichkeiten von Frauen und Männern am größten.

Mit der Herausgabe dieser Zahlen unterstreicht das Weltwirtschaftsforum, wie wichtig es ist, in das gesamt menschliche Potential eines Landes zu investieren, um wirtschaftliche Fortschritte zu erreichen. „Eine geringe Kluft zwischen den Geschlechtern steht in direkter Verbindung zu einer hohen wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit“, erklärte Klaus Schwab, Mitbegründer und Chef des Weltwirtschaftsforums, anlässlich der Veröffentlichung des Berichts. „Frauen und Mädchen müssen Gleichberechtigung erfahren, wenn ein Land wachsen und gedeihen soll.“

— Veronica Weis / Carola Bieniek —

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