Chinas Investitionen in Afrika können zum gegenseitigen Nutzen sein

In den letzten Jahren ist der chinesische Bedarf an Rohstoffen aus Afrika rapide gewachsen. Die Handelspartnerschaft zwischen dem Land der Mitte und dem afrikanischen Kontinent ist inzwischen zu einem entscheidenden Bestandteil sowohl der wirtschaftlichen Entwicklung des Kontinents als auch des Wachstums in China geworden. Jedoch hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass natürliche Ressourcen ganz unterschiedliche Auswirkungen auf Entwicklungsfortschritte haben können – allzu oft greift der so genannte „Ressourcenfluch“, eine Abwärtsspirale aus Korruption, Umweltzerstörung und im schlimmsten Fall Konflikten.

Mitte November hielt Dr. Ngozi Okonjo-Iweala, Direktorin der Weltbank und Mitglied des ONE-Vorstandes, in China eine wichtige Rede, in der sie darlegte, wie wir den „Ressourcenfluch“ in die Geschichtsbücher verbannen können. In ihren Augen können Investitionen für alle Beteiligten gewinnbringend sein, wenn fünf Prinzipien befolgt werden:

  1. Die Investitionen an den Entwicklungsprioritäten des Landes ausrichten.
  2. Transparenz praktizieren.
  3. Dem Land und seiner Bevölkerung Nutzen stiften.
  4. Notwendige Zahlungen begleichen und das Richtige tun.
  5. Mit der Bevölkerung vor Ort zusammenarbeiten.

Wenn ihr Englisch sprecht, dann empfehle ich, auf jeden Fall, die gesamte Rede zu lesen. Mit ihr verlangt eine der führenden Aktivistinnen für Transparenz und Rechenschaftspflicht mehr Aufmerksamkeit für diese Themen. Schon als Finanzministerin Nigerias ließ Dr. Ngozi die Staatsausgaben monatlich in den Zeitungen veröffentlichen. So konnte die nigerianische Zivilgesellschaft die politische Führung des Landes zur Rechenschaft ziehen und die Verschwendung massiv reduzieren.

ONE setzt sich dafür ein, dass die fünf oben benannten Prinzipien auf Unternehmen, die Öl, Gas und Mineralien fördern, angewendet werden. In den USA wurde dazu schon ein wichtiger Schritt unternommen, als im Juli ein Gesetz verabschiedet wurde, nach dem Unternehmen öffentlich machen müssen, welche Zahlungen sie an die Regierungen der Staaten, in denen sie tätig sind, tätigen. So konnte einmal mehr die Zivilgesellschaft gestärkt werden. Jetzt wollen wir auch in anderen Staaten, vor allem in Europa, eine ähnliche Gesetzgebung durchsetzen.

Die Bedeutung solcher Maßnahmen sollte nicht unterschätzt werden: Im Jahr 2008 waren die Exporte natürlicher Rohstoffe aus Afrika ca. $393,9 Mrd. wert – das entsprach etwa dem Neunfachen der Entwicklungsgelder an den Kontinent ($44 Mrd.) sowie mehr als dem Zehnfachen des Wertes aller Agrarexporte aus afrikanischen Staaten ($37,9 Mrd.).

Die Beziehungen zwischen China und Afrika werden zentraler Bestandteil des Erfolges – oder Misserfolges – des gesamten Prozesses sein. Mit den Worten von Dr. Ngozi:

„Wenn China und Afrika transparent und zum gegenseitigen Nutzen zusammenarbeiten könnten, dann bin ich mir absolut sicher, dass wir einst in den Geschichtsbüchern lesen werden werden, dass diese Zusammenarbeit wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Erholung nach der weltweiten Finanzkrise war.”

— Joseph Powell —

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